Die Rote Bete im Haushalt – Gesundes Gemüse und gleichzeitig ein Reinigungsmittel

Die Rote Bete ist nicht nur in der Küche ein viel genutztes Gemüse mit wertvollen Inhaltsstoffen, sondern eignet sich auch im Haushalt als hochwirksames Putzmittel.

Die mit der Zuckerrübe und dem Mangold verwandte Rote Rübe gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae). Ursprünglich im Mittelmeer-Raum, wahrscheinlich in Nordarfika heimisch, gelangte die Kulturpflanze mit den Römern nach Mitteleuropa.

Herkunft und Vorkommen von Beta vulgaris subsp. vulgaris var. conditiva

Mit der Weiterveredelung im 19. und 20. Jahrhundert erlangte sie ihre heute übliche gleichmäßig rote Farbverteilung. Die heute in Deutschland als klassisches Wintergemüse geltende robuste und widerstandsfähige Pflanze wird in vielen Ländern mit gemäßigtem Klima angebaut und ist bei uns ganzjährig erhältlich. Ihre Form erstreckt sich von meist rund bis birnenförmig. Das dünnschalige Gemüse ist saftig und besitzt einen aromatischen Geschmack. Während das Fruchtfleisch der bekannten Roten Bete purpurrot ist, gibt es auch farblose bis hellgelbe Sorten.

Lagerung und Verarbeitung der Roten Bete

In der Winterzeit werden die Knollen in kühlen Lagerhäusern gelagert. Bei unsachgemäßer Lagerung kann es aufgrund von Nitrateinlagerungen zur Bildung von giftigem Nitrit kommen. In Zeitungspapier eingewickelt können die Knollen im Gemüsefach bis zu 4 Wochen aufbewahrt werden. Hierfür müssen die Wurzeln intakt gelassen, die Blätter entfernt und das Laub auf 3cm zurückgeschnitten werden. Werden die Knollen zu kalt gelagert, entstehen schwarze Flecken.

In der Küche wird hauptsächlich die Knolle verwendet, da die Blätter roh nicht zum Verzehr geeignet sind. Die Garzeit der ganzen Knollen beträgt zwischen 50 und 60 Minuten, im Dampfdrucktopf nur 20 Minuten.

Zum Tiefgefrieren muss die Knolle 20 Minuten gedünstet, anschließend geschält und ganz oder in Scheiben eingefroren werden. Bei der Zubereitung sollten Rote Rüben nur einmal und vor allem nicht zu stark erhitzt werden, da hierdurch gesundheitsschädliche Nitrosamine entstehen. Auch Reste sollten kühl und luftdicht aufbewahrt und spätestens am nächsten Tag verbraucht werden.

Um den Verlust wertvoller Inhaltsstoffe im Kochwasser zu vermeiden,sollten die Knollen immer im Ganzen gegart und die Wurzeln und Blattansätze nicht abgeschnitten werden. Gibt man etwas Zitronensaft oder Essig zur Kochflüssigkeit hinzu, bleibt die rote Farbe beim Kochen erhalten.

Verwendung in Küche und Haushalt

In der Vergangenheit oft als Färberpflanze eingesetzt wird die Rote Bete heute noch als Naturfarbstoff für Lebensmittel verwendet. Dieser ist aber nicht sehr hitzebeständig. Als Bestandteil von Labskaus und Borschtsch ist die Rote Bete bekannt. Die Vitamin- und Mineralstoffreichen Blätter können gekocht ebenso verzehrt werden.

Rote Bete als Reinigungsmittel

Rote Bete ist offensichtlich nicht nur als gesundes Gemüse sondern auch als Putzmittel wirksam. Obwohl Rote-Bete-Flecken ja bekanntlich „echt“ sind, birgt der Saft ungeahnte Kräfte. Mit einem Konzentrat aus Rote-Bete-Saft lassen sich Kalkablagerungen auf Fliesen und Armaturen entfernen, Fettrückstände auf dem Herd oder auf Glas und Korrosionsspuren auf Metallen beseitigen sowie Schreibtische mit Filzstift- und Kugelschreiberstrichen reinigen.

Für diese reinigende Wirkungsweise werden unter anderem die Säuren der Pflanze verantwortlich gemacht.Um ein marktfähiges Reinigungsmittel herzustellen wurden dem Rote-Beete-Saft pflanzliche Tenside und etwas Zitronensäure beigemischt. Außerdem kamen noch ätherische Öle dazu, um das Reinigungsmittel keimabweisend und angenehm duftend zu machen.Für eine ausreichende Haltbarkeit sorgte der Zusatz von Ascorbinsäure. All diese rein pflanzlichen Zutaten, vermischt mit Wasser, reizen weder die Haut noch die Schleimhäute.

Das mittlerweile patentierte Putzmittel „BEETA“ kann als Allzweckreiniger für Fenster, Böden und Toiletten verwendet werden. Je nach Verschmutzung genügen wenige Spritzer oder eine Verschlusskappe des Konzentrates auf einen Eimer Wasser.

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