Bowen – sanfte Drucktherapie

Wie die Behandlung funktioniert und was sie bringt – ein Beispiel

Barbara Bäckmann hatte so große Probleme mit den Beinen, dass sie beinahe arbeitsunfähig wurde. Erst eine weitgehend unbekannte Therapie konnte ihr helfen.

Barbara Bäckmanns (52) Leidensweg begann vor etwa zwölf Jahren. Irgendwie wollten ihre Beine nicht mehr so richtig. Wenn Barbara als Angestellte in einer Reinigung viel stehen musste, waren ihre Beine schwer und schmerzten. Doch wenn Barbara saß oder lag, wurden ihre Beine unruhig: „Ich hab’ dann nur noch rumgezappelt!“

Keine Hilfe vom Hausarzt

Ihr Hausarzt konnte keine Ursache für ihre Beschwerden finden. „Am besten, Sie bewegen sich viel!“ riet er daher. „Dabei bin ich doch ständig in Bewegung!“ empörte sich Barbara, die täglich mit ihrer Hündin Timba, einem Labrador-Golden-Retriever-Mischling, mindestens eine Stunde Spazieren ging. „Am Wochenende waren wir wandern und ich bin auch viel Rad gefahren. Mehr Bewegung ging gar nicht mehr!“

Barbara Bäckmanns Schmerzen wurden schlimmer und zogen bis hinauf zur Hüfte. „Zuerst konnte ich nicht mehr Fahrrad fahren, weil mir die Knie zu wehtaten. Dann konnte ich auch nicht mehr wandern gehen!“ Besuche bei Spezialisten brachten keine Erleichterung. Ein Orthopäde verschrieb Einlagen: „Da wurden die Schmerzen noch schlimmer“, erzählt die lebhafte Frau. „Man wird eben älter!“ kommentierte der Hausarzt die Situation. Doch damit wollte sich die modebewusste und gepflegte Frau nicht abfinden: „Ich kann doch nicht Tag für Tag einfach nur die Füße hochlegen!“ meinte sie und sprach mit einer Heilpraktikerin über ihre Probleme.

Hilfe bei der Heilpraktikerin

Barbara Romberg-Deimann (54) untersuchte die Patientin gründlich. Sie stellte einen Beckenschiefstand fest und eine Arthrose in den Knien. „Da kann man schon etwas machen!“ tröstete sie ihre Patientin und empfahl ihr eine Bowen-Therapie. Sie wurde nach ihrem ,,Entwickler‘, dem Australier Tom Bowen benannt und wird seit mehr als 40 Jahren erfolgreich bei verschiedenen Beschwerden angewandt.

Die Technik

Der in der Bowen-Technik ausgebildete Therapeut arbeitet am Körper des Patienten, in dem er die Muskeln, Sehnen und Bänder sanft, aber gezielt in ihrem Querverlauf überrollt („Bowen Moves“). Damit werden Nervenimpulse gesetzt und die Muskulatur kann sich wieder entspannen. Dabei lösen sich Verklebungen, die Organe können wieder reibungslos arbeiten und auch der Blutkreislauf, der Lymph- und der Energiefluss werden angeregt.

Zwischen den einzelnen Behandlungsdurchgängen werden Pausen eingelegt, in denen der Patient wenige Minuten ruhig liegen bleibt. Damit wird dem Körper Zeit gegeben, die neuen Informationen aufzunehmen und sinnvoll zu verarbeiten.

Die Bowen-Therapie ist einfach und effektiv. Teilweise zeigt sie so tiefgreifende Wirkungen, dass selbst Mediziner und Therapeuten verblüfft sind. Eine Theorie geht davon aus, dass die Bowen-Moves dazu führen, dass ausgetrocknete Gewebsstrukturen wieder mit Wasser angereichert (rehydriert) werden und danach erst wieder funktionieren können. Andere vermuten, dass die Bowen-Therapie als Auslöser (Trigger) wirkt, um die Selbstheilungskräfte zu stärken.

Bowen In der Praxis

Bei jeder Bowen-Behandlung lag Barbara Bäckmann zunächst auf dem Bauch, während ihre Therapeutin sanft über eines ihrer schmerzenden Beine strich. Mit viel Einfühlungsvermögen, Geschick und Erfahrung erfühlte sie dabei die Gewebestruktur und bewegte sie in den so genannten „Moves“. „Man kann es gar nicht erklären!“ sagt Barbara Bäckmann, die zunächst nicht wusste, was sie von dieser Behandlung halten sollte. „Sie hat eigentlich nur gedrückt!“ vertraute sie sich abends ihrem Mann an, „Und das soll helfen?“ Doch ihren Beinen tat die Therapie gut: „Am Anfang haben sie unheimlich gekribbelt, man hat richtig gemerkt, da tut sich etwas!“

Immer wenn die Heilpraktikerin eine Weile an den schmerzenden Stellen gearbeitet hatte, musste die Patientin zwei Minuten ruhen. „Ich habe mit meinen Händen dem Gewebe neue Impulse gegeben. Dann gebe ich ihm die Zeit, diese Impulse aufzunehmen und sinnvoll zu verarbeiten!“ erklärt Barbara Romberg-Deimann. Nach der Pause wurde das andere Bein behandelt. Wieder Pause. Dann durfte sich die Patientin umdrehen und nun behandelte die Therapeutin die Vorderseite ihrer Beine – ebenfalls mit Pausen. „Eine Bowen-Behandlung kann so schon mal eine Dreiviertelstunde dauern!“ weiß Barbara Romberg-Deimann.

Am Ende schmerzfrei

Von Februar 2006 an ließ sich Barbara Bäckmann fünf Wochen lang einmal wöchentlich mit Bowen behandeln. Der Erfolg: Ihr Beckenschiefstand ist weg, die Schmerzen ebenfalls. Um den Behandlungserfolg zu sichern, kam sie danach nur noch alle 14 Tage. Zurzeit gönnt sie sich einmal im Monat eine Bowen-Behandlung. „Sie ist wirklich sehr angenehm – manchmal schlafe ich fast ein dabei!“ lacht Barbara.

Im Gegensatz zu früher ist sie wieder fit auf den Beinen. „Ich kann endlich wieder Wandern und Spazieren gehen“ freut sie sich, „und mit dem Fahrrad fahre ich auch wieder zur Arbeit!“ Auch die nächtliche Unruhe mit den zappeligen Beinen gehört für Barbara der Vergangenheit an. „Es ist unglaublich, da war ich bei x Ärzten und keiner konnte mir helfen. Erst Bowen brachte mich wieder auf die Beine.“

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