Fossilien sammeln: Ein Hobby für jeden

Die etwas andere Art Millionenschätze in Besitz zu nehmen und zu bestaunen: Ein kleines Naturkundemuseum, mit ihnen als Direktor.

Leider handelt es sich hierbei nicht um Monetäres, sondern um Jahre: Fossilien sind meist mehrere Millionen Jahre alt, und jedes Fossil erzählt eine Geschichte. Die einfachste dieser Geschichten ist die des Findens.

Am besten holt man sich in Museen erste Anregungen über das zukünftige Sammelgebiet. Dann folgt einer der wichtigsten Punkte: Das Lesen. Es gibt in jeder Buchhandlung Literatur über Geologie und Fossilien. Am Anfang sollte man zu allgemein gehaltenen Führern greifen, in denen man einen groben Überblick über das zukünftige Hobby erhält. Bei einer anstehenden Urlaubsreise kann man sich einen speziellen Führer (Eifel, Altmühltal oder ähnliche) des Urlaubsgebietes kaufen. Auch das Internet hilft weiter.

Was für Fossilien wollen Sie sammeln?

Der Anfänger sammelt erst einmal alles, was er an Fossilien finden kann. Er hat bald mehrere Schubladen voll und damit den Überblick verloren. Jetzt ist der Moment gekommen, sich von einigen Stücken zu trennen und zu sagen: Gesammelt werden nur noch noch Muscheln, Ammoniten, Fische, oder Fossilien aus einem bestimmten Gebiet (Eifel, Altmühltal usw.). Man kann sich auch auf ein bestimmtes Erdzeitalter konzentrieren.

Dabei sollte man sein Gefühl sprechen lassen. Was interessiert Sie und was spricht Sie an? Ein weiterer ganz wichtiger Faktor: Wollen Sie nur selber sammeln oder auch auf Börsen kaufen? Auch die Platzverhältnisse in der eigenen Wohnung spielen eine große Rolle. Auf größeren Börsen, wie in St. Marie in den Vogesen, kann man z.B. auch die Knochen eines komplett montierten Wollnashorns kaufen. Es gibt auch Ammoniten von mehr als einem Meter Durchmesser, das Ganze natürlich zu entsprechenden Preisen. Man erhält aber auch Ammoniten, Fische und Trilobiten schon ab einem Euro. Es gibt also für jeden Geldbeutel ein entsprechendes Angebot. Auf den Fotos sind Fossilien mit dem Preis, der auf der Börse gezahlt wurde, zu sehen.

Anschluss an eine Sammlervereinigung

Übers Internet finden Sie schnell Kontakt zu Sammlern, die dem gleichen Hobby frönen. Es gibt dort fast für alle Sammelgebiete Gruppen, die sich via Internet austauschen und auch bei Problemstücken (Was ist das und wo kommt es her?) Hilfestellung geben. In vielen größeren Städten gibt es Sammlervereinigungen, die sich meist einmal im Monat treffen, um Erfahrungen auszutauschen oder um einfach nur zu quatschen. Die örtliche Tagespresse hilft da weiter.

Sammeln im Gelände

Einer der wichtigsten Punkte, die es beim Sammeln im Gelände zu beachten gilt: Betreten Sie nie einen Bereich, wenn ein Verbotsschild aufgestellt ist. Dort ist sammeln unerwünscht und führt oft zu einer Anzeige. Das gleiche gilt für das Übersteigen von Zäunen. Wenn man in einem Steinbruch sammeln möchte, muss man vorher die Erlaubnis der Betriebsleitung einholen. Nur in Ausnahmefällen erhält man sie nicht. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn aus Gründen der Sicherheit das Betreten des Steinbruchs vom Bergamt für Betriebsfremde verboten wurde.

Es gibt auch Steinbrüche, in denen man gegen eine Gebühr sammeln darf. Oft wird das Werkzeug dort auch verliehen.

Geologische Bodendenkmäler

Innerhalb von geologischen Bodendenkmälern ist das Sammeln grundsätzlich verboten. Dieses Sammelverbot wurde zum Schutz der dortigen Fossilien für die Wissenschaft und nachfolgende Generationen erlassen. Bei Fossilen von Messel ist es für den Laien fast unmöglich, das Fossil richtig zu präparieren. Die dortigen Sammelverbote werden zum Teil sogar polizeilich überwacht.

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