Rentabilität der Geldanlage

Die Rentabilität ist für die Entscheidung welche Anlageform gewählt wird, ein zentraler Aspekt. Verschiedene Anlageformen werden dargestellt.

Wer Geld anlegt, möchte eine bestmögliche Rentabilität erzielen. Das ist nicht immer einfach, und es gilt bei der Auswahl der Anlagemöglichkeiten einiges zu beachten.

Weitere Faktoren sind Liquidität und Sicherheit bei der Geldanlage

Bei jeder Geldanlage spielen diese Faktoren eine sehr entscheidende Rolle. Liquidität spielt dann eine wichtige Rolle, wenn das Geldvermögen insgesamt sehr klein bis klein ist, und der Anleger jederzeit gezwungen sein kann, die Geldanlage aufzulösen, da er das Geld anderweitig benötigt.Hier muss ganz klar der Focus nicht auf Rentabilität sondern auf Liqudität liegen.

Der Faktor Sicherheit widerspricht auch dem Ziel der Rentabilität, denn es gilt der Grundsatz, dass mit zunehmender Rendite die Sicherheit sich reduziert.

Diese beiden Faktoren spielen bei der weiteren Betrachtung keine Rolle mehr.

Geldanlage in Festgeld

Im Gegensatz zu Spareinlagen kann der Anleger hier einen deutlich höheren Ertrag erzielen. Der Zinssatz richtet sich nach dem Kapitalmarktzinssatz und kann sich während dem Anlagezeitraum immer wieder ändern. In Zeiten eines niedrigen Kapitalmarktzinssatzes empfiehlt sich die Zeitspanne der Festanlage möglichst kurz zu wählen. Der Anleger kann dann von einem steigenden Zins profitieren. Ist der Zins sehr hoch, sollte der Anleger den Anlagezeitraum möglichst lang festsetzen, damit entgeht er der Gefahr, dass der Zinssatz seiner Geldanlage sich reduziert. Ein weiterer Vorteil bei einer kurzfristigen Anlagedauer ist, dass die gezahlten Zinsen sofort wieder verzinst werden. Dieser Zinseszinseffekt erhöht die Rentabilität der Geldanlage beim Festgeld.

Geldanlage in Sparbriefen von Banken

Die meisten Banken bieten die Möglichkeit der Geldanlage in Sparbriefen an. Die Verzinsung richtet sich ebenfalls nach dem Kapitalmarktzins. Die Laufzeit dieser Anlagemöglichkeit ist eher mittelfristig, 2 bis 4 Jahre sind die üblichen Laufzeiten. Der Vorteil für den Anleger besteht hier darin, dass der Zinssatz sich während der Laufzeit nicht verändern kann. In Phasen niedriger Kapitalmarktzinsen empfiehlt sich diese Form der Geldanlage nicht. Steigt der Zinssatz, hat der Anleger keine Möglichkeit daran teilzunehmen, da er für die gesamte Laufzeit gebunden ist. In Zeiten hoher Zinssätze sollte man besser längere Laufzeiten wählen.

Der Vorteil von Sparbriefen von Banken besteht darin, dass keine Kursschwankungen auftreten können, da diese nicht an Börsen gehandelt werden. Es fallen auch keine Transaktionskosten oder Depotgebühren an, die die Rentabilität schmälern.

Bundesschatzbriefe als rentable Geldanlage

Der Staat als einer der größten Schuldner ist auf eine ständige Kreditaufnahme angewiesen. Um den Bürgern die Möglichkeit der Geldanlage zu bieten, wurde der Bundesschatzbrief eingeführt.

Vom Prinzip her ist er ähnlich strukturiert wie die Sparbriefe der Banken. Der Vorteil gegenüber den Sparbriefen ist, dass man schon geringe Beträge anlegen kann, Beträge ab 52 Euro sind möglich. Bei dieser Geldanlage kommt zusätzlich die Sicherheit ins Spiel, denn Staatsschulden gelten als sicher. Die Verzinsung ist treppenförmig steigend. Nach Ablauf eines Jahres können jeden Monat bis zu 5.000 Euro zurückgezahlt werden, wenn der Anleger dies wünscht. Es gibt zwei Arten bei den Bundesschatzbriefen. Typ A hat eine Laufzeit von sechs Jahren und die Zinszahlung erfolgt am Ende eines jeden Jahres. Bei Typ B läuft sieben Jahre, die Zinsen werden bei Fälligkeit insgesamt gezahlt.

