Grapefruit: eine gesunde Zitrusfrucht

Der Paradiesapfel ist eine erfrischende und bittere Zitrusfrucht. Die Grapefruit wird als gesunde Zitrusfrucht und Spender von Vitamin C den Verbrauchern in Europa empfohlen. Doch einige Menschen sollten sie vorsichtig verzehren.

Der Grapefruitbaum gehört zu den Rautengewächsen Rutaceae und gedeiht in subtropischen Regionen. Seine Frucht, die Grapefruit, ist eine Kreuzung von Orange und Pampelmuse. Äußerlich sind die Unterscheide zwischen Pampelmuse und Grapefruit recht gering. So werden die Bezeichnungen dieser beiden Zitrusfrüchte auch gern mal durcheinander gewürfelt. Deutsch wird die Grapefruit gelegentlich auch als Paradiesapfel bezeichnet.

Zur Botanik der Grapefruit

Der immergrüne Grapefruitbaum wird in der Regel etwa fünf bis sechs Meter hoch. Die langen und dünnen Blätter sind dunkelgrün. Sie sind oval mit stumpfer Spitze. Die duftenden Blüten stehen in den Blattachseln. Sie haben fünf verwachsene Kelchblättern und fünf weißen Blütenblättern. Der ovale Fruchtknoten ist vom Griffel abgesetzt. Die Staubblätter sind mit den Staubfäden zu Gruppen verwachsen.

Die Frucht hat die Form der Kugel. Die äußere Schale ist meist gelb, bei rotfleischigen Sorten wird die Schale rötlicher. Zwischen äußerer Schale und dem Fruchtfleisch befindet sich eine weiße Schicht, die auch die zentrale Achse füllt. Hier ist der bittere Geschmack der Grapefruit zu finden. Die Grapefruit kommt auf einen Durchmesser von 10 bis 15 Zentimetern. Ihr Fruchtfleisch ist in Segmente unterteilt ist. Doch sind bei der Grapefruit die Segmente miteinander verwachsen. Die Frucht ist daher nicht so teilbar wie dies bei anderen Zitrusfrüchten möglich ist. Das Fruchtfleisch zeigt sich je nach Sorte in einem Spektrum vom hellen Gelb bis zu einem tiefen Rubinrot. Die Kerne sind glatt und innen weiß. Sie enthalten mehrere keimfähige Samen. Allerdings werden im Handel überwiegend kernlose Sorten angeboten.

Die Frucht entstand wahrscheinlich um 1750 auf Barbados durch Kreuzung aus Orange und Pampelmuse. Sie wird heute in fast allen subtropischen Regionen kultiviert. Die USA sind in Florida und Texas der größte Produzent von Grapefruit. In Europa angebotene Grapefruits stammen vorwiegend aus Israel, Zypern, Spanien oder den Vereinigten Staaten von Nordamerika.

Wirkung der Grapefruit

Wie andere Zitrusfrüchte auch, so ist der Brennwert der Grapefruit recht figurfreundlich. Und eine Grapefruit am Tag deckt den täglichen Bedarf eines Erwachsenen an Vitamin C. Dazu enthalten Grapefruits antioxidative Substanzen, die so genannten Radikalfänger. Als Ballaststoff steckt Pektin in ihr. 2006 publizierte Ken Fujioka und andere, dass der Verzehr von Grapefruits auch Diabetes mellitus positiv beeinflusst.

Dann gibt es ein Problem. Denn Inhaltsstoffe der Grapefruit treten in Wechselwirkungen mit einigen pharmazeutischen Wirkstoffen. Als Grapefruitsafteffekt wird dies bezeichnet. Vor allem die in der Grapefruit enthaltenen Substanzen Naringenin und Bergamottin sind hierfür verantwortlich. Sie steigern die Wirkung blutdrucksenkender Mittel, besipielsweise von Nifedipin, Naringin in der Grapefruit hat den Effekt, den Übergang von einigen Substanzen vom Darm ins Blut zu hemmen. Davon sollen nach einer Veröffentlichung Nicole Schuster in „Pharmazeutische Zeitschrift online“ betroffen sein:

  • Antihistaminikum Fexofenadin
  • Immunsuppressivum Ciclosporin
  • Betablocker Talinolol, Celiprolol und Atenolol
  • Zytostatikum Etoposid
  • Antibiotika Ciprofloxacin und Levofloxacin
  • Neuroleptikum Quetiapin
  • Antimykotikum Itraconazol

Menschen, die blutdrucksenkende Mittel und/oder die vorstehend aufgelisteten oder ähnliche Mittel einnehmen, sollten beim Verzehr von Grapefruit Vorsicht walten lassen und dies mit ihrem Arzt besprechen.

Von ähnlichen Effekten ist auch die Pomelo betroffen.

Der Inhalt der Grapefruit

Die folgenden Angaben beziehen sich auf 100 Gramm Fruchtfleich. Sie können im konkreten Fall, da Grapefruits Naturprodukte sind und Transport- wie Lagerbedingungen den Vitamingehalt beeinflussen, von diesen mittleren Erfahrungswerten abweichen.

  • Kilokalorien: 38 bis 50 kcal entsprechend etwa 160 bis 210 Kilojoule
  • Zucker: ca. 8 Gramm
  • Fett: ca. 0,2 Gramm
  • Kalium: ca. 180 Milligramm
  • Calcium: ca. 18 Milligramm
  • Magnesium: ca. 10 Milligramm
  • Vitamin C: ca. 45 Milligramm

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.