Wie funktioniert eine Taucheruhr

Spezial-Armbanduhren für Taucher. Spezielle Taucheruhren müssen unter extremen Umweltbedingungen funktionieren. Die ersten geprüft wasserdichten Uhren stammten von Rolex und Omega.

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts machte die Technik des Anzugtauchens eine rasante Entwicklung durch. Zunächst ging nichts ohne Helmtauchanzug. Taucherflossen und Neopren gibt es erst seit der 30er Jahren. In den 40er Jahren entwickelte Cousteau den ersten Lungenautomaten. Damit konnte sich schließlich das Gerätetauchen als beliebte Sportart durchsetzten. Die Einhaltung von Tauchzeit und Dekompressionszeiten beim Auftauchen ist für Taucher lebenswichtig. Heute wird zwar grundsätzlich ein Tauchcomputer mitgeführt, die klassische Taucheruhr ist aber oft immer noch zur Sicherheit dabei. Besonders mechanische Taucheruhren sind Statussymbol und Liebhaberstücke für Sammler.

Funktion und Ausstattung einer Taucheruhr

Für Schwimmer oder Schnorchler reicht in der Regel eine normale, wasserdichte Armbanduhr. Eine Taucheruhr muss dagegen bei hohem Umgebungsdruck in der entsprechenden Tauchtiefe wasserdicht bleiben. Eine ausgesprochene Taucheruhr ist auch gegen Erschütterungen und Temperaturstürze gesichert. Sie soll schließlich auch den Sprung ins kalte Wasser sicher überleben. Beim Erreichen größerer Tiefe nimmt das Umgebungslicht schnell ab. Daher werden Taucheruhren mit einfach abzulesenden Zifferblättern und extra großen nachtleuchtenden Anzeigeelementen ausgestattet. Die drehbare Lünette der Uhr wird auf den Startzeitpunkt des Tauchganges eingestellt. Die Tauchzeit in Minuten kann dann direkt abgelesen werden. Das Uhrenarmband sollte sich leicht auf einen größeren Umfang einstellen lassen, da sie über dem Neoprenanzug getragen wird.

Klassiker und moderne Superlative: die Tauchuhren von Rolex

Die erste garantiert wasserdichte Armbanduhr überhaupt war die „Oyster“ von Rolex aus dem Jahr 1926. Diese Uhr wurde 1927 spektakulär und mit Öffentlichkeitswirkung beim Durchschwimmen des Ärmelkanals getestet. Seit 1953 gibt es die Serie „Submariner“ von Rolex, damals bis zu 100 m Tiefe wasserdicht. Heute garantieren die Submariner-Modelle eine Wasserdichtigkeit bis 300 m Tauchtiefe. Höchstleistung bietet die aktuelle Rolex „Deepsea“. Ihr sogenanntes Ringlock-System aus drei ineinandergreifenden Gehäusekomponenten soll Wasserdichtigkeit bis zu 3900 m Tiefe gewährleisten.

Ein weiterer Klassiker: die „Marine“ von Omega

Zu den Pionieren im Bereich der Armbanduhren für Taucher gehört auch die Firma Omega. Bereits seit den 1930er Jahren entwickelt der Schweizer Hersteller Taucheruhren. Das erste Modell „Marine“ von 1932 war bis 135 m Tiefe auf Wasserdichtigkeit geprüft. Die aktuelle Seamaster-Serie bietet auch Taucheruhren mit Profiausstattung, zum Beispiel die Ploprof 1200M mit Heliumventil und Wasserdichtigkeit bis 1200 m.

Moderne Taucheruhren mit besonderer Ausstattung von Seiko, Sinn und Tissot

Seit dem Boom der Sport- und Freizeittaucherei ist auch das Angebot an Armbanduhren stark gewachsen. Beispielhaft sollen hier nur einige Modelle aufgeführt werden, die mit außergewöhnlichen Ausstattungs-Details auffallen. Die japanische Firma Seiko hat mit der „Kinetic Diver´s“ eine Quarzuhr für Taucher im Programm, die ohne Batterie auskommt. Die Kinetik-Technologie nutzt die Armbewegung als Energiequelle. Der deutsche Hersteller Sinn hat eine Taucheruhr aus salzwasserbeständigem U-Boot-Stahl entwickelt, das Modell „U2“. Die U2 ist bis 2000 m wasserdicht und wegen des verwendeten Spezialöles auch außergewöhnlich temperaturfest. Die „SeaTouch“ von Tissot ist zwar nur bis 100 m wasserdicht. Sie verfügt aber zusätzlich zur analogen Zeitanzeige über ein digitales Anzeigefenster. Die eigentliche Überraschung ist das berührungsempfindliche Uhrglas. Über das mit Sensoren ausgestattete Saphirglas können hier verschiedene Zusatz-Funktionen gewählt werden.

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