Wie funktioniert die Handyortung?

Wer ein Handy orten möchte, benötigt zunächst die Zustimmung der Zielperson. So funktioniert die Handyortung. Wie lässt sich ein Handy orten? Sie glauben, Handyortung gibt es nur in Krimis oder bei der Polizei? Keinesfalls, im Internet finden sich heute zahlreiche Anbieter, welche die Handy Ortung auch für Privatpersonen anbieten. Teilweise ist das Orten des Handys sogar kostenlos. Wer wissen möchte, ob der Partner tatsächlich auf Geschäftsreise ist oder solche Dienste benutzen möchte, um anderen Menschen hinterher zu spionieren, sollte jedoch vorsichtig sein. Denn die Handyortung ist Privatpersonen nur dann erlaubt, wenn das Opfer vorher zugestimmt hat. Heimliche Handyortung ist also strafbar.

Technisch betrachtet ist die Handyortung ein Kinderspiel

Die Handyortung ist tatsächlich keine komplizierte Sache. Die Standortbestimmung ist mithilfe der Netzbetreiber (GSM-Ortung genannt) problemlos möglich. Das Mobilfunknetz ist in zahlreiche Mobilfunkzellen aufgeteilt. Eine Mobilfunkzelle ist der Bereich, den ein Sendemast abdeckt. Jedes Mal, wenn wir uns mit dem Handy in eine neue Mobilfunkzelle bewegen, sendet dieses ein Signal an den Sendemast. Der Netzbetreiber kann also jederzeit einsehen, in welcher Mobilfunkzelle sich ein Handy augenblicklich befindet. Je nach Größe der einzelnen Zelle, ist die Ortung des Handys auf diese Weise natürlich nur mehr oder weniger genau. In Ballungsräumen, also zum Beispiel in Großstädten, beträgt der Radius einer Mobilfunkzelle nur ca. 300 m. Hier ist die Handyortung also relativ genau. Auf dem Land ist es schon schwieriger, den Standort eines Handys zu bestimmen, denn hier liegen zwischen den einzelnen Mobilfunkmasten oft mehrere Kilometer.

Neben der Ortung des Handys über die Mobilfunkzellen gibt es weitere Methoden, die sehr viel genauer sind. Die Ortung per Satellit mit GPS ermöglicht eine sehr viel genauere Lokalisierung. Bei den kostenlosen Ortungsangeboten im Internet handelt es sich jedoch normalerweise um die Ortung per Mobilfunkzelle.

Wie sich die Anbieter der Handyortung vor Missbrauch schützen

Oft wird im Internet damit geworben, dass man mittels Handyortung jederzeit sehen könne, wo sich der Freund oder die Freundin befindet und problemlos Personen über die Handynummer ausspioniert werden könnten. So einfach ist die Sache jedoch nicht. Die im Internet frei zugänglichen Ortungsdienste sichern sich ab, um Missbrauch vorzubeugen. Sie senden zunächst eine SMS über den Netzbetreiber an die Zielperson. Nur wenn diese zustimmt, darf die Handyortung erfolgen.

Mittlerweile hat der Gesetzgeber die Regelung für die Handyortung sogar noch verschärft. Da eine SMS theoretisch von jeder beliebigen Person (zum Beispiel wenn das Handy unbewacht ist) versendet werden kann, ist heute für die Handyortung von Privatpersonen eine schriftliche Einverständniserklärung des Opfers notwendig. Dies kann alternativ auch durch die Bestätigung eines Codes per SMS erfolgen.

 

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