Wie beginnt Animal Hoarding

Animal Hoarding – Die Sucht Tiere zu sammeln. Bei einem Animal Hoarder fehlt die Einsicht für sein Fehlverhalten. Am Animal Hoarding-Syndrom Erkrankte sammeln meistens Katzen, Hunde, Vögel oder Pferde. Die Tierhalter werden in 4 verschiedene Haupttypen von Animal Hoardern unterteilt.

Die betroffenen Tierhalter nehmen weitaus mehr Tiere auf, als sie normalerweise versorgen können. Miserable Haltungsbedingungen und ein schlechter Ernährungszustand sind die Folge. Das allmähliche Verwahrlosen führt zur passiven Tierquälerei. Manche Tiere sterben an nicht behandelten Wunden oder Krankheiten oder sie erleiden den Hungertod. Bei den betroffenen Besitzern handelt es sich meistens um Frauen über 50, die oft alleine leben. Sie sehen ihr Fehlverhalten keineswegs ein, denn sie halten sich für engagierte Tierschützer, die aus Liebe zu ihren Tieren alles tun.

Bei den Animal Hoardern gibt es 4 unterschiedliche Haupttypen:

Animal Hoarder: Der Pflegetyp

Der häufig vorkommende Pflegetyp kümmert sich am Anfang intensiv und liebevoll um die Tiere, an denen er sehr stark hängt. Sie bedeuten ihm alles. Meistens vermehrt sich der Bestand, da keine Trennung nach Geschlechtern stattfindet. Schließlich schafft es der Mensch nicht mehr, alle Tiere ausreichend zu versorgen. Er schließt vor dem Problem gern die Augen, nur in wenigen Fällen zeigt er eine gewisse Einsicht. Der Pfleger hat häufig kaum soziale Kontakte.

Animal Hoarder: Der Rettertyp

Wie die Bezeichnung schon sagt, sieht dieser Typ die Rettung von Tieren als sein Schicksal an. Es heißt, er lehnt es durch die eigene Angst vor dem Tod ab, unheilbar kranke und extrem stark leidende Tiere von ihren Qualen zu erlösen. Der kranke Halter ist davon überzeugt, dass es die aktiv gesammelten Tiere nur bei ihm gut haben. Er ist nicht in der Lage seine eigenen Fehler einzusehen. Behörden werden nicht als Autorität betrachtet und deshalb wird den Anweisungen der Veterinärämter grundsätzlich nicht Folge geleistet. Der Retter kann durchaus viele Sozialkontakte haben und ein normales Leben führen. Man findet diesen Typen auch unter wohlhabenden Geschäftsleuten.

Animal Hoarder: Der Züchtertyp

Beim krankhaften Züchtertyp steht zwar der weitere Verkauf der gezüchteten Tiere im Vordergrund, allerdings hat der Halter sehr schnell bei der Vermehrung seines Bestandes den Überblick verloren. Die Tiere werden in der Regel nicht nach Geschlechtern getrennt, das hat eine unkontrollierte Zucht zur Folge.

Animal Hoarder: Der Ausbeutertyp

Dieser Typ betreibt das extreme Sammeln von Tieren nur aus eigennützigen Zwecken. Er ist egozentrisch und tritt äußerst selbstbewusst auf. Der Ausbeutertyp ist hervorragend in der Lage, die Behörden zu täuschen und Auflagen zu umgehen. Aber auch dieser aktive Sammler besitzt nicht die Fähigkeit zur Einsicht in die auftretende Problematik.

Überforderte Behörden beim Animal Hoarding

Es reicht nicht aus, den Betroffenen die Tiere einfach wegzunehmen. Nach der Beschlagnahmung wechseln sie ihren Wohnsitz und fangen erneut mit dem Sammeln an. Die zuständigen Behörden, die oft durch die Anzeigen von Nachbarn auf verdreckte, überfüllte und stinkende Haltungen aufmerksam gemacht werden, sind in den meisten Fällen überfordert, wenn es um den Halter selbst geht. Er ignoriert in der Regel alle Auflagen der Ämter und Bußgelder zeigen sich als ebenso wirkungslos.

Die Psyche ist beim Animal Hoarder gestört

Die Tierhalter von ihrem zwanghaften Handeln zu heilen ist ohne therapeutische Behandlung von professioneller Hand aussichtslos. In den USA wird die Sammelwut als Krankheit anerkannt, der eine psychische Störung zugrunde liegt. Wenn eine entsprechende Therapie nicht ausreicht um einen Animal Hoarder wirklich zu heilen, dann ist ein lebenslanges, konsequent überwachtes Haltungsverbot unumgänglich. Dass die Ursachen des Animal Hoarding etwas mit der gesellschaftlichen Entwicklung zu tun haben könnten, ist nicht ganz von der Hand zu weisen, denn die Vereinsamung von Menschen, die sich dann an ihre Tiere klammern, nimmt stetig zu.

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