wie funktioniert Anti-Panik-Einsteckschloss

Ein Anti-Panik-Einsteckschloss ist  eine selbstverriegelnde Schlossvariante. Es lässt  sich im Gefahrenfall von einer Seite zu jeder Zeit öffnen, fungiert jedoch gleichzeitig als herkömmliches, sicheres Verschlusssystem von außen.

Das Anti-Panik-Einsteckschloss wird der Produktgruppe der Panikschlösser zugeordnet. Anti-Panik-Einsteckschlösser sind häufig Bestandteil eines ganzen Fluchttürensystems in öffentlich zugänglichen Gebäuden wie Krankenhäusern, Pflegeheimen, Ladengeschäftspassagen oder Bürokomplexen. Damit kann man den Durchgangsverkehr durch Gebäudeteile gut regeln und auch mit den Geschäftszeiten bzw. Zutrittszeiten in Einklang bringen. Bei herkömmlichen Schlosssystemen ist das mit wedentlich höherem Aufwand verbunden. Anti-Panik-Einsteckschlösser werden aber auch in Privathäusern immer häufiger eingesetzt.

Durch die Möglichkeit der einseitigen Notfallöffnung werden diese Systeme auch in medizinischen Einsatzwagen verbaut. Diese müssen im Notfall jederzeit zu öffnen sein, auch wenn der passende Schlüssel einmal nicht zur Verfügung stehen sollte. Hierbei werden jedoch selbstverständlich auch Generalschließsysteme installiert, welche außerhalb der Dienstzeit eine entsprechende Absicherung des Gefährts gewährleisten.

Funktionsweise

Anti-Panik-Einsteckschlösser verschließen Türen selbstständig vor dem Zugriff von außen, sobald diese zufallen. Sollte jedoch ein Notfall auftreten, kann die Sperrung der jeweiligen Tür durch Betätigen des Türgriffes oder auch Drückers von einer Seite wieder außer Kraft gesetzt werden. Von außen kann diese Schlossvariante ist wie ein normales Schloss durch den zugehörigen Schlüssel geöffnet werden.
Ein solches System ist mit verschiedenen Öffnungsmechanismen kombinierbar. Neben der herkömmlichen Schlüssel- Schließzylinder Kombination besteht ebenfalls die Möglichkeit, Schlüsselkarten und andere Codesystem zu installieren. Somit ist auch eine elektrische Kontrolle des Türschließsystems zu realisieren.

Variationen und Bauformen

Herkömmlich ist es der Fall, dass sobald ein Panikschloss betätigt wird, der zugehörige Riegel mithilfe eines Schlüssels wieder entriegelt werden muss. Eine abgewandelte Variante hiervon stellt das selbstverriegelnde Panikschloss dar. Diese besondere Anti-Panik-Einsteckschloss Form ermöglicht durch die Betätigung des Drückers nicht nur das Einziehen des Riegels und der Falle, sondern spannt gleichzeitig auch eine integrierte Selbstverriegelungsmechanik vor. Durch ein erneutes Verschließen der Tür rastet das Anti-Panik-Einsteckschloss mit dessen Riegel wieder vollständig in die Falle ein.

Neben dieser vollständig mechanischen Variante, existiert auch eine elektronische Bauform, welche bei Bedarf von einer Steuerungszentrale oder direkt vor Ort aktiviert werden kann. Diese verfügt über einen integrierten Steuerungsmotor. Diese Systeme können neben einer elektronisch und manuellen auch über ein Zeitsteuerung kontrolliert werden. Auf diese Weise wird speziell in Geschäftshäusern und öffentlichen Einrichtungen die Absicherung von außen bei gleichzeitiger Sicherstellung des Fluchtweges vorgenommen.

Generell gilt, dass alle auf dem deutschen Markt angebotenen Anti-Panik-Schließsysteme den offiziellen Bauvorschriften genügen müssen. Dennoch existieren freilich qualitative Unterschiede, welche sich je nach Sicherheitsstufe und Materialzusammensetzung eines entsprechenden Systems ergeben.

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