Die drei Säulen einer Partnerschaft

Worauf sollte eine Beziehung aufbauen? Paartherapeuten bezeichnen Körper, Geist und Seele als die drei Säulen einer Partnerschaft.

Es gibt viele Theorien darüber, worauf eine funktionierende Beziehung aufgebaut sein muss. Die einen sprechen von fünf Eckpfeilern, andere von zehn Grundlagen und wieder andere von den drei Säulen einer Partnerschaft. Mit Letzterem soll sich hier beschäftigt werden.

Die Grundidee der drei Säulen

In dieser Theorie wird davon ausgegangen, dass eine funktionierende Partnerschaft drei Aspekte des menschlichen Lebens abdecken muss: den Geist, die Seele und den Körper. Diese drei Teile sollten sich im Optimalfall die Waage halten. Da die Begriffe Geist, Seele und Körper aber recht abstrakt sind, ging man dazu über, sie mit greifbaren Inhalten zu füllen. Es entwickelten sich die drei Säulen einer Beziehung: emotionale Nähe, Kommunikation und Sexualität. Eine bekannte Vertreterin dieser Säulentheorie ist die Paartherapeutin Dr. Doris Wolf, die diesen Ansatz auch in ihren Therapiestunden anwendet.

Die Wichtigkeit der emotionalen Nähe

Eine Partnerschaft sollte auf positiven Emotionen aufbauen. Dazu gehören unter anderem Freundschaft, Liebe und Geborgenheit. Sind diese nicht vorhanden, werden auch die anderen beiden Säulen, Sexualität und Kommunikation, beeinflusst. In einer Partnerschaft wollen die meisten Menschen sich wohl und geborgen fühlen. Man wünscht sich einen Partner, der einen versteht, dem man vertraut und mit dem man sich austauschen kann. Dieser Wunsch verdeutlicht, wie wichtig die emotionale Nähe für viele Paare ist.

Zu oft gibt es das Beispiel, dass Paare sich im Laufe der Jahre gleichgültig werden. Eine emotionale Nähe ist nicht mehr feststellbar und somit gerät die Basis der Beziehung ins Wanken. Zärtlichkeiten, kleine Aufmerksamkeiten, gemeinsame Hobbys und Interessen können diesem Effekt entgegen wirken.

Ohne Kommunikation funktioniert keine Beziehung

Fast jeder hat es schon einmal erlebt: In einem Streit oder einer Diskussion entzieht sich der Partner plötzlich und verfällt in eisiges Schweigen. Es besteht keine Chance, an ihn heranzukommen und zu erfahren, was er jetzt wirklich denkt. Eine verfahrene Situation. Und auch äußerst gefährlich für eine Beziehung. Selbst wenn die Partner sich schon über viele Jahre kennen, sind sie doch auch immer auf die verbalen Informationsströme durch den anderen angewiesen, um eindeutige Informationen zu erhalten. Nur wer miteinander im kommunikativen Kontakt bleibt, kann etwas darüber erfahren, was der andere denkt, fühlt und wie er sich diesbezüglich verändert. Dazu kann auch schon mal ein Streit gehören. Eine Beziehung ohne Kommunikation ist zum Scheitern verurteilt, weil man eigentlich nie etwas von und über den anderen erfährt. Deshalb sollte es für jedes Paar wichtig sein, sich auszutauschen: über den Tag, die eigenen Wünsche, Interessen und auch die Sexualität.

Wie wichtig ist Sex in der Beziehung?

Darüber wird in sämtlichen Talk-Shows der Nation immer wieder gestritten. Die einen räumen ihm einen großen Stellenwert ein, andere wiederum halten ihn für völlig unwichtig. Dabei sollte es aber nicht um die Frage gehen, wie wichtig der Sex grundsätzlich ist, sondern ob das Paar ihn als gleich wichtig einschätzt. Es ist völlig in Ordnung, wenn ein Paar am liebsten jeden Tag miteinander schlafen möchte, solange die anderen beiden Säulen nicht vernachlässigt werden. Es kann auch funktionieren, wenn man nur alle paar Wochen miteinander schläft. Eine wichtige Voraussetzung ist aber immer, dass beide Partner sich darin einig sind. Ist es für einen zu viel oder zu wenig, drohen Konflikte, die bereinigt werden müssen. Ist dann die Säule der Kommunikation nicht gegeben, dann kann diese Diskrepanz zu einem unlösbaren Problem in der Partnerschaft werden.

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