Wie erkennt man Leberzirrhose

Eine Leberzirrhose verläuft über lang. e Zeit weitgehend symptomlosZu den häufigsten Ursachen einer Leberzirrhose gehört der übermäßige Genuss von Alkohol. Die Auswirkungen zeigen sich in der Regel erst Jahre später.

Eine Leberzirrhose entwickelt sich sehr langsam. Dementsprechend werden die im Anfangsstadium auftretenden allgemeinen Beschwerden wie Müdigkeit, Übelkeit oder Gewichtsverlust kaum mit der Leber in Verbindung gebracht.

Lage und Funktion der Leber

Die Leber befindet sich im rechten Oberbauch und erfüllt wichtige Stoffwechselaufgaben. So bildet sie die für die Fettverdauung notwendigen Gallensäuren und ist für die Entgiftung, zum Beispiel von Medikamenten, aber auch körpereigenen Stoffwechselprodukten, zuständig. Die Leber dient als Speicher von Eisen, Zucker oder Vitaminen, und baut verschiedene Stoffe auf oder ab. Darüber hinaus spielt die Leber eine wesentliche Rolle beim Blutabbau, bei der Blutgerinnung und der Immunabwehr.

Worum geht es bei der Leberzirrhose?

Bei der Leberzirrhose, im Volksmund Schrumpfleber genannt, sterben Leberzellen ab und werden durch funktionsuntüchtiges Bindegewebe ersetzt. In der Folge kann die Leber ihren Aufgaben nicht mehr nachkommen. Sie verhärtet, verändert sich knotig und schrumpft letztendlich. Das zerstörte Gewebe ist nicht reparabel. Diesem Prozess geht allerdings eine über lange Zeit, über Jahre oder Jahrzehnte, andauernde Schädigung der Leber mit der Entstehung von Narben voraus – in diesem Stadium handelt es sich um eine Leberfibrose.

Ursachen der Leberzirrhose

Eine Leberzirrhose kann verschiedene Ursachen haben, der Missbrauch von Alkohol macht jedoch die Hauptursache (60 Prozent) aus. Lebererkrankungen beziehungsweise Entzündungen wie Hepatitis B oder C können das Organ ebenfalls über lange Zeit schädigen, Leberzellen zerstören und zu einer Zirrhose führen. Außerdem können Viren, Gifte, Infektionen, Medikamente oder Stoffwechselerkrankungen wie Mukoviszidose eine Leberzirrhose nach sich ziehen.

Symptome der Leberzirrhose

Zu Beginn macht eine Leberzirrhose fast keine Symptome. Nicht selten finden sich bei Routineuntersuchungen auffällige Leberwerte. Daneben können Allgemeinbeschwerden wie Müdigkeit, Leistungsminderung, Druckgefühl im rechten Oberbauch, Völlegefühl, Übelkeit, Blähungen oder Gewichtsverlust vorhanden sein. Sobald die Schädigung des Lebergewebes zunimmt und das Organ in seiner Funktion beeinträchtigt ist, zeigen sich zuordenbare Symptome. Dazu gehören Juckreiz, Weißnägel, Mundwinkelrhagaden (Entzündung der Mundwinkel), Lackzunge, Lacklippen, spinnenförmige Gefäßveränderungen (Spider naevi) – vor allem im Gesichts- und Oberkörperbereich, verdickte Sehnen der Handinnenflächen (Dupuytren-Kontraktur) oder fleckige Rötungen der Handinnenflächen (Palmarerythem). Bei Männern kann es zum Haarverlust im Bauchbereich (Bauchglatze) kommen, zu Potenzstörungen und zur Vergrößerung der Brustdrüsen. Frauen neigen zu Menstruationsstörungen. Im weiteren Verlauf wird eine gelbliche Verfärbung der Haut (Ikterus) sichtbar, Betroffene werden kurzatmig, bluten aus der Nase und lagern Wasser in Bauch (Aszites) und Gewebe (Ödeme) ein. Ferner können sich Konzentrations- und Hirnleistungsstörungen einstellen.

Diagnose und Behandlung der Leberzirrhose

Bei einer Leberzirrhose sind eine verhärtete Leber und eine vergrößerte Milz tastbar. Zudem können CT, Blut- und Ultraschalluntersuchungen Aufschluss geben. Zu den möglichen Komplikationen einer Leberzirrhose zählen Krampfadern in Speiseröhre oder Magen, hier werden Magenspiegelungen vorgenommen. Die Behandlung der Leberzirrhose richtet sich nach der Grunderkrankung. Ein Alkoholverzicht ist obligat. Da bereits zerstörtes Lebergewebe nicht reparabel ist, gibt es keine spezielle Behandlung der Zirrhose. Mitunter ist eine Lebertransplantation unumgänglich.

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