Wanderung von Hasel nach Adelhausen

Unterwegs im Dreiländereck – Quer über den Dinkelberg. Vom Tropfsteinhöhlenort Hasel geht es quer über den Dinkelberg am Eichener See vorbei, zur Hohe Flum mit dem Aussichtsturm, bis ins Dinkelbergdorf Adelhausen.

Startpunkt der Wanderung ist der Dorfplatz des Dinkelbergdorfs Hasel im südbadischen Dreiländereck. Der Ort ist für seine Erdmannshöhle bekannt, die eine Länge von insgesamt zwei Kilometern hat. Am Dorfplatz kann man die Besonderheit einer natürlichen Bachkreuzung sehen: Dort wird das oberirdische Flüsschen Hasel ein Stockwerk tiefer von dem Höhlenbach unterquert, der von da aus zur Tropfsteinhöhle fließt. Es geht nun die Hauptstraße hoch bis zur Einmündung Schweigmattweg. Ab jetzt folgt man immer der roten Raute, dem Wegzeichen des Schwarzwaldvereins für den Westweg, in Richtung Hohe Flum. Der Weg führt nun zu einer Treppe über die Bundesstraße und auf dem Seehölzleweg in den Tann hinein. Unterwegs erinnert ein Grenzstein von 1664 daran, dass hier einst Vorderösterreich, mit dem Wappen rot-weiß-rot, und die Markgrafschaft Baden, gelb–rot-gelb, zusammen getroffen sind. Das grün-weiß-grüne Wappen steht für die Gemeinde Hasel.

Die Wanderung führt vorbei am »Eichener See«

»Im Seehölzle« auf 467 Metern Höhe kann man einen Abstecher (500 Meter) zum »Eichener See« unternehmen, der eigentlich gar keiner ist: Nur zuzeiten, in niederschlagsreichen Jahren, füllt sich die dortige Muschelkalk-Doline mit Wasser und bildet dann einen See von bis zu 5.000 Kubikmetern Volumen. Immer noch ungeklärt ist, wie die unterirdischen Zu- und Abflüsse funktionieren und wo die im Wasser plötzlich auftauchenden urtümlichen Kleinkrebse herkommen.

Der Wanderweg führt weiter in Richtung »Johannishütte.« Man kreuzt jetzt des Öfteren den Dinkelberg-Höhen-Radwanderweg, der zwischen Lörrach und dem Wiesentalort Hausen verläuft. Der Pfad steigt nun an, und die Johannishütte befindet sich bereits auf 492 Metern. Leider ist diese unzugänglich, aber ein Stück weiter, am Ende des Waldes, kommt man zu einer Feuerstelle mit Tisch und Bänken. Nachdem die Straße nach Nordschwaben überquert ist, geht es jetzt direkt zur Hohe Flum, mit 535 Metern dem höchsten Punkt des Dinkelbergs.

Rast auf der Sonnenterrasse des Berghotels Hohe Flum

Von dem speziell für die schöne Aussicht erbauten Turm hat man einen Rundumblick vom Rheintal und dem Schweizer Jura über das Wiesental mit den Schwarzwaldbergen, bis hin zu den Vogesen. Bei schönem Wetter sind sogar die Alpen des Berner Oberlandes zu sehen. Auf der Sonnenterrasse des Berghotels kann man sich jetzt ruhig eine längere Rast gönnen, denn der Hauptteil der Strecke ist geschafft. Anschließend geht es zum Endspurt Richtung Adelhausen. Beim Schild »Auf den Heidengräbern« trennt sich der alte Westweg von einer neuen Route. Die Wanderung soll aber dem alten Weg folgen, so dass man nunmehr immer geradeaus der gelben Raute folgt. Nach einer halben Stunde ist das Dinkelbergdorf Adelhausen erreicht. Für die 16 Kilometer lange Wanderung braucht man um die viereinhalb Stunden. Eine schöne Anschlusstour wäre die Wanderung von hier aus zur Sankt Chrischona.



Anfahrt: S-Bahn Basel-Zell bis Schopfheim – umsteigen auf Buslinie 7335 bisHaltestelle »Hasel Dorfplatz« – Rückfahrt: Adelhausen, Buslinie 7302 oder 7307 »Haltestelle Dinkelberger Hof« zum Busbahnhof Schopfheim – von dort Möglichkeit auf die S-Bahn Zell-Basel umzusteigen

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