Wie der Alkoholmissbrauch das Leben verändern kann?

Soziale Folgen vom Alkoholismus

Der dauerhafte Konsum von Alkohol gefährdet nicht nur die Gesundheit, sondern führt auch ins soziale Abseits.

Alkoholmissbrauch schädigt nicht nur nachhaltig die Gesundheit, sondern hat auch große Veränderungen im sozialen Umfeld zur Folge. Ein Grund dafür ist, dass angetrunkene Menschen sich oftmals merkwürdig verhalten. Das hat zur Folge, dass sich Freunde, Bekannte und schließlich auch die eigenen Familie von dem Alkoholiker distanziert. Der Alkoholiker selbst schafft es in den meisten Fällen nicht, aus diesem Teufelskreis auszubrechen. Alkoholismus wird ja häufig als Makel und vor allem als persönliche Schwäche angesehen. Es ist dem Alkoholiker in der Regel peinlich über seine Sucht zu sprechen. Deshalb versucht er es möglichst lange zu vertuschen. Dadurch verschlimmert sich allerding die soziale Isolation noch mehr. Meistens muss erst etwas Gravierendes passieren, wie beispielsweise der Verlust des Arbeitsplatzes oder der Entzug des Führerscheins, damit der Alkoholiker einsieht, etwas in seinem Leben ändern zu müssen. Noch schlimmer ist die Situation im fortgeschrittenen Stadium des Alkoholismus. Dann interessiert dem Betroffenen auch nicht mehr, dass er arbeitslos wird oder ähnliches.

Alkoholismus und Partnerschaft

Eine Partnerschaft belastet eine Alkoholkrankheit natürlich auch. Der Partnerin bzw. dem Partner ist es peinlich mit einem Alkoholiker irgendwo hin zu gehen. Da ist im Hintergrund ständig die Angst, dass der Alkoholiker, nachdem er ein paar Bier getrunken hat, unhöflich, beleidigend oder im Extremfall sogar aggressiv werden könnte. Aus diesem Grund trauen sich Ehepaare, bei denen einer Alkoholiker ist, kaum noch aus dem Haus. Für den Ehepartner ist es ebenfalls schwierig, mit den noch verbliebenen Freunden oder mit Verwandten über die Probleme zu sprechen. Anstatt sich um Hilfe zu bemühen, wird meistens alles verschwiegen. Der Partner kann einen Alkoholiker aber auch nicht so ohne weiteres verlassen. Meistens spielt da das Mitleid mit dem Kranken eine große Rolle. Oftmals macht sich aber der Ehepartner selbst Vorwürfe, ob er vielleicht die Sucht mit zu verantworten hat. In den meisten Fällen hält eine Partnerschaft eine solch starke Belastung nicht stand. Besonders schlimm ist die Situation, wenn der Alkoholiker aggressiv und gewalttätig wird. Nach einer zerbrochenen Partnerschaft hat der Alkoholiker aber überhaupt keine Perspektive mehr. Dadurch sackt er immer tiefer ins soziale Abseits.

Auswege aus dem Teufelskreis

Dieser Teufelskreis kann nur durchbrochen werden, wenn der Alkoholiker einsieht, etwas verändern zu müssen. Inzwischen gibt es sehr gute Therapiemöglichkeiten. Die Therapie ist in der Regel eine Kombination aus medizinischer und psychologischer Behandlung. Alkoholismus ist nämlich nicht nur eine charakterliche Schwäche, wie eine weit verbreitete Meinung ist, sondern eine Krankheit, die auch eine Ursache hat. Bei der psychologischen Therapie wird diese Ursache heraus geforscht. Oftmals liegt die Ursache schon lange zurück und beruht auf einem Erlebnis in der Kindheit. Sehr wichtig für eine erfolgreiche Therapie ist die Unterstützung des Kranken durch den Partner oder die Familie. Nach der Therapie muss der Betroffenen aber auch bereit sein, einige Dinge in seinem Leben zu ändern. Nur so gelingt es, dauerhaft von der Sucht geheilt zu werden.

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