Einschlafstörungen natürlich behandeln

Die heutige Lebensweise sorgt für einen vielfach gestörten Schlafzyklus. Wie lassen sich Schlafstörungen natürlich behandeln?

Viele Berufe bringen einen gestörten Schlafrhythmus mit sich. Ob Schichtdienst, reiner Nachtdienst oder aber auch Stress und ständige Anspannung im Beruf, all diese Faktoren lassen einen nur schwer einschlafen.

Neben den Symptomen wie Abgeschlagenheit, schlechte Laune, geringe Leistungsfähigkeit und auch körperliche Symptome wie ein schlechtes Hautbild, Herzrhythmusstörungen (bei langandauernden Schlafstörungen) gerät auch der Hormonhaushalt und damit die psychische Stabilität in ein Ungleichgewicht.

All diese Faktoren führen letztlich dazu, dass neben den beschriebenen Symptomen auch im beruflichen Alltag vermehrt Fehler passieren, weil die Konzentration vermindert ist. Zudem kann es auch im Straßenverkehr zu Gefährdungssituationen kommen.

Betroffene nehmen vielfach synthetische Arzneimittel ein

Die beschriebenen Symptome werden von den Betroffenen und auch vielfach von Ärzten hauptsächlich mit synthetischen Arzneimitteln aus der Gruppe der Hypnotika oder der Sedativa behandelt. Neben Medikamenten mit den Wirkstoffen wie Chloralhydrat werden auch Mittel aus der Gruppe der Benzodiazepine wie zum Beispiel das Lorazepam häufig verschrieben.

Neben den Nebenwirkungen bergen diese Medikamente jedoch die Gefahr der Gewöhnung und damit ein potenzielles Abhängigkeitspotenzial. Zudem unterdrücken die synthetischen Arzneimittel vielfach die Traumphasen. Die Folge ist ein Schlaf, der nicht sehr erholsam ist. Das Gefühl des „Gerädertseins“ besteht auch am Morgen fort. Zudem bewirkt der immer noch im Blut vorhandene Wirkspiegel im Blut ein auch über den Tag verteiltes Müdigkeitsgefühl und eine verminderte Leistungsfähigkeit.

Alternative: Heilkräuter

Statt die Schlafstörungen mit synthetischen Medikamenten zu behandeln, lassen sich diese jedoch auch auf natürlichem Wege mit Kräutern aus der Naturheilkunde behandeln.

Schlafpräparate aus Baldrianextrakt, entweder als Monopräparat verabreicht oder als Kombinationspräparat mit anderen Kräuterextrakten können helfen, das Einschlafen zu erleichtern. Neben dem Baldrian kommen Hopfen, Melisse und auch Passionsblumenextrakt infrage.

Heilkräuter wirken auf zwei Ebenen

Mehrere Studien haben ergeben, dass die Naturheilkräuter auf die zwei Wirkmechanismen des Körpers, nämlich den Melatonin und den Adenosinkomplex positiv einwirken. Dadurch wird einerseits das Müdigkeitsgefühl gefördert, zum anderen aber auch das Gefühl des „Schlafenwollens“ gefördert. Hopfen wirkt dabei auf den Melatoninkomplex ein, während Baldrian auf den Adenosinkomplex positiv wirkt. So kann bereits eine bloß zweiwöchige Behandlung mit den Naturheilkräutern den Schlaf und seine Qualität deutlich verbessern. Neben verlängerten Traumphasen ist auch am Tag die Leistungsfähigkeit voll gegeben, weil die Wirksubstanzen der Kräuter nur während des Einschlafens einen Wirkspiegel aufbauen, diesen aber bereits während des Schlafes nahezu vollständig abbauen.

Weitere Möglichkeiten für einen verbesserten Schlaf

Neben den beschriebenen Alternativen sollte jedoch auch ein festes Einschlafritual eingehalten werden, so kann beispielsweise eine leichte Lektüre das Einschlafen verbessern. Zusätzlich zu den Heilkräutern kann auch ein warmes Glas Milch mit Honig das Einschlafen verbessern. Auch bei der warmen Milch mit Honig wird eine Wirkung auf den Melatoninkomplex erzielt. Zudem können Entspannungsübungen wie Qi Gong oder Yoga beziehungsweise Autogenes Training das Einschlafen verbessern.

Abschlißend sei darauf verwiesen, dass der Artikel natürlich den fachkundigen Rat eines Arztes oder eines Heilpraktikers nicht ersetzen kann.

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