Eine Motorradreise planen und vorbereiten

Reisen in der Gruppe hat seinen eigenen Reiz. Das gilt auch für die Urlaubstour mit dem Motorrad. Doch es gibt dabei einiges zu beachten.

Die große Tour mit dem Motorrad hat ihren eigenen Charme. Exakte Planung und Vorbereitung lassen sie zu einem gelungenen Erlebnis werden. Das gilt besonders, wenn man nicht allein, sondern in der Gruppe unterwegs ist.

Gut vorbereitet in den Urlaub starten

Im Gegensatz zur spontanen Feierabendtour sollte sich der Biker auf seine Urlaubsfahrt gut vorbereiten. Das gilt besonders für das Motorrad. Ein gründlicher Technikcheck ist vor dem Start in den Urlaub ein absolutes Muss, denn bei einem vollgepackten Bike verändern sich die Fahreigenschaften oft dramatisch: Der Bremsweg verlängert sich durch das höhere Gewicht. Durch die veränderte Gewichtsverteilung bekommt die Maschine ein völlig anderes Lenkverhalten. Darunter leidet nicht nur das Kurvenverhalten. Durch geschicktes Packen lassen sich diese Besonderheiten aber minimieren.

Gepäck gut verteilen

Am Motorrad gibt es drei Stellen, die zum Gepäcktransport in Frage kommen. Der Tank, die Gepäckbrücke am Heck und links und rechts neben dem Hinterrad. Auf dem Tank sitzt der Tankrucksack. In ihm liegt unten das Werkzeug. Das obere Fach beherbergt leichte Dinge wie Regenkombi, Fotoapparat, Pausensnack oder Kartenmaterial. So bleibt der Schwerpunkt tief.

Auf die Gepäckbrücke gehören sperrige, leichte Sachen wie Schlafsack, Isomatte und Zelt. In einer wasserdichten Gepäckrolle eingepackt überstehen sie auch eine längere Regenfahrt. Wenn man im Hotel oder der Jugendherberge übernachten will, kann man auch andere Dinge auf der Gepäckbrücke transportieren. In den Koffern findet die Wäsche und Ersatzkleidung schwerpunktgünstig einen Platz. Alle Gegenstände gut mit Riemen sichern, damit sich unterwegs nichts lockert und abfällt.

Die Tour gut planen

Eine gute Planung der Urlaubstour ist oft schon der Garant für einen erlebnisreichen und erholsamen Aufenthalt vor Ort. Außerhalb der Hochsaison sind die Preise relativ günstig und die Straßen leerer. Bei der Anreise sollte der Weg das Ziel sein. Gerade in der Gruppe sollte die Anfahrt nicht einem Marathonlauf ähneln. Je kürzer die Etappe, um so mehr erlebt man auf der Fahrt. Mit vollem Tank geht es los. Die unterwegs nötigen Tankstopps gibt die Maschine mit der kürzesten Reichweite vor. Alle zwei Stunden sollte eine Pause zum Kräfte tanken der Fahrer drin sein. Dann besteht auch die Möglichkeit, verloren gegangene Gruppenmitglieder einzusammeln.

Gruppendynamik beachten

Zur Vorbereitung der Fahrt gehört auch die Einteilung der Gruppe. Nicht zu viele Maschinen sollten zusammen fahren. Lieber mehrere kleine Teams zusammen reisen lassen als unterwegs in Stress zu geraten. Außerdem kann man so auf die unterschiedlichen Fahrstile Rücksicht nehmen. Fahrer mit gleichen Vorlieben fahren zusammen. Die Sportler brauchen keine Rücksicht auf die gemütlichen Tourer zu nehmen und auch die Cruiser können die Anreise genießen.

Vor Beginn der Fahrt macht man Treffpunkte aus, an denen man sich nach einer Trennung wieder zusammen findet. Auch Regeln für das Überholen oder das Verhalten an Ampeln oder Bahnübergängen sollte man absprechen. Im Prinzip ist aber jeder Fahrer für sich selbst verantwortlich. Rücksichtnahme auf die Anderen in der Gruppe sollte aber selbstverständlich sein.

Übersicht, Zusammenhalt und Kommunikation

Die Spitze der Gruppe übernimmt der Fahrer mit der Übersicht über die Tour. Damit der Zusammenhalt des Teams nicht auseinanderbricht; fahren die Biker mit den schwächsten Motorrädern oder mit der geringsten Fahrerfahrung direkt hinter dem Guide. Am Ende reihen sich die schweren Bikes und die erfahreneren Fahrer ein. Handzeichen dienen der Verständigung untereinander. So können Probleme unterwegs leicht bekannt gemacht werden.

Pannenhilfe unterwegs: Ersatzteile-Checkliste

Pannen geschehen auch auf perfekt durchgeplanten Reisen. Schnelle Hilfe ist dann angesagt. Zur Planung gehört der Check der Verschleißteile wie Bremsen, Bremsen oder Antriebskette. Zum Bordwerkzeug gesellen sich Zündkerzen, Ersatzbowdenzüge und Glühbirnen. Für Notfallreparaturen sind Kabelbinder, Bindedraht, Klebeband und ein so genanntes Multitool zusätzliche nützliche Helfer.

Ersatzteile-Checkliste:

  • Ersatzvisier
  • Bindedraht
  • zweites Paar Handschuhe
  • Klebeband
  • Motorrad-Reserveschlüssel
  • Ersatz-Glühbirnen
  • Sonnenbrille
  • Multitool
  • Erste-Hilfe-Set
  • Straßenkarte
  • Fahrzeugpapiere, Ausweis
  • Grüne Versicherungskarte ? Schutzbrief
  • Bordwerkzeug
  • Kettenöl

Wer noch Platz hat:

  • Kupplungs-/Bremshebel
  • Schalthebel
  • Gaszug

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