Ehe & Partnerschaft: Lebensform oder Lebenskunst

Sind Frauen u.Männer kompatibel? Frauen und Männer sprechen unterschiedliche Sprachen. Kommunikation wird dadurch beinahe unmöglich,Streit ist vorprogrammiert. Es braucht Klarheit und Gemeinsamkeit.

Als Frau ist es in der heutigen Zeit zwar schwierig, die vielen Rollen auszufüllen, die da wären: Ehefrau und Geliebte, Mutter, Powerfrau im Beruf, Tochter usw. Jedoch hat sich das Selbstverständnis der Frauen spürbar gewandelt zu mehr Selbstverständlichkeit, diese Rollen zu leben.

Männer zunehmend verunsichert

Für Männer scheint sich dies noch als etwas schwierig zu gestalten. Schwierig scheint der Spagat zwischen Macho/Softie zu sein. Einerseits sollen Gefühle gezeigt und auch gelebt werden, andererseits aber bitte mit starker Schulter und starkem Rückgrat. Führungsqualitäten und Durchsetzungsvermögen sind gefragte Attribute, am Besten jedoch kombiniert mit viel Sanftmut und Rücksichtnahme. Aber ist das wirklich der Wunsch der Frauen? Oder ist da irgendetwas völlig verzerrt von Frauen vermittelt und/oder aber derart bei den Herren der Schöpfung angekommen? Fühlen sich die Herren denn nun wirklich überflüssig, nur weil Frau ihre Brötchen selbst verdienen kann? Manchmal sogar mit mehr Erfolg als der Gatte? Schlagwörter wie: „Neue Männer braucht das Land“ oder gar „Frauen – die neuen Männer von heute…“ tragen noch zur Verunsicherung bei.

Wahrnehmen in Form von Erkennen

Ist es denn nicht vielmehr eine Sache der Wahrnehmung? Die Bereitschaft, den anderen in seiner Person wahr-zu-nehmen, anzunehmen und so zu sehen, wie er ist? Ohne ihn in ein Format der eigenen Erwartungen pressen zu wollen. Sein Gegenüber mit Würde, Achtung und Liebe zu begegnen, ohne auf Gegenleistungen zu hoffen. Viele Missverständnisse ließen sich schon im Vorfeld vermeiden, wenn mehr Klarheit da wäre. Klarheit im Sinne von, in seinen Handlungen und Erwartungen für den anderen klar, und somit berechenbar und verlässlich zu sein. Dies bedingt natürlich, in erster Linie sich selbst klar zu sein, was an Emotionen, Wünschen und auch an Tabus in einem wohnt, und kommuniziert werden möchte.

Konflikte durch gestörte Kommunikation

Generell ist eine adäquate Kommunikation das wichtigste zwischen Paaren und zwischen Menschen überhaupt. Und damit wäre man nun wieder am Ausgangspunkt: Kommunikation wird von Männern und Frauen völlig unterschiedlich betrieben. Dies hat wohl multikonditionale Ursachen (Evolutionsbiologisch, Erziehungsunterschiede, Neuronale Vernetzungsunterschiede etc.), und ist der häufigste Knackpunkt in jeder Beziehung: Männer verstehen Frauen einfach nicht, und das können Frauen wiederum nicht verstehen.

Kommunikation verbessern anstatt Unterschiede zu forcieren für mehr Klarheit

Somit wäre es doch am hilfreichsten, man würde die Aufmerksamkeit weniger auf die genetischen Unterschiede richten, da diese ja auch irreversibel sind (meistens jedenfalls), sondern vielmehr auf die unterschiedliche Art der Kommunikation, ungeachtet ihrer Ätiologie. Und dann zielgerichtet dort Unterstützung anzubieten, damit emotional überladene und oftmals vermengte Konfliktinhalte klar werden in dem, was eigentlich das Bedürfnis war. Aber auch stark komprimierte Inhalte zu „entpacken“, um diese zu verstehen, und Verletzungen zu vermeiden. Männer und Frauen müssen lernen, eine gemeinsame Sprache zu sprechen, die Klar kommuniziert, und somit Klarheit schafft. Dies wäre dann auch die Kunst in der Lebensform Ehe/Partnerschaft, und somit eine mögliche Basis jenseits klischeeträchtiger Termini.

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