Zusatzstofffrei Kochen

Nahrungsmittel gesund und ohne Zusatzstoffe zubereiten. Nicht nur für Allergiker, sondern auch für viele gesundheitsbewusste Menschen, spielt das Vermeiden von Zusatzstoffen in der Ernährung eine wichtige Rolle.

Während Allergiker häufig auf bestimmte Lebensmittel, die Zusatzstoffe enthalten, verzichten müssen, wollen Gesundheitsbewusste eher der Entwicklung von Allergien oder möglichen bisher noch nicht bekannten Wirkungen von Zusatzstoffen vorbeugen.

Zusatzstoffe in neuartigen Lebensmitteln

Nach der lebensmittelrechtlichen Definition werden Zusatzstoffe Lebensmitteln zur Beeinflussung ihrer Beschaffenheit oder zur Erzielung bestimmter Eigenschaften oder Wirkungen zugesetzt. Diese Eigenschaften oder Wirkungen sind: Haltbarkeit, Stabilität von Emulsionen, bestimmte Auswirkungen auf die Konsistenz, Aussehen oder Geschmack sowie ernährungsphysiologischeEigenschaften.

Zusatzstoffe schon beim Einkaufen meiden

Der Blick auf die Zutatenliste lohnt sich und ist meist sehr hilfreich, wenn es darum geht, in Lebensmitteln enthaltene Stoffe aufzuspüren. Oft ist sie aber nicht ausreichend, denn nur, wer sich auskennt, ist auf der sicheren Seite. Dafür ist es notwendig, dass die genaue Verkehrsbezeichnung des betreffenden Zusatzstoffes, die E-Nummer sowie mögliche Synonyme bekannt sind.

Zusatzstofffrei oder zumindest arm an diesen Stoffen sind in aller Regel frische, naturbelassene Lebensmittel wie zum Beispiel Obst und Gemüse (bevorzugt aus biologischem Anbau). Des weiteren gelten Lebensmittel, die ohne weitere Zutaten in ihrem ursprünglichen Zustand tiefgekühlt wurden, als zusatzstofffrei. Für eine zusatzstofffreie Verarbeitung und damit unbehandelte Lebensmittel kommen ausschließlich Verfahren wie das Trennen, Zerkleinern, Säubern, Schälen, Mahlen, Tiefgefrieren, Kühlen und Verpacken infrage. Generell zusatzstofffreie Lebensmittel (durch gesetzliche Regelung) sind:

  • sämtliche unbehandelte Lebensmittel
  • Mineralwasser
  • Kaffee
  • Milch
  • Zucker sowie
  • Honig.

Inzwischen gibt es auch zahlreiche Firmen, die zusatzstofffreie oder -arme Produkte herstellen. Immer mehr Restaurants schließen sich dem zusatzstoffarmen Kochen an.

Kochen ohne Zusatzstoffe

Bei der Zubereitung der Nahrungsmittel kommt es ebenso darauf an, keine Zusatzstoffe zu verwenden. Hier sollte man sehr vorsichtig vorgehen, denn diese können sich in folgenden Kochzutaten verstecken:

  • Tütensuppen, Fertigsoßen, Soßenpulver, Pudding
  • Gewürzmischungen zum Anrühren
  • Bindemittel (zum Beispiel für Soßen)
  • Geräucherte oder gepökelte Fleisch- und Wurstwaren
  • zerkleinerte Fleischwaren
  • Margarine, spezielles Bratfett (wie Pflanzencreme etc.)

Zusatzstofffrei Essen außer Haus

Bei loser Ware wird es schon schwieriger, Zusatzstoffe zu meiden, da sie meist nicht oder nur unvollständig gekennzeichnet ist. Normalerweise sollten aber die Verkäufer Auskunft über die verwendeten Zutaten geben können. In vielen Restaurants sind bereits einzelne Zusatzstoffe wie Farb- und Konservierungsstoffe auf der Speisen- und Getränkekarte gekennzeichnet.

Tipps und Tricks für das Meiden von Zusatzstoffen

  • Kaufen Sie grundsätzlich nur frische, naturbelassene oder natur tiefgekühlte Lebensmittel und keine stark verarbeiteten Produkte.
  • Kochen Sie grundsätzlich selbst und verwenden Sie keine Fertigprodukte.
  • Informieren Sie sich genau über den nicht verträglichen Zusatzstoff, sodass Sie ihn auf der Zutatenliste immer identifizieren können.

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