Alkohol als die gefährlichste Droge

Eine neue Studie zeigt, dass Alkohol noch gefährlicher ist als Heroin oder Crack. Aber was steckt dahinter und ist dies wirklich so?

Forscher aus London haben sich intensiv mit dem Thema Drogen beschäftigt und sind zu dem Entschluss gekommen, dass Alkohol die gefährlichste Droge sei. So wurde es im Fachmagazin Lancet publiziert.

Studie: Alkohol gegen Gesellschaft

Zuerst untersuchten die Experten verschiedene Drogen auf ihre Schädlichkeit der Gesundheit. Dabei stellten sich Heroin und Crack, sowie Metamphetamine als die tödlichsten Rauschgifte heraus. Allerdings nahmen sie die gesellschaftlichen Einflüsse mit hinzu, wobei sich herausstellte, dass Alkohol das eigene Umfeld am Meisten tangiere. Den sozialen Einfluss mit eingerechnet folgen nach Alkohol, Heroin und Crack und als weniger schädlich für das Umfeld kommen am Schluss noch LSD und Marihuana. Als gefährlich wird er eingeschätzt, weil die Forscher es als die am meisten verbreitete Droge halten und die Auswirkungen, nicht nur für den Konsumenten, sondern auch für Dritte, sehr negativ sind. Außerdem würden unter Alkoholeinfluss mehr Gesetzesverstöße begangen und es gäbe eine höhere Todesrate unter Alkoholeinfluss. Wim van Brink, er arbeitete an der Studie mit, meinte dazu: „Denken sie nur mal, was durch Alkohol bei jedem Fußballspiel passiert.“

Forderung der Forscher

Eine der Forderungen, welche aus dieser Studie hervorgingen, ist die Erhöhung der Preise für Alkohol, um Vieltrinker zu strafen. Solche, die es bei ein bis zwei Bier belassen, sollen nicht dafür bestraft werden. Aber dies ist noch nicht alles, denn eine andere Idee ist es, mehr Aufklärung zu betreiben und die Leute zu informieren, was genau passiert und wie man damit umzugehen hat.

Alkohol und seine Wirkung

Die wenigsten Leute wissen, dass der Begriff Alkohol in Wirklichkeit nur für eine Übergruppe einer chemischen Substanzklasse steht. Den „Alkohol“ den wir trinken ist Ethanol oder Äthanol. Ältere Namen für unseren Alkohol sind Weingeist oder Spiritus, letzterer kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Geist“. Aus diesem Begriff lässt sich auch die Bezeichnung der Spirituosen herleiten. Der Alkohol wird zu einem kleinen Teil, zwei Prozent, über die Mundschleimhäute aufgenommen. 20 Prozent über die Magenschleimhäute und der Rest wird erst später über den Dünndarm aufgenommen. Dies ist auch der Grund für die langsame Wirkung von Alkohol.

  • Bereits ab 0,2 Promille Alkoholblutkonzentration stellen sich ein Drang nach Kommunikation und eine enthemmende Wirkung ein.
  • Bei 0,3 Promille wird schon die Sehfähigkeit, Distanzeinschätzungen und Aufmerksamkeit schlechter.
  • Ab 0,5 Promille geht man eher ein Risiko ein und die Reaktionsfähigkeit sinkt beträchtlich.
  • Bei 1 bis 1.5 Promille engt sich das Sichtfeld ein man hat Sprachstörungen und die Aggressivität steigt deutlich.
  • Ab 2.5 Promille leidet man deutlich an Gleichgewichtsstörungen, man sieht doppelt und das Erinnerungsvermögen stellt ab.
  • 3.5 Promille wird lebensbedrohlich, da Lähmungen des Atmungszentrums auftreten können.
  • Bei fünf Promille tritt meistens der Tod ein.

Da Alkohol legal und überall erhältlich ist, darf man all diese Dinge mit seinem Körper anstellen ohne bestraft zu werden. So lange man dabei nicht andere gefährdet. Was aber nach der Studie der Forscher aus London sehr wohl passiert, und das auch noch sehr häufig: Da man bestimmten Alkohol auch sehr günstig erhält, kann sich ihn jeder leisten, in welcher Form auch immer. Wer ist schon noch nie an einer Gruppe Trunkenbolden vorbeigelaufen und ist nicht angepöbelt worden? Oder wie viele Menschen gibt es, die trotz Alkoholeinfluss noch Auto fahren? Zu viele leider. Es ist schwieriger den Alkoholkonsum zu unterbinden, da dieser legal erworben werden kann, im Gegensatz zu anderen Rauschmitteln wie Crack oder Heroin.

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