Schädliche Inhaltsstoffe in Haarpflegeprodukten

Haarkosmetika – Schädliche Stoffe.

„Glanz und Volumen“ haben meist einen Haken. Viele Bestandteile in Haarpflegeprodukten können die Gesundheit langfristig schädigen

Haarkuren, Shampoos, Spülungen und Färbungen – für schönes Haar mit einer starken Farbkraft gibt es unzählige Produkte auf dem Kosmetikmarkt. Doch was enthalten diese Wundermittel und Schönmacher wirklich? Auf all diese Inhaltsstoffe zu verzichten, wird schwierig, wenn man nicht direkt auf Naturkosmetik umsteigt. Doch vielleicht lassen sich die übelsten unter ihnen vermeiden.

Gesundheitsschädliche Stoffe

Haarfärbemittel

Bei diesen Produkten gilt es zwischen zwei Arten zu unterscheiden – den Direktfarben und den Oxidationsfarben. Direktfarben sind Henna oder Tönungen, die sich lediglich oberflächlich auf der Haarstruktur ablagern und keine chemische Reaktion zwischen Farbstoff und Haaren hervorrufen. Anders sieht es bei den Oxidationsfarben aus, bei denen die Färbung eigentlich erst durch einen Oxidationsprozess entsteht: Die Haare werden zunächst mithilfe von aggressivem Ammoniak vorgequollen, durch die Mitwirkung von Wasserstoffperoxid bildet sich dann in einem Oxidationsprozess der Farbton. Bei diesen chemischen Prozessen können Substanzen ins Körperinnere treten, die sich allergieauslösend oder sogar krebserregend auswirken. Viele Giftstoffe sind bereits verboten, allerdings sollten bei Resorcin, Diaminopenol, Pyrogallo und vor allem Phenylendiamin die Alarmleuchten angehen. Der einzig vertretbare Stoff ist Wasserstoffperoxid (Hydrogen Peroxide).

Azofarbstoffe

Sie sind die am häufigsten vertretene Gruppe unter den Haarfärbemitteln. Ihr Vorteil: Sie sind günstig, farbstabil und geben dem Haar eine starke Leuchtkraft. Sie sind Teerderivate und können zum Teil Amine freisetzen, die durch die Haut dringen und die Leber angreifen. Folge davon ist die Abspaltung des giftigen Anilins, was weiterhin karzogen wirkt oder Allergien (wie Nesselsucht und Asthma) hervorrufen kann. Diese Farbstoffe sind für Kosmetika in der der EU zulässig und in vier Kategorien unterteilt, wobei Ingredienzen der Kategorie 1 für alle Anwendungen zugelassen sind, die der Kategorie 4 nur kurz mit der Haut in Berührung kommen dürfen. Die chemische Kennzeichnung lautet Cl (für Colour) mit einer Nummer dahinter (z.B. Cl 18130. Acid Red 155). Vielen Haarfärbemitteln mit der Kennzeichnung HC + Farbkennzeichnung + No. (z.B. HC Blue No. 2) ist ebenfalls Karzinogenität nachgesagt.

Henna

Keine Sorge – Henna selbst ist nach wie vor kein schädliches Haarfärbemittel! Allerdings wird häufig die Synthesefarbe p-Phenylendiamin (Cl 76061) zur Farbverstärkung beigefügt, das als allergieauslösend gilt. Wer also Henna benutzt, um synthetischen Mitteln zu entgehen, sollte beim Kauf darauf achten.

Jod

Die Funktion dieses Wirkstoffs ist konservierend und antimikrobiell. Jod greift in hormonelle Prozesse ein und kann somit Allergien oder Übererregbarkeit der Schilddrüse verursachen. Die chemische Kennzeichnung lautet Iodized Corn Protein (jodiertes Maisprotein), Iodized Garlic (jodiertes Knoblauch) oder Iodopropynyl Butylcarbamate.

Haarsprays

Zwar sind die schlimmsten Stoffe bereits aus den Spraydosen verbannt worden, aber ganz ohne Risiko ist die perfekte Frisur immer noch nicht. Synthetische Festigerharze, Filmbildner und Fixiermittel bilden einen Kunststofffilm ums Haar, der es angeblich schützen und festigen soll. Meist sind es Kunststoffe auf Polyacryl- oder Silikonbasis, die beim Sprühen eingeatmet werden und Bronchien und Lunge mit einer Polyacryl- oder Silikonschicht versehen können. Sie tauchen unter den Namen PVP/VA, Cyclomethicone, Dimethicone, Caprolactam u.a. auf.

Natrium-Lauryl-Sulfat

Diese Substanz wird vor allen Dingen in Shampoos verwendet, es entsteht durch Verbrennung von Ethen, einem der Hauptcrackgase bei der Erdölverarbeitung. Dieses Mittel wird gerne zur örtlichen Betäubung von Schleimhäuten eingesetzt. Der Sinn, Shampoos mit diesem Stoff anzureichern, ist folglich ganz einfach: Das Brennen in den Augen verhindern. Tückisch ist jedoch, dass der natürliche Schmerzreflex lediglich unterdrückt wird und nicht das Shampoo selbst augenverträglicher ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.