Wie heilerde und Zinnkraut gegen Pickel und Akne helfen

Unreine Haut ist ein Problem, das nicht nur Jugendliche betrifft. Regelmäßige Gesichtsmasken auf natürlicher Basis können schonend Abhilfe schaffen.

Mit Mitessern, Pickeln oder gar Akne haben nicht nur Teenager zu kämpfen. Auch Erwachsene leiden unter Hautunreinheiten. Statt aber gleich die Chemiekeule zu schwingen, kann man zunächst diverse Naturprodukte ausprobieren, die wesentlich schonender zur Haut sind. Heilerdemasken sind da ein probates Mittel, wenn man sie regelmäßig anwendet. Zusammen mit Zinnkraut sind solche Masken aber noch effektiver.

Wirkung von Zinnkraut

Zinnkraut, das übrigens auch Ackerschachtelhalm genannt wird, enthält große Mengen an Kieselsäure. Durch die entzündungshemmende Wirkung kann so zum Beispiel eine Teezubereitung aus Zinnkraut bei Nierenerkrankungen helfen. Zugleich ist Kieselsäure aber auch für den Aufbau von Knochen, Zähnen sowie Finger- und Fußnägel wichtig. Außerdem verbessert sie die Durchblutung und strafft somit die Haut. Wenn man Zinnkraut äußerlich anwendet, kann man von der adstringierenden Wirkung profitieren: Die Poren ziehen sich zusammen und werden kleiner.

Kombination von Heilerde und Ackerschachtelhalm

Um die Wirkung des Zinnkrauts zu verstärken, empfiehlt es sich, dessen Extrakt zusammen mit Heilerde auf unreine Haut aufzutragen, denn Heilerde beruhigt, reinigt und saugt überschüssiges Fett auf. Außerdem bildet sie die Basis für eine Gesichtsmaske.

Bevor man sich allerdings eine solche Maske anrührt, sollte man allergische Reaktionen ausschließen. Dafür trägt man abends ein wenig von der Mischung am inneren Handgelenk auf und wäscht sie nach zehn bis zwanzig Minuten gründlich mit lauwarmem Wasser ab. Sind am nächsten Morgen an dieser Stelle keine Hautirritationen zu erkennen, steht einer Anwendung von Zinnkraut in Kombination mit Heilerde nichts mehr im Weg.

Zinnkrautmaske mit Alkohol

In jeder Apotheke kann man sich problemlos Fläschchen mit Zinnkrauttropfen kaufen. Diese enthalten meistens einen hohen Anteil an Alkohol als Lösungsmittel. Deswegen empfiehlt es sich, nicht mehr als zwei Teelöffel von dieser Tinktur einer Heilerdemaske beizumischen, da vor allem empfindliche Haut sonst zu schnell austrocknen könnte.

Gezielt mit einem Wattestäbchen aufgetragen, können Zinnkrauttropfen zudem helfen, Pickel über Nacht zu bekämpfen, da der Alkohol die Entzündung reinigt und austrocknet.

Zinnkrautmaske ohne Alkohol

Wer unter extrem trockener oder sensibler Gesichtshaut leidet, sollte sich seine eigene Zinnkrautmischung herstellen. Apotheken verkaufen Ackerschachtelhalm auch als Kräutertee. Statt den Sud nur ein paar Minuten ziehen zu lassen, setzt man ihn morgens an, deckt ihn ab, um das Eindringen von Keimen zu verhindern, und siebt die Halme erst abends aus. Schon hat man ein schonendes Wasser, das man nun mit Heilerde mischen und auftragen kann.

Man kann diese selbsthergestellte Tinktur übrigens auch ohne Heilerde als Gesichtswasser verwenden. Da das Mittel allerdings nicht durch Konservierungsstoffe haltbar gemacht ist, empfiehlt es sich, ausschließlich frische Zubereitungen zu nutzen, die nicht älter als 24 Stunden sind. Ansonsten können sich Keime entwickeln, die der Haut schaden.

Häufigkeit der Anwendung

Während akuter Akneschübe oder bei vermehrter Pickelbildung empfiehlt es sich, täglich eine Maske mit Heilerde und Zinnkraut für zehn bis fünfzehn Minuten aufzutragen. Danach kann man die inzwischen fest gewordene Heilerde mit viel Wasser gründlich abspülen und seine gewohnten Pflegeprodukte verwenden. Da die Haut abends besonders aufnahmebereit ist, sollte man die Mixtur kurz vor dem Schlafengehen anwenden.

Hat man nur gelegentlich mit Pickeln und Mitessern zu kämpfen, dann reicht es, wenn man zweimal wöchentlich eine solche Maske aufträgt. Falls allerdings keine Besserung auftritt, sollte man unbedingt die Behandlung stoppen und einen Dermatologen aufsuchen. Manchmal reicht Naturkosmetik allein nicht aus, um unreine Haut erfolgreich therapieren zu können.

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