Bilder für die Ewigkeit – Was man über das Tätowieren wissen muss

Das tätowierte Bild bleibt ein Leben lang auf der Haut. Deswegen ist es wichtig zu wissen, was beim Tätowieren passiert und worauf man achten muss.

Sie werden immer mehr, die Menschen mit bunten Bildchen auf der Haut. Tattoos sind Trend. Doch sich ein Tattoo stechen zu lassen, sollte sich jeder gut überlegen, denn im Idealfall trägt man ein Tattoo das ganze Leben auf der Haut, auch wenn diese runzelig und alt wird. Außerdem gibt es auch beim Tätowieren Risiken und viele Dinge, die man beachten sollte.

Der Tätowiervorgang und was dabei genau passiert

Jedes Tattoo beginnt erst einmal als Motiv. Ein guter Tätowierer sollte den Kunden dabei gut beraten, ob das gewünschte Motiv in der gewünschten Größe auch auf die gewünschte Stelle passt. Ansonsten passiert es schnell, dass das Motiv auf der Körperstelle verzogen oder wie ein Ei aussieht. Ein Tattoo sollte immer harmonisch zum Körper passen. Rät der Tätowierer vom Motivwunsch ab, weil er Bedenken wegen der Stelle oder der Größe hat, ist das niemals ein schlechtes Zeichen, ganz im Gegenteil. Ein guter Tätowierer will nicht nur Geld verdienen, sondern auch ein kleines Kunstwerk schaffen.

Was passiert nun aber genau beim Tätowieren? Das Motiv wird erst einmal abgepaust und dann auf die Haut gedrückt. Hier sieht der Kunde auch gleich, ob es ihm gefällt. Wenn etwas zu ändern sein sollte, so wäre das der letzte Zeitpunkt. Mit einem elektrischen Gerät wird dann die Farbe unter die Haut gebracht. Dabei vibriert das Gerät mit einer Frequenz von 50 bis 3000 Schwingungen pro Minute. Ganz wichtig ist, dass die Farbe in die zweite Hautschicht gelangt, die Dermis. Bei den sogenannten „Outlines“, den Umrissen des Motivs, wird häufig nur eine relativ dünne Nadel benutzt, bei größeren Flächen stechen mehrere Nadeln gleichzeitig. Über die Zusammensetzung der Farbe ist nicht allzu viel bekannt, da darüber nur sehr ungern gesprochen wird. Wichtig ist auf jeden Fall vor dem Tätowieren mit dem Tätowierer zu sprechen, auf welche Unverträglichkeiten man sich eventuell testen lassen sollte. Eine Allergie gegen einen der Farbstoffe kann zu einem sehr erschreckenden Ergebnis führen.

Gründliche Pflege als Nachbehandlung

Eine Tätowierung ist im Prinzip nichts anderes als eine Wunde. Sie bedarf gründlicher Pflege, damit alles sauber abheilt, keine Teile des Motivs ausbrechen und keine Narben zurückbleiben. Bei richtiger Pflege ist eine Entzündung eher unwahrscheinlich. Meist wird das Tattoo vom Tätowierer direkt nach dem Tätowieren in eine Folie eingepackt. Je nach Tätowierer sollte man diese nach ein bis zwei Stunden oder erst am nächsten Tag entfernen. Es ist jedoch nicht sinnvoll, das Tattoo zwei Wochen lang ununterbrochen mit einer Folie abzudecken. Eine Wunde braucht auch Luft zum Heilen. Wichtig ist deshalb auch das regelmäßige Eincremen mit Wundheilsalbe. Ein Schwimmausflug in chlorreiches Wasser und direktes heißes Sonnenlicht sollte für zwei Wochen vermieden werden.

Mit der Zeit bildet sich auf der Haut, wie bei jeder Wunde, Schorf. Der darf auf gar keinen Fall abgekratzt werden, auch wenn der abbröckelnde Schorf noch so sehr juckt, denn dabei können Motivteile ausbrechen und Narben entstehen. Dem Tattoo muss viel Zeit gegeben werden, um in Ruhe zu heilen und den Schorf abzuwerfen. Wundheilsalben liefern dabei viel und wichtige Feuchtigkeit. Wie schnell das Tattoo heilt, ist sehr vom Hauttyp abhängig. Bei manchen tritt für einen längeren Zeitraum noch Wundflüssigkeit aus, bei manchen bildet sich schon am ersten Tag der Schorf. Das sagt allerdings nichts über die Qualität des Tattoos oder des Tätowierers aus, viel eher etwas über die eigene Wundheilung.

Ein Tattoo – eine schwerwiegende Entscheidung

Tattoos sagen heutzutage nichts mehr über den gesellschaftlichen Status ihrer Träger aus. Trotzdem bleiben sie eine Entscheidung fürs Leben. Natürlich gibt es Methoden, das unerwünschte Tattoo mit Lasern wieder zu entfernen. Diese Prozedur ist jedoch sehr kostspielig, schmerzhaft und in den meisten Fällen bleiben hässliche Narben zurück. Besser, man geht davon aus, das Tattoo auch noch stolz seinen Enkeln präsentieren zu dürfen. Wer zweifelt, sollte dann eben doch besser die Finger von einer Tätowierung lassen. Wer sich aber hundertprozentig sicher ist, der sollte sich seinen Tätowierer gut aussuchen. Am besten man spricht mit anderen Tätowierten, deren Kunstwerke auch gut gemacht aussehen und deren Träger sehr zufrieden mit ihrem Tätowierer sind. Sich vorher gründlich zu informieren, ist ein Muss. Letztlich bleibt jedem selbst überlassen, ob er bereit ist für ein Kunstwerk der Ewigkeit auf der Haut.

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