Befriedigende Sexualität bei Potenzstörungen – Ausgefülltes Liebesleben trotz erektiler Dysfunktion

Mit einer anderen Einstellung zur Männlichkeit und phantasievollen Zärtlichkeiten kann auch bei erektiler Dysfunktion ein befriedigendes Sexualleben stattfinden.

Für fast jeden Mann ist es ein Desaster, wenn ihn sein bestes Stück im Stich lässt. Aber erst, wenn über längeren Zeitraum keine oder nur eine unbefriedigende Erektion zustande kommt, spricht man von einer erektilen Dysfunktion. Den Betroffenen fällt es meist schwer, darüber zu sprechen, denn ihr Selbstwertgefühl leidet erheblich unter dieser Störung. Dabei gibt es durchaus kompetente Ärzte, die helfen können, eine Lösung für das Problem zu finden. Oft gibt es eine passende Therapie, die eine Erektionsstörung beseitigen kann. In einigen Fällen jedoch bleibt die erektile Dysfunktion bestehen, weil die Behandlungsmöglichkeiten nicht in Frage kommen oder die Ursache nicht behoben werden kann. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass kein befriedigendes Sexualleben mehr stattfinden kann!

Keine Erektion – keine körperliche Nähe

Viele Betroffene ziehen sich komplett zurück, wenn sie unter einer dauerhaften Erektionsstörung leiden. Sie lassen keine körperliche Nähe mehr zu, damit sie gar nicht erst in Versuchung geraten, wieder zu „versagen“. So sind die Folgeprobleme vorprogrammiert: Unausgeglichenheit und Aggressionen sind nicht selten die Folge. Auch die Partnerin leidet unter diesem Zustand, vor allem aber unter der Sprachlosigkeit des Mannes. Sie zweifelt an der Liebe ihres Mannes und glaubt, nicht mehr attraktiv genug für ihn zu sein. Ein offenes Gespräch kann nicht nur Klärung bringen, sondern ist auch der erste Schritt zu einem anderen Umgang mit Sexualität.

Wann ist ein Mann ein Mann?

Irrtümlicherweise wird in unserer Gesellschaft noch immer der Begriff Potenz mit dem der Männlichkeit gleichgesetzt. Das ist eine fatale Einstellung, die nur zu Enttäuschungen führen kann! Wenn man sich einmal genauer mit dem Thema Sexualität beschäftigt, wird einem auffallen, dass Sex nicht nur aus Geschlechtsverkehr besteht. Leidenschaft und Zärtlichkeit können in vielen verschiedenen Formen gelebt und genossen werden. So kann ein Mann auch ohne Erektion seine Partnerin durchaus befriedigen und selber zum Orgasmus kommen. Wichtig ist dabei, dass jedes Paar seinen eigenen Weg findet, wie es sein Sexualleben gestaltet. Es gibt keine allgemeingültigen Regeln, nach denen man sich richten muss!

Wünsche an den Partner

Auch wenn es für viele Männer üblich ist, ihre Probleme allein zu lösen, kommt man in diesem Fall nicht darum herum, mit der Partnerin zu sprechen. Wenn es zunächst schwer fällt, darüber zu reden, können vielleicht kleine Briefe oder Zeichnungen helfen, die Wünsche und Bedürfnisse zu äußern. Das kann ja durchaus auf humorvolle Art geschehen, denn wenn beide über ein lustiges Bild lachen müssen, kann das ein sehr befreiender Akt sein, der das Eis bricht. Danach kommt man sicher leichter ins Gespräch.

Spielarten der Liebe

Es gibt viele Möglichkeiten, auch ohne eine Erektion des Mannes Befriedigung und ein lustvolles Liebesspiel zu erleben. Bei zärtlichen Massagen entdeckt man vielleicht erstaunt, wie viele erogene Zonen der Partner doch hat! Schließlich kann man mit geschickten Händen, Lippen und Zunge herrlich Lust bereiten, die zum Orgasmus führt. Mit etwas Phantasie kann der ganze Körper eingesetzt werden, um mit dem Partner leidenschaftliche Momente zu genießen. Dabei kann auch ein schlaffer Penis mit einbezogen werden, denn schließlich ist er ja nicht gefühllos!

Spielzeug für die Liebe

Falls noch eine anfängliche Erektion möglich ist, die jedoch nicht lange genug gehalten werden kann, könnte ein passender Penisring helfen, damit das Blut in den Schwellkörpern bleibt. Sollte keine Erektion möglich sein und die Frau nicht auf das Gefühl der Penetration verzichten wollen, kann das Paar entsprechendes Spielzeug zu Hilfe nehmen. Dildos oder Vibratoren gibt es heute in vielen Variationen und für jeden „Einsatzort“. Möglicherweise kommt auch ein Penisgeschirr zum Umschnallen in Frage. Man sollte sich jedenfalls nicht scheuen, diese Möglichkeiten in Betracht zu ziehen und auszuprobieren!

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