Neuartige Kriegsführung durch Drohnen

Kampfdrohnen haben die moderne Kriegsführung revolutioniert. Doch es gibt zu viele zivile Opfer.

Es sind unbemannte Flugkörper, die filmen und Raketen abfeuern können: die neuartigen Kampfdrohnen. Sie werden bereits im Afghanistankrieg und in Pakistan eingesetzt. Der Pilot sitzt in einer Zentrale in den USA, während die Drohne tausende von Kilometern entfernt auf Erkundungstour geht. Aus der modernen Kriegsführung sind diese ferngesteuerten Flugobjekte nicht mehr wegzudenken. Sie gehören mittlerweile zum Kriegsalltag. Schätzungen besagen, dass seit 2004 in Pakistan 1200 Militante und 530 Zivilisten durch Drohnenangriffe getötet wurden (taz.de). Für Fachleute stellt diese neue Technologie bereits eine Revolution des Militärwesens dar. Die eigenen Verluste werden so gering gehalten, und es kommt zu einer immensen finanziellen Einsparung. Drohneneinsatze sind deutlich günstiger als Kampfeinsätze mit Helikopter oder Kampfjet. Es gibt sowohl Mikrodrohnen als auch Drohnen in der Größe eines Verkehrsflugzeuges.

Drohnen im Einsatz gegen die Al-Kaida

Im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet sind Drohnen gegen die Al-Kaida im Einsatz. Sie sollen die Al-Kaida-Kämpfer und die Taliban in ihren Rückzugsgebieten aufspüren und töten. Sie spüren die durch Peilsender festgelegten Ziele auf, schießen Raketen ab und kehren zu ihrer Bodenstation zurück. Ein wichtiges Ziel dabei ist es, so wenig Unbeteiligte zu treffen wie möglich. Doch das gelingt nicht immer.

Drohnen inszenieren den Krieg als Videospiel

Während sich früher ein Pilot in seine F-16 setzte und sich selbst auf Erkundungsflug begab, schickt er heute häufig nur seine Drohne auf den Weg. Doch da der Einsatz nicht mehr hautnah miterlebt wird, sondern alles nur vor dem Monitor abläuft, begibt sich der Pilot in eine virtuelle Welt, die von den Effekten wirkt wie ein Videospiel. Der Pilot ist nicht mehr direkt beteiligt. Er kann nicht mehr aus dem Fenster der F-16 schauen und der Rundumblick ist eingeschränkt. Der Pilot muss sich auf die Landkarten im Computer verlassen (spiegel.de).

Die Vorteile der Drohnen werden immer offensichtlicher

Sowohl im militärischen als auch im zivilen Bereich werden die Vorteile der Drohnen immer deutlicher. Anders als bei einem Kampfjet-Einsatz kann man die Ziele länger beobachten, bevor man sie zerstört. Sie können sich fast geräuschlos anschleichen. Doch der größte Vorteil ist die finanzielle Ersparnis bei dieser alternativen Kriegsführung. Allein bei der Pilotenausbildung können hohe Summen eingespart werden. Mittlerweile ist ein regelrechter Rüstungswettkampf um die Drohnenproduktion entbrannt. Sie stammen derzeit vor allem von amerikanischen und israelischen Herstellern (tagesspiegel.de). Doch was am negativsten wiegt sind die zivilen Opfer des Drohneneinsatzes.

Ziviler Einsatz von Drohnen

Beim zivilen Einsatz der Drohnen sind vor allem Luftbildanbieter und Erkundungsdrohnen zu nennen. Sie werden aber auch zur Schadensbegutachtung und für wissenschaftliche Zwecke bei der Atmosphärenforschung eingesetzt. Ferner kommt es zu einer Nutzung in der Modellflugszene.

Geplant ist auch ein Einsatz durch die Polizei zur Überwachung von Hooligans und Demonstrationen (zeit.de). Dieses Thema wird noch für viel Gesprächsstoff sorgen.

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