Die Hausapotheke fürs Baby

Was Säuglingen und Kleinkindern im Notfall hilft. Die Hausapotheke von Babys und Kleinkindern sollte auf ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmt sein. Was alles hinein sollte, erklärt der folgende Artikel.

Blähungen, ein wunder Po, das Durchbrechen der ersten Zähne oder eine Beule vom Sturz im Laufstall: Babys und Kleinkinder haben ihre ganz eigenen Wehwehchen. Deswegen sollte ihre Hausapotheke auch darauf abgestimmt sein. Unbedingt hinein gehören Medikamente gegen folgende Beschwerden:

Wichtige Medikamente fürs Baby, die man zu Hause haben sollte bei

  • Erkältungskrankheiten

Gerade in der kalten Jahreszeit haben Erkältungskrankheiten Hauptsaison. Kinder erkranken wesentlich häufiger an ihnen als Erwachsene. Nasentropfen halten den Zugang zu den Nebenhöhlen frei und unterstützen Atmen und Trinken. Für Kleinkinder eignen sich Nasentropfen mit einem abschwellenden Wirkstoff. Für Säuglinge sind Nasentropfen mit einer einfachen Koch- oder Meersalzlösung ideal. Auch ein Hustensaft, der das Abhusten von zähem Schleim fördert, gehört in die Hausapotheke.

Bei Schmerzen und Fieber kommen Fieberzäpfchen oder -säfte in Frage. Für Babys, die jünger als sechs Monate sind, ist der Wirkstoff Paracetamol geeignet. Doch Vorsicht: 2008 haben sich die Dosierungsempfehlungen geändert, deshalb Medikamente älteren Datums vom Arzt oder Apotheker checken lassen. Für ältere Babys und Kleinkinder gibt es Zäpfchen und Säfte mit dem Wirkstoff Ibuprofen.

  • Magen-Darm-Beschwerden

In den ersten Lebensmonaten treten häufig Verdauungsbeschwerden auf. Magen und Darm eines Neugeborenen müssen sich erst auf die Lebensbedingungen außerhalb des Mutterleibes anpassen. Später erfolgt die Umstellung von Milch auf feste Nahrung. Das bedeutet eine weitere Herausforderung für die Verdauung. Bei Blähungen helfen Kümmelzäpfchen oder Fenchel-Anis-Kümmel-Tee. Leiden Säuglinge an der berüchtigten Dreimonatskolik, kann der Kinderarzt eine Suspension verschreiben, die verschluckte Luft sowie die Schaumbildung der Säuglingsnahrung im Magen reduziert. Bei Durchfall gleicht eine Glucose-Elektrolytlösung den Zucker- und Elektrolythaushalt wieder aus.

  • Zahnungsschmerzen

Gegen Schmerzen beim Zahnen helfen homöopathische Mittel aus der Apotheke, erhältlich beispielsweise als Globuli oder Zäpfchen. Alternativ gibt es lokal betäubende Gele. Hier sollten Eltern jedoch genau auf die Zusammensetzung achten, denn einige von ihnen enthalten Zucker oder sogar Alkohol.

  • Hauterkrankungen und -verletzungen

Kinderhaut ist besonders zart und empfindlich. Jucken, Brennen oder Schmerzen stören meist nicht nur auf körperlicher Ebene. Sie beeinträchtigen auch das seelische Befinden der Kleinen. Verletzte, verbrannte oder entzündete Haut muss deshalb schnell Ausheilen. Bei kleineren Prellungen hilft Arnica D6, bei wundem Po – der sogenannten Windeldermatitis – bringt eine zinkhaltige Salbe schnell Besserung. Bei Sonnenbrand, leichten Verletzungen und Insektenstichen unterstützen kühlende Gels den Heilungsprozess der Haut. Eine Wundsalbe hilft bei kleineren Schürf- oder Schnittwunden.

Hilfsmittel

Ebenfalls in Babys Hausapotheke gehören eine Zeckenzange, eine Pinzette zum Herausziehen von Splittern, ein Kühlkissen gegen Prellungen (vor der Anwendung im Kühlschrank lagern) und ein Fieberthermometer. Für Babys und Kleinkinder gut geeignet ist beispielsweise ein Digitalthermometer mit biegsamer Spitze. So ist die Verletzungsgefahr beim Messen im Po minimal. Außerdem sinnvoll: Ein Kirschkernkissen gegen Bauchweh. Es gibt die Wärme gleichmäßig ab, speichert sie lange und kann im Gegensatz zu Wärmflaschen nicht auslaufen.

Verbandsmaterialien

Zum Verarzten von Wunden benötigt werden: Eine Heftpflaster-Rolle, Pflasterstrips in verschiedenen Größen, sterile Kompressen in der Größe 10 x 10 cm (falls kleinere benötigt werden, können sie zugeschnitten werden), je zwei Mullbinden in 4,6 und 8 cm Breite, Desinfektionsmittel zum Säubern von Wunden

Wartung und Aufbewahrung von Babys Hausapotheke

Sobald kleine Leute mobil werden, erkunden sie alles, was sie erreichen können, oft nicht nur mit den Händen sondern auch mit dem Mund. Deswegen gilt: Die Hausapotheke unbedingt außer Reichweite von Kindern verstauen! Badezimmer und Küche sind ungeeignete Räume, denn in ihnen ist es zu feucht. Fast alle Medikamente müssen kühl, trocken und dunkel aufbewahrt werden. Deshalb sollte der Platz nicht zu warm, also nicht direkt neben einer Heizung sein. Auch direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden. Hierdurch können Inhaltsstoffe verändert werden, sodass die Wirksamkeit beeinträchtigt wird.

Eltern sollten in regelmäßigen Abständen die Medikamente in Babys und natürlich auch in der eigenen Hausapotheke auf ihre Haltbarkeit checken. Abgelaufene Arzneien einfach in die nächste Apotheke bringen – hier werden sie fachgerecht entsorgt.

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