Wie Lebensmittel positiv aufeinander wirken?

Warum isst man Wurst mit Senf? Warum gehört Kümmel in Kohlgerichte? Warum ist die Mittelmeerküche zwar fett, aber trotzdem gut für die Figur?

Die Antwort: Weil manche Lebensmittel nur in Kombination ihre Wirkkraft entfalten und schädliche Einflüsse ihres Zutatenpartners eindämmen, sodass dem Körper im Idealfall nur noch die positive und wohltuende Wirkung zu Gute kommt.

Zu einer ausgewogenen und gesunden Ernährung gehört also nicht nur, auf die Fett- und Kalorienzufuhr zu achten, sondern auch Lebensmittel so zu kombinieren, dass sie ihre wohltuende Wirkung entfalten.

K und K: Kohl und Kümmel

Ob die wundersame Kohlsuppe oder deftige Kohlrouladen, erfrischender Weißkohlsalat oder saftiges Kohlgemüse: Ohne Kümmel sind sie zwar auch lecker, aber viele Menschen leiden nach dem Genuss unter Verdauungsproblemen und Blähungen. Deshalb sollte Kohl immer mit etwas Kümmel gekocht werden. Die Inhaltsstoffe des Gewürzes erleichtern die Verdauung der ansonsten schwer zu verdauenden Kohlblätter. Die ätherischen Öle, die im Kümmel enthalten sind, sorgen dafür, dass Magen und Darm besser durchblutet werden. Schon im Magen fördern die Öle die Magensekretion, sprich die Produktion der Verdauungssäfte.

Zudem ist Kümmel ebenso wie Fenchel und Anis ein bewährtes Mittel gegen Blähungen und sorgt dafür, dass sich nach dem Genuss schwerverdaulicher Speisen kein Völlegefühl einstellt.

Fettes Fleisch mit Fettburnern kombinieren

Gemüse ist der ideale Partner für fettes Fleisch wie Ente, Gans oder Schwein. Kohlenhydrate sollte man dagegen tunlichst vermeiden, wenn man nicht möchte, dass sich das Fett in den Körperzellen ablagert. Isst man dagegen fettes Fleisch mit Gemüse, wird weniger Fett eingespeichert und die Kalorienmenge des Gerichts sinkt insgesamt, da die Kalorien in den Kohlenhydrate eingespart werden. Viel Gemüse statt Kartoffeln, Nudeln oder Reis – das ist das Geheimnis der Mittelmeerküche. Zu den Gemüsesorten, die am wirkungsvollsten die Fetteinlagerung eindämmen, gehört der Brokkoli. Seine Nährstoffkombination aus Vitamin C und Kalzium ist ideal. Aber auch Chicorée, der zusätzlich auch verdauungsfördernde Bitterstoffe enthält, Kohl und Zwiebeln gehören auf der Liste der Fatburner unter den Gemüsesorten nach oben.

Der umgekehrte Weg: Fett zu Gemüse

Gemüse ist nicht nur der ideale Partner für tierische Fette, um die Kalorienaufnahme einzudämmen, sondern auch das Fett leistet einen Beitrag für die Gesundheit. Da viele Vitamine fettlöslich sind, braucht der Körper Fette und die darin enthaltenen Bausteine für Aminosäuren, um Vitamine und Nährstoffe aufnehmen und wertvolle Enzyme bilden zu können. So enthalten Karotten (Möhren) viel Carotin, eine Vorstufe des Vitamin A, das nur mit Hilfe von Fetten vom Körper aufgenommen werden kann. Deshalb gehört zu Möhren, egal ob roh, gedünstet oder gekocht, immer ein Klecks Butter, etwas Öl oder auch ein wenig Sahne.

Vitamin C bremst Nitrit aus

Feldsalat, Spinat, Rote Bete, Rucola und Kopfsalat – sie alle sind zwar gesund, können aber auch einen hohen Nitratgehalt haben. Dieses Nitrat wird im Körper zu Nitrit umgewandelt, das sich wiederum zu Nitrosaminen verbinden kann. Diese Nitrosamine gelten als krebserregend. Um diese ungewollte Entwicklung schon im Keim zu ersticken, kann man mit Vitamin C die Entstehung des Nitrits ausbremsen. Dazu genügt es, den Salat mit etwas Zitronensaft im Dressing zu verfeinern oder auch frische Orangenspalten dazu zu genießen. Eine leckere Kombination sind auch Spinat mit Tomaten oder die köstliche Verbindung von Roter Bete mit Meerrettich, etwa als Suppe.

Senf passt perfekt zur Wurst

Gegrilltes ist zwar lecker, enthält aber auch krebserregendes Benzpyren. Aber: es gibt gleich zwei Möglichkeiten, deren Wirkung einzudämmen. Zum einen enthält mariniertes Fleisch bis zu 90 Prozent weniger der gefährlichen Stoffe. Zum anderen neutralisiert Senf die krebserregenden Stoffe. Die Verträglichkeit des Fleisches lässt sich zudem mit einem Salat verbessern. Dieser fördert die Aufnahme der Nährstoffe im Fleisch und liegt zudem leichter im Magen als Weißmehlprodukte wie Baguette oder Weißbrot.

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