Ernährung bei AIDS

Gesund Essen gegen den HI-Virus. Bisher kann man AIDS nicht heilen, die Symptome und Begleiterscheinungen der Erkrankung können aber durch bestimmte Nahrungsmittel verbessert werden.

AIDS ist die geläufige Abkürzung für die englische Bezeichnung „acquired imune deficiency syndrome“ – das erworbene Immunschwächesyndrom. Bei dieser Erkrankung bricht das Immunsystem des Betroffenen zusammen, so dass er andere Krankheiten nicht mehr ausreichend abwehren kann.

Gesunde, ausgewogene Ernährung in der AIDS-Therapie

Bei den meisten Therapieformen wird eine ausgewogene Ernährung begleitend eingesetzt. So kann auch mithilfe einer geeigneten Nahrungsmittelauswahl die Lebensqualität von AIDS-Patienten verbessert werden. Auch diejenigen, die mit HIV („human immunodeficiency virus“ – menschliches Immunschwächevirus) infiziert sind, bei denen die Krankheit aber noch nicht ausgebrochen ist, können durch eine bestimmte Ernährungsweise den späteren Verlauf der Krankheit positiv beeinflussen.

Auf diese Weise kann ersten Symptomen von AIDS wie extremem Gewichtsverlust und allgemeiner Schwäche vorgebeugt werden. Auch späteren Begleiterscheinungen wie Unterernährung oder der erhöhten Anfälligkeit für bakterielle Infektionen kann damit entgegen gewirkt werden. Besonders im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung tragen unter anderem

  • Übelkeit und Erbrechen
  • Durchfall
  • Entzündungen im Mund
  • eine verminderte Nährstoffverwertung im Körper
  • veränderter Stoffwechsel sowie
  • Appetitlosigkeit

zu starkem Gewichtsverlust und damit einer weiteren Schwächung des Immunsystems bei. Daher wird bereits bei der Behandlung der ersten Symptome besonders großer Wert auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung gelegt.

Nahrungsmittel zur Stärkung des Immunsystems

Um die Versorgung mit lebenswichtigen Nährstoffen sicher zu stellen und Mangelerscheinungen vorzubeugen, ist es wichtig, den Körper vor allem mit den Vitaminen A, B6 und B12 ausreichend zu versorgen. Sie sind besonders in Milch und Milchprodukten, Leber und Fisch enthalten. Vitamin A und B12 findet man hauptsächlich in tierischen Nahrungsmitteln, B6 hingegen in Vollkornprodukten und Nüssen. Auch bestimmte Fettsäuren, Fischöl und zahlreiche Kräuter, Gewürze und Heilpflanzen können nachweislich zu einer Stärkung des menschlichen Immunsystems beitragen.

Abwehr des HI-Virus mit immunstärkenden Substanzen in Lebensmitteln

Bestimmte Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sowie sekundäre Pflanzenstoffe (bioaktive Substanzen) tragen nachweislich dazu bei, HIV zu bekämpfen und die Immunabwehr zu stärken. Hierzu zählen unter anderem:

  • Vitamin A, B6, B12 (Leber, Eigelb, Milchprodukte)
  • Vitamin C (Zitrusfrüchte, Paprika) und E (Nüsse, Avocados, kaltgepresste Pflanzenöle)
  • Pantothensäure (Fleisch, Fisch, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte)
  • Folsäure (Leber, Blattspinat, Fenchel, Hülsenfrüchte, Keimlinge, Vollkornprodukte)
  • Antioxidanzien wie Betacarotin, Provitamin A und andere Carotinoide (dunkelgrünes Blattgemüse, gelbes und Obst und Gemüse)
  • Zink (Eier, Geflügel, Parmesan, Weizenkeime)
  • Eisen (Soja, Amaranth, Vollkornprodukte, Petersilie, Hülsenfrüchte)
  • Selen (Fisch, Fleisch, Sesam, Nüsse, Gemüse)

Ernährungstherapeutische Maßnahmen bei Appetitlosigkeit

Häufige Begleiterscheinungen bei AIDS sind Übelkeit und Appetitlosigkeit. Um den geschwächten Organismus vor weiterem Gewichtsverlust zu schützen, ist es wichtig, täglich mindestens drei Haupt- und zwei Zwischenmahlzeiten zu sich zu nehmen. Bei starker Appetitlosigkeit können auch mal am Tag kleine Portionen verzehrt werden. Mangelndem Appetit lässt sich entgegen wirken, indem man 30 Minuten nach der Mahlzeit ein kalorienreiches Getränk verzehrt und zwischendurch Nüsse, Samen und Kerne knabbert. Ist die Übelkeit zu stark, sollten fette oder stark gewürzte Speisen und saure Getränke vermieden werden.

Empfehlenswerte Nahrungsmittel bei HIV und AIDS

Um Gewichtsverluste zu vermeiden und auch der Appetitlosigkeit entgegen zu wirken, sollten folgende Lebensmittel täglich auf dem Speiseplan stehen:

  • Vollkornprodukte
  • gewaschenes Obst und Gemüse
  • pasteurisierte Milchprodukte
  • Fisch, Fleisch, Leber und Eier
  • Nüsse

Nicht empfehlenswerte Nahrungsmittel bei HIV und AIDS

Im Kampf gegen HIV sollten folgende Speisen und Getränke weitgehend vermieden werden:

  • nicht ausreichend gekochte Speisen
  • rohe oder weich gekochte Eier
  • Fleischpasteten und Meeresfrüchte (können bakterielle Infektionen auslösen)
  • Tee, Kaffee, koffeinhaltige Getränke, Alkohol

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