Malaria-Schutz im Urlaub – Die Tropenkrankheit ist eine der häufigsten Todesursachen weltweit

Bei der medizinischen Reisevorbereitung ist jeder dritte Urlauber leichtsinnig. Nur etwa jeder vierte schützt sich in Malaria-Risikogebieten gegen die Krankheit.

Malaria ist eine lebensbedrohliche Erkrankung, die durch die weibliche Anopheles-Mücke übertragen wird. Die Infizierung durch den Erreger Plasmodium falciparum kann zu schwerer Blutarmut (Anämie), epileptischen Krämpfen, Verwirrtheit, Koma und schließlich zum Tod führen. Lebenslange Folgen können chronische Lernschwierigkeiten oder Hirnschäden sein.

Jedes Jahr sterben etwa drei Millionen Menschen auf der ganzen Welt an der Tropenkrankheit Malaria. In Afrika und anderen Entwicklungsländern gilt die Krankheit als eine der häufigsten Todesursachen. Täglich sterben alleine mehr als 3.000 Kinder an der Krankheit – sie zählen zur größten Risikogruppe.

Ein Impfstoff gegen Malaria existiert noch nicht, doch die Krankheit kann verhindert und behandelt werden. „Die sachgemäße Nutzung von mit Insektiziden behandelten Moskitonetzen kann die Sterblichkeitsrate um circa 20 Prozent senken” erklärte der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) anlässlich des Welt-Malariatags im April 2007.

Ansteckungsgefahr im Urlaub

Etwa jeder fünfte deutsche Ferntourist wird während oder nach der Reise krank, weil er sich nicht um die richtige Urlaubsvorbereitung kümmert. Malaria bleibt weiterhin eine der größten Gefahren bei Fernreisen (vor allem in bestimmte Gebiete Afrikas, Asiens und Südamerikas). Tropenexperten raten deshalb zu gutem Mückenschutz, der nicht nur das Risiko einer Malariaerkrankung deutlich senkt, sondern auch Schutz gegen andere von Insekten übertragbare Krankheiten bietet.

Effektiver Schutz vor Malaria

Die sogenannte Chemoprophylaxe ist eine medikamentöse Schutzmaßnahme gegen Malaria. Manche Erreger sind dagegen resistent, weshalb der Schutz nicht 100prozentig ist. Ob ein medikamentöser Schutz ratsam ist hängt unter anderem vom Reiseziel, von der Jahreszeit und von der Reisedauer ab.

Schutz vor Mücken

  • Körperbedeckende Kleidung tragen (lange Ärmel und Hosen)
  • Insektenabweisende Mittel auf ungeschützte Hautstellen auftragen: spezielle Cremes, Lotions, Sprays. Wirkungsdauer beachten!
  • Insekten tötende Mittel in Form von Kerzen, Räucherspiralen, Mückensteckern etc. im Wohn- und Schlafbereich einsetzen.
  • Nachts und bei Dämmerung am besten nicht aus mückengeschützten Räumen gehen. Räume auch durch Fliegengitter abschirmen.
  • Möglichst nicht in der Nähe von stehenden Gewässern, Gräben und Wassertonnen zelten.
  • Hochrisikogebiete sollte man während der Regenzeit ganz meiden.
  • Moskitonetz über dem Bett anbringen, falls Moskitos in das Zimmer gelangen können.

Verwendung von Moskitonetzen

Moskitonetzen müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen, um effektiven Schutz vor Mücken und anderen Insekten zu bieten. In den Tropen muss die Maschenweite so gewählt sein, dass die Luft gut zirkulieren kann, aber dennoch keine Mücken durch die Maschen schlüpfen können. Empfehlenswert ist eine Maschenweite von 1,2 mal 1,2 Millimeter. Je enger die Maschen sind, desto größer ist der Schutz. Um auf Nummer sicher zu gehen, ist ein Netzt mit 0,6 mal 0,6 Millimeter großen Maschen zu empfehlen. Zusätzlich sollte es mit einem Insektizid imprägniert sein.

Beim Schlafen sollte man keinen Hautkontakt mit dem Netz haben, denn sonst finden Mücken ihren Weg zur Haut. Empfehlenswert sind daher Netze in Kastenform. Wichtig ist, das Netz gut zu befestigen. Überprüfen Sie stets, ob das Netz auch keine Schlupflöcher hat.

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