Die Piper PA-18 und ihre militärische Variante L-18C

Der Jagdbomber F-86A bestand im Koreakrieg seine Bewährungsprobe. Es war das Jagdflugzeug der Bundesluftwaffe in deren Aufbauphase ab 1957.

Ausgezeichneten Kurzstarteigenschaften, einer robusten und gleichzeitig einfachen Konstruktion und einem gutmütigen Flugverhalten verdankt die Piper PA-18 Super Cub ihren weltweiten Erfolg. Dieses Flugzeug kam nach der Musterzulassung im November 1949 schon 1949 zur Auslieferung. Bei Piper wurde das Modell bis 1982 produziert. Dann übernahm eine texanische Firma das Modell.

Die Geschichte der PA-18

Die PA-18 Super Cub ähnelt den frühesten Piper J-3 Cub: V-Streben stützten die Tragflächen des Hochdeckers mit einem drahtverspanntes Leitwerk und einem starren Spornradfahrwerk. Als Antrieb wurde ab 1954 der zuverlässige Motor O-320 mit TBO 2000 hrs von Lycoming eingesetzt.

Am 18. November 1949 erhob sich die PA 18 Super Cub erstmals in die Luft. Beim Vorgängermodell J3 ragten die Motoren noch rechts und links aus dem Rumpf. Bei der PA 18 umschloss die Motorhaube den Motor vollständig. Die ersten Maschinen hatten 90 PS unter der Haube. Später folgten Motoren mit 125 PS und 152 PS. Weitere Versionen und Bezeichnungen für diesen Flugzeugtyp sind PA 18A, L-18C, L-21A, TL-21A, L-21B und U-7A.

Folgende Stückzahlen der Super Cub und ihrer Nachfolger wurde insgesamt gebaut:

  • Piper Aircraft in Lock Haven, Pennsylvania: 10.224 Stück von 1949 bis 1982
  • Piper Aircraft in Vero Beach, Florida: 102 Stück von 1988 bis 1994
  • Cub Crafters in Yakima, Washington, ca. 40 Stück seit 1999 bis heute
  • Smith Aviation in Thornton, Ontario: ca.80 Bausätze seit 1999 bis heute
  • WTA in Lubbock, Texas: Produktion seit 1980, Stückzahl ist nicht bekannt

Die Piper L-18C bei der Bundesluftwaffe

Die Piper L-18C war die militärische Variante der Piper PA-18. Sie ist ein einmotoriges, propellergetriebenes, zweisitziges Schulflugzeug mit Doppelsteuerung. Flugschüler und Fluglehrer saßen hintereinander. Die Luftschraube hatte 2 Blätter. Sie wurde von einem 4-Zylinder-Boxermotor Continental C90-8F angetrieben und war noch nicht verstellbar. Der Motor musste via Luftschraube von Hand angeworfen werden, da er keinen Anlasser hatte. Diese L-18C war das erste Schulflugzeug für Piloten der im Aufbau befindlichen deutschen Streitkräfte. Sie wurde auch als Verbindungs- und Schulflugzeug eingesetzt.

Die Bundesluftwaffe erhielt in den Jahren 1955 und 1956 insgesamt 40 Flugzeuge des Typs Piper L-18C. Sie wurden in den beiden Flugzeugführerschulen und in dem Fluganwärterregiment zu Schulungs- und Auswahlzwecken genutzt. Schon 1957 begann die Ablösung der Piper durch die Dornier Do-27. 1963 führte die Luftwaffe zusätzlich die Piaggio P-149D zur Auswahlschulung ein. Die Piper L-18C wurden den inzwischen entstandenen Flugsportgruppen der Bundeswehr überlassen. Diese wurden 1980 aufgelöst und die Maschinen wurden an zivile Flugsportclubs verkauft. Eine Reihe dieser Flugzeuge fliegt noch heute als Oldtimer.

Die Piper L-18C im Museum

Eine Piper L-18C ist im Hangar des Luftwaffenmuseum der Bundeswehr auf dem ehemaligen Flugfeld Berlin-Gatow zu sehen.

Die Daten der Piper L-18C Supercub

  • Besatzung : 2
  • Länge : 6.86 Meter
  • Höhe : 2.02 Meter
  • Spannweite : 10.76 Meter
  • Flügelfläche : 16.54 Quadratmeter
  • Leergewicht : 445 kg
  • max. Startgewicht : 680 kg
  • Reichweite : 400 Kilometer
  • Dienstgipfelhöhe :etwa 5.000 Meter
  • Motor : 1 x Kolben-Boxermotor Continental O-200-A mit 100 PS oder Lycoming O-290 D2C mit 125 PS
  • Höchstgeschwindigkeit : 200 km/h
  • Reisegeschwindigkeit: 180 km/h
  • Steigleistung : 4.40 Meter pro Sekunde

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