Sex mit Aliens! Tabuthema der UFO-Forschung

Wie seriös sind Berichte über Geschlechtsverkehr mit Außerirdischen? Paranormale Begegnungen der erotischen Art zählen zu den Tabuthemen der UFO-Forschung. Dabei wird von Sex mit Aliens häufig berichtet – etwa im Falle Antonio Villas Boas.

Was in Talkshows oder Boulevard-Magazinen für Heiterkeit seitens der Zuschauer und Moderatoren sorgt, wird in der UFO-Forschung durchaus ernsthaft behandelt: Sex mit Außerirdischen! Auf den ersten Blick mag die Beschäftigung mit diesem Thema unseriös wirken. Doch im historischen Kontext betrachtet sind – angebliche – erotische Verhältnisse mit paranormalen oder übernatürlichen Wesenheiten häufig anzutreffen und lohnen einen näheren Blick.

Von Aliens publikumswirksam geschwängert

Die Geschichte einer jungen US-amerikanischen Frau, die von einem Außerirdischen geschwängert worden sein soll, war beileibe nicht die erste dieser Art. Aber sie war die Aufsehenerregendste ihrer Zeit und fand dank eines berüchtigten Boulevardblättchens ein Millionenpublikum. Kein Wunder: Sex war in den immer noch prüden 1960er Jahren ein Thema, über das hinter vorgehaltener Hand geredet wurde. In die Öffentlichkeit getragen wurde es nur in Verbindung mit Prominenten – oder im Falle sensationeller Geschichten wie dieser.

1966 soll besagte Dame an Bord einer Fliegenden Untertasse gebracht und mit mehreren menschenähnlichen Außerirdischen Geschlechtsverkehr ausgeübt haben, was in einer Schwangerschaft mündete. Berichte wie diese sind gerade auf dem US-Markt keine Seltenheit. Geradezu legendär sind die nicht unbedingt glaubwürdigen Zeugenberichte über Sex mit Bigfoot.

Sex mit Außerirdischen „Down Under“ … und vom Saturn!

Dieser sensationellen Story gingen jedoch einige ähnliche voraus, die allerdings weniger Aufmerksamkeit erlangten. Etwa jene der Australierin Sonya Lyubein. Sie berichtete von ausschweifenden erotischen Kontakten mit Aliens vom Saturn. Angesichts von Temperaturen um die -140 Grad Celsius auf dem Saturn kann der Sex nicht allzu heiß gewesen sein …

In den späten 1950er Jahren sorgte ein gewisser Howard Menger für Aufsehen. Seine Begegnung mit der angeblich außerirdischen Marla führte sogar vor den Traualtar. Später verblüffte Marla ihren Gatten mit dem literarischen Geständnis, wonach dieser ebenfalls ein Außerirdischer vom Saturn sei.

Schwängerung einer Alien-Frau

Die wahrscheinlich berühmteste Geschichte der Neuzeit rund um Sex zwischen einem Menschen und einem Alien trugt sich 1957 in Brasilien zu. Der damals 23jährige Bauer Antonio Villas Boas bemerkte beim Bestellen des Feldes ein UFO, das in seiner Nähe landete. Vier kleine graue Wesen entstiegen dem Gefährt und zerrten Boas in ihren Flugkörper. Nachdem man ihn einigen Tests unterzogen hatte, betrat eine bildschöne Frau den Raum, in welchem sich der Mann befand.

Sie musste den verblüfften Boas nicht lange um Sex bitten. Nach dem Geschlechtsakt deutete sie auf ihren Bauch und sodann gen Himmel. Die Implikation war klar: Boas war Mittel zum Zweck der Schwängerung einer Alien-Frau. Bis heute stellt der Fall nicht nur aus diesem Grund eine Ausnahme in der UFO-Forschung dar. Interessant ist nämlich zudem folgender Aspekt: Boas erklärte, er habe versucht, eine an Bord des Raumschiffs befindliche Uhr als Beweisstück mitzunehmen. Dies sei ihm jedoch nicht gelungen, was eindrücklich auf einen (lebhaften) Traum hindeuten könnte.