Um die Rentabilität nicht zu schmälern, empfiehlt sich die Verwahrung bei der Bundeswertpapier-Verwaltung, da die dortige Verwahrung kostenfrei ist. Ene Verwahrung in Bankendepots kostet Gebühren, die die Rentabilität reduzieren.

Anleihen des Bundes, der Länder und der Kommunen

Diese Festverzinslichen Geldanlageprodukte konkurrieren mit Anleihen privater Schuldner. Der Zinssatz richtet sich ebenfalls nach dem Kapitalmarktzins. Der Unterschied zu Bundesschatzbriefen ist der, dass die Verzinsung nicht fest ist, sondern sich dem Kapitalmarktniveau anpasst. Da diese Anleihen an Börsen gehandelt werden, findet diese Zinsanpassung über den Kurswert statt. Sinkt der Kapitalmarktzins, erhöht sich der Kurswert, steigt der Kapitalmarktzins reduziert sich der Kurswert.

Diese Anleihen können ebenfalls bei der Bundesschuldenverwaltung aufbewahrt werden, somit entfallen Depotgebühren, die die Rentabilität schmälern.

Anleihen fremder Staaten

Die Rentabilität dieser Anleihen kann auf den ersten Blick sehr attraktiv wirken, oftmals werden weit über dem Kapitalmarktzins liegende Renditen angegeben. Dies kommt dadurch zustande, dass die Bonität dieser Staaten durch die Ratingagenturen niedriger eingestuft werden als Anleihen kreditwürdiger Staaten. Dieses schlechtere Ratingeinstufung, also die höhere Ausfallwahrscheinlichkeit, müssen die Staaten durch einen höheren Zinssatz ausgleichen.

Anleihen von Unternehmen

Nicht nur der Staat benötigt Kredite, sondern auch private Unternehmen, um ihre Investitionen zu finanzieren. Die Höhe der Zinszahlungen hängt auch hier von der Einstufung der Ratingagenturen ab. Je schlechter die Ratingeinstufung, umso höher muss die Verzinsung sein, damit das Unternehmen den gewünschten Geldbetrag erhält. Bei diesen Unternehmensanleihen gibt es zwei Rückzahlungsarten.

Die Unternehmensanleihe wird bei Fälligkeit mit dem Nennwert zurückgezahlt. Die zweite Möglichkeit ist die Umwandlung von Fremdkapital in Eigenkapital. Diese Art der Anleihen nennt man Wandelanleihen. Hier hat der Geldgeber die Möglichkeit, statt der Rückzahlung der Anleihe Aktien des Unternehmens zu erhalten. Das Wandlungsverhältnis wird schon bei Ausgabe der Anleihe festgelegt, so dass der Gläubiger genau weiß, wieviel Aktien er erhält. Wenn die Aktien sich positiv entwickelt haben in der Zwischenzeit, kann der Anleger seine Rentabilität deutlich verbessern.

Anlage in Aktien

Eine weitere renditebewußte Anlageform ist die Anlage in Aktien. Hier kann der Anleger zweifach profitieren. Wenn das Unternehmen gut gewirtschaftet hat, kann er eine Dividende erhalten. Diese Dividende kann die kapitalmarktkonforme Verzinsung übersteigen. Eine zweite Form der Gewinnerhöhung besteht dann, wenn der Verkaufskurs höher ist als der Kaufkurs, es entsteht ein Kursgewinn. Allerdings kann auch ein Kursverlust eintreten, der die Rendite schmälert. Fällt auch noch die Dividendenzahlung aus, ist die Rentabilität dieser Anlageform als sehr schlecht zu beurteilen.

Zusammenfassend kann also gesagt werden, dass die Rendite mit dem Risiko einhergeht. Je höher das Risiko, desto höher die Rendite und umgekehrt. Jeder Anleger muss sich als die Frage stellen, wie risikohaft soll die Geldanlage sein.

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