Wanderberge München, Chiemgau – Hochgern

Panoramablick Chiemsee, Wilder Kaiser, Watzmann, Loferer Steinberge. Eine abwechslungsreiche Rundtour in den Chiemgauer Alpen mit bequemen Wanderwegen und Almstraßen. Fantastische Ausblicke vom Chiemsee bis zum Watzmann und Wilden Kaiser.

Die leichte Bergwanderung auf den viel besuchten Aussichtsberg der Chiemgauer Alpen ist auch ideal für den Foto- und Blumenfreund. Viele Motive locken den Fotografierenden und deshalb sollte man diese Tour morgens nicht zu spät beginnen. Der beschriebene Rückweg lockt auch im Winter für einen Ausflug auf den Hochgern. Für Freunde der klassischen Musik ist es interessant zu wissen, dass in Marquartstein der Komponist Richard Strauß des Öfteren in dieser heiteren Landschaft Erholung suchte und komponierte.

Anfahrt aus Richtung München, Salzburg, Tirol nach Marquartstein

Aus Richtung München kommend fährt man von der Autobahn ab bei der Abfahrt Bernau. Der aus der Richtung Salzburg anreisende Wanderfreund verlässt die Autobahn bereits bei der Abfahrt Grabenstätt. Aus Tirol kann man auch über Kössen entlang der Tiroler Ache anreisen. Für alle Wanderer ist der Beginn der Wandertour der Ort Marquartstein, Parkplatz Grenzmühle (620 Meter).

Grenzmühle – Schnappenkirche

Empfohlen wird der etwas steilere Anstieg in Richtung Schnappenkirche – markiert mit 231. Bergan in den Wald hinein, zweigt der bequeme Wanderweg bald links von der Almstraße ab – markiert mit 232. Dieser Weg ist der Rückweg der Wandertour. Im Schatten des Waldes steigt der Weg gleichmäßig an, ohne den Wanderer anzustrengen. Ab und zu lohnt sich der Blick nach links in die Landschaft. Ein ebenmäßiger Berg fällt ins Auge, es ist der Geigelstein (Bild 2). Bei einer Höhe von 1.100 Metern wird die Schnappenkirche nach eineinviertel Stunden erreicht.

Staudacheralm – Hochgern

Der Weg 231 führt als Pfad rechts weiter am Hang des Schnappenberges in Richtung Staudacheralm. Über der Kirche schweift der Blick zum Abschied über beinahe den gesamten Chiemsee. Dem Wanderpfad entlang geht es leicht bergan an der 1.150 Meter liegenden Staudacheralm vorbei. Rechts recken sich Felswände empor. Kurz nach der Alm – nach knapp zwei Stunden Gehzeit – zweigt der Aufstiegspfad (Markierung 5) in Serpentinen hoch zum Hochgernplateau. Hier lässt eine Brotzeit Vorfreude auf diesen Aufstieg hochkommen. Endlich 75 Minuten Bergwandern am Berg. Dann mündet der Pfad in den Hauptweg 232 ein (Bild 1). Jetzt geht es wieder gemächlich ansteigend auf breitem Wege dem Gipfel zu. Mitte Mai überrascht den Besucher der Almenwiesen die Pracht der vielen Blumen (Bild 3).

Der überragende Rundumblick

Immer höher führt der Weg, und bald ist die höchste Stelle erreicht. Nach vier Stunden, neun Kilometern per Pedes und 1.138 Meter über dem Parkplatz ist der Wanderer überwältigt von dem Panorama auf einer Höhe von 1.748 Metern. So kann man an manchen Tagen im Osten den Dachstein in der Steiermark mit knapp 3.000 Metern Höhe sehen. Aus dieser Richtung grüßt auch der Watzmann herüber. Der Blick nach Süden erkennt die Loferer Steinberge und den Wilden Kaiser. Und tief unter dem Gipfel liegt der Chiemsee mit seinen Inseln (Bild 4). Ganz nahe laden weitere Gipfel der Chiemgauer Alpen zu einem Besuch ein. Hier ist es gut, wenn man Reservezeit eingeplant hat. Denn nach dem Picknick will man immer wieder den Blick auf neue Landschaften der Alpenwelt werfen. Da ist eine Stunde Rast im Nu vorbei.

Hochgernhaus – Agergschwendalm – Grenzmühle

Auf dem Rückweg bleibt man bis zum Parkplatz auf dem markierten Weg 232. Am Hochplateau wird zum Abschied nochmals der Gipfel des Hochgerns betrachtet (Bild 5). Nach 40 Minuten Gehzeit vom Gipfel ist das Hochgernhaus erreicht. Das Haus lädt den müden oder durstigen Wanderer zum Rasten ein. Hier wird man mit einem herrlichen Ausblick nach Süd und West in die Bergwelt belohnt. Auf der Almstraße wandert es sich angenehm nach der langen Wanderung. Weitere 40 Minuten sind es noch bis zur Agergschwendalm auf 1.040 Metern. Über zwei Abkürzungen kann der Wanderer die Streckenlänge verringern. So erreicht er nach acht Kilometern und knapp zweieinhalb Stunden vom Gipfel den Parkplatz. Der Hochgern wird ihm sicher als einer der schönsten Wander- und Aussichtsberge in Erinnerung bleiben.

Weitere Toureninformationen

  • Weglänge = 17 km
  • Höhendifferenz = 1.178 Meter
  • tiefster Punkt = 620 Meter
  • höchster Punkt = 1.748 Meter
  • Gehzeit = knapp 6,5 Stunden
  • Gesamtzeit = zehn Stunden (empfohlen)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.