Die sexuellen Aspekte von Entführungen durch Außerirdische

In den letzten Jahrzehnten haben sich die Begegnungen mit Außerirdischen grundlegend verändert. Bis in die 1970er Jahre hinein ähnelten sich kaum zwei Berichte, wurde von grünhäutigen Zwergen ebenso berichtet, wie von roboterhaft agierenden Riesen. Diese einstige Palette an unterschiedlichen Typen von Aliens ist beinahe gänzlich verschwunden. Die „Grauen“ – kleine Wesen mit überproportional großen Köpfen und Augen – haben sich offenbar global als Erscheinungsform dieser mysteriösen Wesen durchgesetzt.

Auch die sexuellen Aspekte haben sich in Bezug auf Entführungen durch Außerirdische geändert. Abgesehen von kaum ernst zu nehmenden Geschichten in der Regenbogenpresse lässt sich die Veränderung des Verhältnisses zwischen Entführten und Entführern beobachten. Direkter Körperkontakt wird seitens der Aliens betulich vermieden. Die Entnahme von Sperma oder Eizellen ebenso kühl und sachlich wie die künstliche Befruchtung von Frauen.

Gerade bei Frauen können solche Erlebnisse – die Frage der „Realität“ sei hierbei ausgeklammert – traumatische Folgen nach sich ziehen. Weltweit berichteten zahlreiche Betroffene, sie seien während einer Schwangerschaft von Aliens entführt worden. Diese hätten ihren Fötus entnommen und in Absenz der Mutter aufgezogen. Den Frauen wurde von Ärzten später mitgeteilt, sie hätten eine Scheinschwangerschaft durchlebt.

Züchtung einer Hybrid-Rasse?

Über die Zwecke dieses Verhaltens wird seit jeher spekuliert: Züchten Aliens eine Hybrid-Rasse? Handelt es sich um makabre medizinische Versuche? Stehen die Entführer vor dem Aussterben ihrer Rasse und benötigen neue „Wirtskörper“? Abseits der Spekulationen muss natürlich festgehalten werden, dass eine erfolgreiche Paarung zwischen Menschen und Wesen einer anderen Welt so gut wie ausgeschlossen werden kann. Die biologischen Gesetzmäßigkeiten sprechen ganz klar dagegen, weshalb Berichte über Hybrid-Rassen mit großer Skepsis betrachtet werden sollten.

Sex mit Engeln und Dämonen

Erfolgversprechender scheint die Suche nach psychologischen Antworten auf die rätselhaften Begegnungen zu sein. Historisch betrachtet ist Geschlechtsverkehr mit außerirdischen Intelligenzen alter Kaffee. Bereits die Bibel berichtet sehr eindeutig von Sex mit Engeln. Männliche Engel begatteten die Töchter der Menschen, was oftmals zu Nachwuchs geführt haben soll. Dies beschwor den Zorn Gottes herauf, der die Erde mit Hilfe der Sintflut von eben diesem Nachwuchs reinigen sollte.

Auch die Hexenverfolgungen weisen verblüffende Ähnlichkeiten mit außerirdischen Kontakten der erotischen Art auf. Des Nachts sollen Frauen und Männer von Dämonen oder Satan persönlich zum unheiligen Geschlechtsverkehr verführt worden sein. Als Beweis für den Sex mit Dämonen galten „Teufelszeichen“. Das konnten Muttermale, aber auch Narben sein. Besonders Narben werden in der Neuzeit wiederum als Hinweise auf Entführungen durch Außerirdische angeführt.

Reale Erlebnisse oder nur Illusion?

Exakt an diesem Punkt schließt sich der Kreis: Die Engeln, Dämonen, Kobolde oder Zwerge früherer Jahrhunderte wurden offensichtlich durch Außerirdische ersetzt. Ein vom Himmel herabgestiegener Engel unterscheidet sich prinzipiell nicht von einem Alien, der in einem Raumschiff von einem anderen Planeten zur Erde gelangte. Träume und Wünsche waren immer schon zu einen Gros von erotischen Phantasien durchtränkt, weshalb der Schluss nahe liegt, dass es sich beim Sex mit Außerirdischen um subjektiv „echte“ Erlebnisse handeln könnte, denen jedoch keinerlei reale Basis zugrunde liegt.

Vielleicht wird die Frage der Realität aber auch schlichtweg überbewertet. Heutzutage wird niemand mehr wegen angeblichen Geschlechtsverkehrs mit Dämonen öffentlich hingerichtet, und im Falle eines Antonio Villas Boas wurde das Geschehen als äußerst erfreulich erlebt.

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