Die wichtigsten Mittel für die homöopathische Reiseapotheke

Dieser Artikel bietet einen kurzen Überblick über die wichtigsten homöopathischen Mittel, die in keiner Reiseapotheke fehlen sollten.

Schnell kann es passiert sein: Man verträgt das fremde Essen am Urlaubsort nicht, tritt in einen Seeigel oder bekommt lästige Insektenstiche ab. Und schon ist das Ferienvergnügen getrübt. Um leichtere Beschwerden erst einmal selbst zu behandeln, hält die Homöopathie einige Mittel bereit, die in keiner Reiseapotheke fehlen sollten. Die kleinen Globuli-Fläschchen nehmen nicht viel Platz im Gepäck ein. Welche Mittel mit auf die Reise gehen sollen, kann sich jeder nach Bedarf selbst aussuchen. In der Apotheke gibt es aber auch fertige Sets zu kaufen.

So werden die homöopathischen Medikamente dosiert

Für die Reiseapotheke kommen hauptsächlich Mittel in der D-12-Potenz zum Einsatz. Eine Gabe entspricht beim Erwachsenen fünf, bei Kindern je nach Alter zwei bis drei Globuli, und bei Säuglingen einem Globulus. Bei akuten Beschwerden nimmt man anfangs viertel- bis halbstündlich je eine Gabe ein, bis eine Besserung spürbar wird. Danach werden die zeitlichen Abstände immer weiter vergrößert, bis die Beschwerden abgeklungen sind. Wenn es noch nötig ist, kann man die Behandlung ein paar Tage lang mit je einer Gabe zweimal täglich fortführen. Ohne fachkundigen Rat eines homöopathisch ausgebildeten Arzt oder Heilpraktikers sollte jedoch kein Mittel über eine längere Zeit verwendet werden. Denn entgegen der weitverbreiteten Meinung können auch homöopathische Medikamente zu unerwünschten Wirkungen führen. Tritt nach den ersten zwei bis drei Gaben keine deutliche Verbesserung ein, ist es das falsche Mittel und sollte deshalb nicht weiter damit behandelt werden.

Die wichtigsten homöopathischen Mittel nach Verletzungen

Bei Wunden und stumpfen Verletzungen ist das klassische Mittel Arnica D 12. Es unterstützt die Wundheilung und hilft, Blutungen zu stillen. Es wird anfangs alle zehn Minuten eingenommen, bis die Schmerzen deutlich nachlassen. Ist die Wunde sehr schmerzhaft, kann als Erstmaßnahme bis zum Eintreffen des Arztes Hypericum D 12 eingenommen werden. Bei Schreck- oder Schockzuständen haben sich außerdem Bachblüten-Notfall-Globuli bewährt. Besonders Kinder, aber auch Tiere lassen sich damit nach einem Unfall gut beruhigen.

Die homöopathische Reiseapotheke bei zu viel Sonne und Insektenstichen

Ein gutes Mittel, um Verbrennungen und Sonnenbrand zu behandeln, ist Cantharis D 12. Aber auch Belladonna D 12 kann helfen. Wer zu lange in der Sonne war und sich danach schwindlig und schwach fühlt, kann Aconitum D 12 einnehmen. Ist das Gesicht bei einem Sonnenstich rot und heiß, ist Belladonna D 12 das Mittel der Wahl. Nach einem Insektenstich hilft Apis mellifica D 12 gegen die Schmerzen. Es lässt außerdem die Schwellung abklingen.

Globuli bei Magen-Darm-Beschwerden im Urlaub

Bei Reiseübelkeit ist Cocculus D 12 ein wirksames Medikament. Hat man sich bei einem reichhaltigen Essen oder durch zu viel Alkohol den Magen verdorben, kann Nux vomica D 12 Erleichterung bringen. Gerade in südlichen Ländern kann es durch mangelnde Hygiene schnell zu einem Magen-Darm-Infekt kommen. Arsenicum album D 12 ist gegen Brechdurchfall und den damit verbundenen Schwächezustand oft sehr hilfreich.

Homöopathische Mittel bei Erkältungskrankheiten

Wer auf Reisen das erste Frösteln einer beginnenden Sommergrippe spürt, sollte sofort Aconitum D 12 einnehmen, um den Ausbruch der Erkrankung zu verhindern. Beginnt die Erkältung plötzlich mit hoch ansteigendem Fieber, ist eher Belladonna D 12 das Mittel der Wahl. Es kann auch als Erstmaßnahme bei kindlichen Fieberkrämpfen eingesetzt werden, bis ein Arzt zur Stelle ist.

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