Schöne Locken – ganz einfach selber machen

Viele träumen von schönen großen Locken. Hier gibt es eine Anleitung zu den gängigsten Arten, diese Frisur zu machen: Vom Lockenstab bis zu den Papilotten.

Wer hätte sie nicht gerne? Große Korkenzieherlocken. Meistens verhält es sich jedoch so, dass jene, die solche von Natur aus besitzen, damit unzufrieden sind, während glatthaarige Mädchen sie darum beneiden. Doch heutzutage gibt es viele Möglichkeiten, sich selber Locken zu stylen. Und das muss nicht einmal unbedingt schädlich für die Haare sein, wenn man die richtige Variante für die eigene Mähne findet. Im Folgenden werden die gängigsten Arten beschrieben und erklärt, die zu einer wunderschönen Lockenpracht führen.

Vor jeder Hitzebehandlung

Wichtig ist, vor jeder Benutzung eines Gerätes, das die Haare erhitzt, diese mit einem speziellen Hitzeschutz zu versorgen, in Form eines Sprays oder schon bei der Haarwäsche mit einem Shampoo. Damit kann verhindert werden, dass die Haare durch die große Hitzeentwicklung kaputt gehen und Spliss entsteht. Auch sollte man den Lockenstab oder das Glätteisen nicht im nassen Haar anwenden, da dies zu Haarschäden führen kann. Man sollte also vorher sicherstellen, dass die Haare höchstens nur noch leicht feucht sind.

Locken mit dem Lockenstab

Eine einfache und gängige Art, sich Locken zu zaubern, ist die Benutzung eines Lockenstabes, auch Lockeneisen genannt. Lockenstäbe gibt es in jedem gut sortierten Elektronikmarkt und in Haarpflege-Shops zu kaufen, sie kosten meistens zwischen 30€ und 200€.

Zu Anfang sollte man einen Haarschaum in die Haare kneten, damit die Locken länger halten und sich nicht so schnell aushängen. Dann nimmt man seine gesamten Haare und lässt sie auf einer Seite über die Schulter fallen, damit sie nicht im Weg sind, wenn man sich mit einer einzelnen Strähne befasst. Wahlweise, vor allem bei kürzeren Haaren, kann man sich auch die anderen Strähnen mit Spangen zur Seite wegstecken. Nun teilt man eine ca. 3 cm dicke Strähne ab und und beginnt, von der Mitte der Strähne aus, erst den unteren und dann den oberen Teil um den Lockenstab zu wickeln. Am Besten fixiert man dies nicht mit der Klammer, die die meisten Lockenstäbe haben, sondern hält die Haarspitzen mit den Fingern fest (dabei natürlich nicht das Eisen des Stabes berühren!). Nach drei bis fünf Sekunden lösen und die fertige Locke nicht zu fest mit einer Spange zum Auskühlen am Kopf feststecken. So verfährt man dann nach und nach mit allen Strähnen, bis das gewünschte Ergebnis erreicht wurde. Jetzt sollten die ausgekühlten Haare wieder aus den Spangen gelöst werden.

Tipp:

Zum Abschluss kann man mit den Fingern die Locken noch ein wenig auflockern, damit sie natürlicher erscheinen. Hierbei ist es ganz wichtig, sie nicht mit einer Bürste oder einem Kamm zu bearbeiten, da sie sonst frizzig und ungepflegt aussehen. Am Schluss noch mit einem Haarspray fixieren, damit ein langer Halt gegeben ist. Auch hier am Besten ein Haarspray benutzen, das extra für Locken entwickelt wurde: Es beschwert nicht so sehr.

Locken mit dem Glätteisen

Wer sich gerne Locken zaubern würde, ohne sich dafür einen teuren Lockenstab kaufen zu müssen, kann dieses auch mit dem Glätteisen tun. Es funktioniert ganz ähnlich, also ist auch hier darauf zu achten, die Haare vor der Anwendung des heißen Glätteisens ausreichend zu schützen, so wie es oben beschrieben ist.

Auch das Verfahren ähnelt dem des Lockenstabes: Als erstes wieder Haarschaum einkneten. Dann steckt man die Strähnen, mit denen man sich gerade nicht beschäftigt, zu der anderen Seite weg. Danach eine Strähne nehmen und das Glätteisen ziemlich weit oben daran ansetzten. Nun wird es etwas kompliziert: Das Glätteisen um 180° Richtung Kopf nach innen eindrehen und langsam in dieser Position nach unten durch die Strähne ziehen. Wenn dies nicht auf Anhieb gelingt, ist das nicht ungewöhnlich. Mit dieser Technik alle Strähnen, die gelockt werden sollen, bearbeiten. Wenn man damit fertig ist, sollte man den Tipp aus dem Lockenstab-Absatz ebenfalls anwenden.

Am Schönsten wird das Ergebnis, wenn man die Strähnen unterschiedlich breit wählt, da die Locken dann nicht so perfekt aussehen und somit echter wirken. Die Technik mit dem Glätteisen eignet sich gut, da die Haarstruktur ähnlich wie beim normalen Benutzen dieses Gerätes „geglättet“ wird, wodurch die Haare an Glanz gewinnen und die Locken bis zu zwei Tage lang halten.

Locken mit Papilotten

Die Möglichkeit, Locken mit Papilotten zu erzeugen, ist die haarschonenste und auch die einfachste, da sie praktisch für sich alleine arbeitet. Papilotten, auch „Schlangenwickler“ genannt, bestehen aus Schaumstoff und es gibt sie in vielen Drogeriemärkten zu kaufen.

Um ein schönes Ergebnis zu erzielen, kann man die Papilotten entweder im handtuchtrockenen oder im ganz trockenen Haar anwenden. Bevor man sie jedoch einwickelt, sollte man auch hier Haarschaum in die Haare gegeben haben. Die Haare werden in gleich große Partien unterteilt. Je mehr Partien man wählt, desto mehr Locken bekommt man am Schluss heraus. Es empfiehlt sich, hier eine Zahl zwischen vier und acht zu wählen. Nun wird die Papilotte von den Haarspitzen einer Partie aus nach oben hin aufgewickelt, sodass sie sich am Schluss am Kopf befindet. Hier wird das hintere Ende der Papilotte durch die Lasche an der anderen Seite gesteckt und ein wenig festgezogen, damit sie an ihrer Position bleibt und hält. So verfährt man nun mit allen Haarpartien, bis die gesamten Haare aufgedreht sind. Wenn man vorher handtuchtrockende Haare hatte, sollte man die Papilotten drin lassen, bis die Haare vollkommen trocken sind. Bei vorher trockenen Haaren die Haare mit Haarspray gut fixieren und für mindestens zwei Stunden nicht lösen oder am Besten über Nacht in den Haaren behalten.

Auch bei dieser Art, sich seine Mähne zu locken, sollte man den Tipp von oben anwenden. Es bietet sich auch die Möglichkeit, dieses Verfahren mit Alufolie oder mit Papierstreifen anzuwenden, wenn man keine Papilotten zur Hand hat: Einfach ein ca. 20×30 cm großen Blatt Alufolie oder Küchenrollenpapier nehmen und es zu einer Rolle zusammenrollen. Nun lassen sich die Haare darauf ganz normal aufwickeln. Am Schluss einen Knoten in die Rolle machen, damit sie sich nicht wieder herauslöst.

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