Netzwerk-Sicherheitstechnologie der Zukunft

Wireless Sensor-Netzwerke erkennen zuverlässig Sicherheitsrisiken. Wireless Sensor-Netzwerke bieten als Sicherheitstechnologie der Zukunft dank künstlicher Intelligenz ungeahnte Möglichkeiten, Sicherheitsrisiken zuverlässig zu erkennen.

Brandschutz, Schutz vor Einbrüchen oder Diebstahl sind feste Bestandteile eines funktionierenden privaten Schutzes und Werkschutzes. Umso wichtiger ist in diesen Bereichen eine einwandfrei funktionierende Überwachungstechnik. Hier gibt es interessante neue Entwicklungen, wie die so genannten Wireless Sensor-Netzwerke.

Wireless Sensor-Netzwerke mit Kleinstrouter

Namhafte deutsche Experten glauben, dass diese Netzwerke in Zukunft die Sicherheit in Gebäuden und physischen Umgebungen erheblich verbessern können. Kleinstsensoren mit einer sogenannten Embedded Intelligence Software können überall in Gebäuden platziert werden. Sie übernehmen dort bestimmte Aufgaben wie zum Beispiel die Überwachung eines Feuerlöschgerätes. Feuerlöscher müssen in regelmäßigen Abständen auf mögliche Manipulationen und der noch enthaltenen Menge Feuerlöschmittel überprüft werden. Eine solche Kontrolle kann man heute sehr einfach mit Kleinstsensoren automatisieren. Die Kleinstsensoren senden drahtlos Signale aus, welche von den Kleinstroutern eines solchen Netzwerks empfangen werden. Selbst wenn der mit einem solchen Kleinstsensor versehene Feuerlöscher beim Putzen des Gebäudes bewegt wurde oder wegen einem Schrank etwas weiter weg gestellt wurden, sendet er per drahtloser Verbindung weiter seine Informationen.

Datenübertragung des Kleinstsensor

Diese drahtlosen Sensornetzwerke haben jetzt einen solchen Reifegrad erreicht, dass man sie im Alltag einsetzen kann. Es gibt in den USA solche Dienste zum Beispiel schon in Universitäten, Krankenhäusern, usw. Die bohnengroße Kleinstsensoren, auch I-Beans genannt, können Druck, Temperatur, Füllstand oder andere Parameter messen. Es gibt sehr viele unterschiedliche und preiswerte Modelle. Dank bewusst für geringe Datenraten gestalteter Software, also zwischen 10 und 100 Kilobyte pro Sekunde, und genormtem Protokoll arbeiten die Kleinstsensoren mit extrem geringer Energie. Eine Batterie reicht für bis zu 10 Jahren Einsatz. Diese Netzwerke reagieren blitzschnell auf eine Umstellung des Feuerlöschers, da die Kleinstsensoren für ihre Datenübetragungen immer den nächstgelegenen Router nutzen. Der Router überträgt die Daten zum Gateway, so dass diese Sensornetzwerke Remote überwacht werden können. Dank möglicher Anbindung an das Internet, braucht ein Servicetechniker nach dem Einloggen und Vorliegen entsprechender Daten nur noch im konkreten Bedarfsfall nach dem Feuerlöscher zu sehen.

Embedded Intelligence beim Objektschutz und Werkschutz

Ganz andere Möglichkeiten bieten sich laut Experten im Bereich der nun viel genaueren Personenüberwachung, des Personenschutzes und Objektschutzes. Möchte jemand übers Wochenende einen wertvollen Gegenstand in einem Raum lagern, befestigt er einfach entsprechende Sensoren an den Fenstern des Raums und verfügt sofort über einen Schutz durch Überwachungssensoren. Wird der Schutz nicht mehr benötigt, werden die Sensoren wieder entfernt. Dies stellt eine mobile und kostengünstige Lösung dar. Die Embedded Intelligence dieser Kleinstsensoren wird in Bezug auf deren physikalische Umwelt ausgewertet. Durch die Verteilung unterschiedlichster Sensoren in einem Raum und dem Multisensor-Fusion genannten Zusammenfügen der Erkenntnisse aus den Daten der verschiedenen Sensoren entsteht jetzt vom Inhalt her ein semantisch interessantes Bild. Wenn zum Beispiel in einem Raum gleichzeitig eine gewisse Gaskonzentration, Wärme und Druck gemessen werden, deutet dies auf gewisse Aktivitäten in dem Raum hin. Meldet das System plötzlich einen sehr starken Druck oder Schlag auf eine bestimmte Fläche wie eine Tür oder Glasvitrine, liegt die berechtigte Annahme vor, dass möglicherweise gerade versucht wird, sie aufzubrechen oder zu zerstören. Dieses sich aus den Daten der Sensoren ergebende Bild ist trotz geringer Datenmenge doch noch etwas zuverlässiger als die Auswertung eines Videobildes.

Videobilder auswerten und künstliche Intelligenz

Die Aufzeichnung von Videobildern funktioniert heute wunderbar, auch deren Auswertung. Die konkrete, genaue Erkennung von Aktionen mittels ausgewerteten Videos ist jedoch immer noch ein Problem. Nur für ganz spezifische Anwendungen gibt es schon einigermaßen treffsichere, automatische Lösungen. Es ist also nicht so, dass man jetzt irgendwo eine Webkamera aufhängt, einen Einbrecher beobachtet und ein Programm durch Auswertung der Videos in der Regel feststellen könnte, was der Mann dort tut. Es ist für die Software zwar kein Problem festzustellen, dass sich eine Person im Raum befindet,aber wohl ein Problem zu definieren, was die Person genau macht. Ob es sich bei der Person um einen Hausmeister, Werkschutzmitarbeiter oder Fremden handelt, kann die künstliche Intelligenz gängiger Software allgemein noch nicht absolut sicher erkennen. Sie erkennt meist lediglich Verdachtsmomente.

Bildverarbeitungssystem oder Sensor

Früher gab es schon Systeme, die auf einem Parkplatz feststellen, wenn eine Person dauernd um Autos herum geht und über deren Autotüren gebeugt steht. Das System schlug Alarm und teilte mit, dass eine Person vermutlich ein Auto aufbrechen wolle. Dieses Verhalten kann aber nicht mit hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit von den Bildverarbeitungssystemen erkannt werden. Es könnte ja statt einem Autodieb ein Angetrunkener sein, der sein Auto sucht oder ein Autoliebhaber, der sich die Armaturenbretter anschaut. Hätte ein Autohändler jedoch an seinen abgestellten Autos Kleinstsensoren angebracht, welche eine Gewaltanwendung gegen Türen oder Scheiben anzeigen würden, wäre dieses Resultat dank der Meldung einer schweren Erschütterung durch einen Schlag auch ohne Bild viel zuverlässiger.

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