Domain, DNS, URL und welche Internet-Namen sind noch frei?

Im Riesennetzwerk Internet müssen Rechner und Informationen gefunden werden: Domains im DNS und URLs helfen dabei. Und: Was nützt eine DENIC-Abfrage?

Das Internet ist ein großes Netzwerk, das der Informations-Übertragung dient. Damit es bei der Datenübertragung im Internet mit seinen Millionen angeschlossenen Rechnern nicht zum großen Chaos kommt, müssen die einzelnen Rechner, die mit dem Internet verbunden sind, eindeutig identifizierbar sein.

Das geschieht durch IP-Adressen, die Absender- und Adressaten-Informationen zum Datentransport im Internet zwischen Ausgangs- und Zielrechnern angibt (zum Beispiel 193.96.28.72). Solche Zahlenkombinationen sind nicht besonders benutzerfreundlich, beispielsweise wenn es darum geht, sie als Adresse für den E-Mail-Versand anzugeben. Eine Zahl lässt sich schwerer merken als ein Name.

Orientierung im Internet: Domains im DNS

Und hier kommen die so genannten Domains ins Spiel. Öffentlich zugängliche Rechner besitzen zusätzlich zu ihrer IP-Adresse noch Namen. Ein Beispiel für den Namen eines Rechners ist: backup.technik.v-a-i.de. Unter einer Domain versteht man einen zusammengehörenden Teil des Internet. Das können zum Beispiel alle Rechner eines Landes, alle Rechner eines weltweit operierenden Konzerns oder alle Rechner einer Universität sein.

Verwaltet wird dies unter dem Namen DNS (Domain Name System). Dieses DNS spiegelt einen hierarchisch aufgebauten Pfad zu einem bestimmten Rechner wieder. Das DNS verwaltet also weltweit eindeutige Domainnamen. Die Grafik unten veranschaulicht den hierarchischen Aufbau des DNS im Schema. Ein Rechnername in diesem System entspricht dem Muster: host.subdomain.domain.topleveldomain

  • Beispiel: backup.technik.v-a-i.de

Man kann zur Vereinfachung des Datenverkehrs große Domains in kleinere Bereiche, sogenannte Subdomains, aufteilen. So könnten alle Arbeitsplatz-Rechner der Technik-Division einer Firma VAI in der Subdomain technik.v-a-i.de mit Namen wie z.B. backup.technik.v-a-i.de präsent sein.

Domainabfrage: Gibt es den Namen schon im Web?

Alle Domains im Internet zusammen bilden das DNS (Domain Name System). Das DNS gibt einen hierarchisch aufgebauten Pfad zu einem bestimmten Rechner wieder (siehe Foto unten). Der Toplevel-Domain-Name ist ein einfaches Kürzel. Hierbei unterscheidet man zwischen organisations- und länderspezifischen Domain-Namen. Organisationsspezifische Domain-Namen stammen noch aus der Zeit, in der das Internet vornehmlich von Nordamerika aus genutzt wurde.

  • edu – educational institution (Universität/Bildungseinrichtung)
  • com – commercial organisation (Unternehmen)
  • net – Netzwerkorganisation, Provider
  • org – Non-Profit-Organisation
  • gov – government (Behörde)
  • mil – military (militärische Organisation)
  • int – internationale Organisation

Neben diesen organisationsspezifischen Toplevel-Domain-Namen gibt es länderspezifische Toplevel-Domain-Namen, die aus zwei Buchstaben bestehen. So hat Deutschland „de“, Österreich „at“, die Schweiz „ch“, Großbritannien „uk“. Um zu erfragen, ob eine Domain mit *.de noch frei ist, genügt die Anfrage beim DENIC (siehe Bild unten). Bei internationalen Domains mit *.com usw. erfolgt die Anfrage beim Internic.

Korrekte Adressierung im Internet: URL

URL (Unified Resource Locator) ist die Adressierungsform im WWW. Eine URL der Form http://www.v-a-i.de, so wie sie gewöhnlich im Browser-Fenster angezeigt und eingegeben wird, beinhaltet nicht nur den Rechnernamen oder die IP-Adresse eines Web-Servers, sondern ebenso den genauen Speicherort einer Datei auf diesem Server.

  • Hinter www.v-a-i.de/ verbirgt sich zum Beispiel standardmäßig eine Datei namens index.htm oder index.html, die VAI-Homepage.

Das HyperText Transport Protocol (HTTP) sorgt dafür, dass ein Browser, bei dem eine URL eingegeben wird, zunächst die IP-Adresse des Servers per Abfrage eines DNS-Servers ermittelt, dann diesen Server nach der konkreten HTML-Datei befragt und schließlich den Inhalt dieser Datei am Bildschirm des Anwenders darstellt.

Die URL http://www.v-a-i.de/12d.htm enthält die Information, dass es auf dem Rechner mit dem Namen www.v-a-i.de eine Datei namens 12d.htm gibt. Man kann diese Form über komplette Verzeichnisstrukturen ausweiten, indem man jedes Verzeichnis mit einem Schrägstrich „/“ abtrennt.

Außerdem können statt einem Dateinamen auch so genannte Text-Strings angegeben werden, die von Skripten auf einem Web-Server ausgewertet werden. Beispiel für eine Suchabfrage, die letztlich eine einfache Google-Suche darstellt:

  • http://www.google.de/search?client=safari&rls=de-de&q=Internic&ie=UTF-8&oe=UTF-8 oder
  • http://www.google.de/search?client=safari&rls=de-de&q=Kohl&ie=UTF-8&oe=UTF-8

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