Frisches Maiengrün – Grün als Kraftspender und mehr noch

Frisches junges Grün, im Maienwald reichlich anzutreffen, ist Labsal für die Augen. Die Farbe Grün hält dazu an, Kräfte zu sammeln und bringt Regeneration mit sich.

Der Blick auf Grünes ist weder anstrengend noch ermüdend, er stärkt das Auge und macht es empfänglich für andere Eindrücke. Grün wird mit Frühling und dem Wiedererwachen der Natur verbunden, als Besieger über den kalten Winter. Grün symbolisiert Hoffnung und Unsterblichkeit. Die positive Heilwirkung der Farbe Grün für Körper und Seele wurde auch von Hildegard von Bingen erkannt, wenn sie ihren Zeitgenossen riet, das Grün in der Natur bewusst aufzunehmen. Noch heute gehen Menschen gern im Wald spazieren, besonders wenn noch alles jung und frisch ist, um sich zu entspannen und neue Kräfte zu tanken.

Positive Assoziationen mit der Farbe Grün sind die Natur, die Lebendigkeit, der Frühling, die Hoffnung, die Zuversicht, die Frische, die Jugend. Negative Assoziationen mit Grün sind die Unreife, das Giftige, das Dämonische. Die Bezeichnung Giftgrün geht auf das so genannte Schweinfurter Grün zurück, das durch seinen hohen Arsengehalt sehr giftig war und schon lange verboten ist.

Grün in Kultur und Religion

Die Wurzel des Wortes „grün“ liegt in dem alten germanischen Wort ghro, was soviel wie wachsen und gedeihen bedeutet. Auch die Verwandtschaft des englischen Wortes grow mit green ist nicht von ungefähr. Grün als Symbol der Hoffnung, wenn die Natur abgestorben ist im Winter, zeigt sich in der christlichen Tradition des Weihnachtsbaumesoder grüner Zweige, das beides ins Wohnzimmer geholt wird. Grün ist auch eine liturgische Farbe und zwar sogar die am häufigsten anzutreffende unter den liturgischen Farben. Sie ist auch die Farbe des Islam und des Propheten Mohammed. Grün findet sich in den Nationalflaggen der meisten Wüstenstaaten, als Hinweis, dass ein Überleben nur in fruchtbaren grünen Oasen von Dauer ist. In Irland repräsentiert Grün den Katholizismus, und der Nationalheilige St. Patrick wird traditionell mit dieser Farbe assoziiert. Als Signalfarbe ist Grün im Straßenverkehr zuhause und signalisiert, dass alles „im grünen Bereich“ ist, sprich der Verkehr rollen kann.

Die Bedeutung der Farbe Grün in früheren Jahrhunderten

Im Mittelalter war Grün die Farbe der Minne, also der Liebe. Céladon besingt im Schäferroman „Astrée“, seine Geliebte, und trägt dabei Maigrün. Es galt als Symbol des Verliebtseins. Frisches Grün kommt bis heute zur Anwendung, wenn im Mai, Juni Traditionen und Bräuche gepflegt werden, wie etwa Pfingstbräuche. Im Mittelalter war Grün nicht nur die Farbe der Liebe, sondern auch die der Welt der Dämonen. Das Christentum stattete sie mit Grün aus. Dämonen hatten grüne Hautfarbe und grüne Augen, sie führten ihre Opfer direkt in die Hölle. Fruchtbarkeit als Symbol für die Farbe Grün wurde zu etwas Anrüchigem, ungezügelte Sexualität sollte nach den christlichen Sittenhüter vermieden werden. Der Teufel, als der Jäger nach den guten Seelen, trat in einem grünen Rock auf, weshalb er gelegentlich auch Grünrock genannt wird. Prostituierte mussten im Mittelalter zur Kenntlichmachung ein gelbes Tuch mit eingewebtem grünen Streifen tragen.

Für was die Farbe Grün gut ist

Grün schafft Harmonie. Als Grundfarbe der Natur symbolisiert sie Wachstum, Heilung und Seelenfrieden. Wer Grün liebt, ist laut Aussagen von Psychologen zuverlässig und mitfühlend. Auf viele Menschen wirkt Grün beruhigend und vertrauenserweckend. Die Farbe wirkt zudem ausgleichend für alles aus dem Lot Geratene. Sie löst Verspannungen, lindert Migräne und beeinflusst das Herz positiv, indem sie etwa Herzrasen lindert und überhaupt Heilungsprozesse positiv beeinflusst. Grün wirkt sogar antibakteriell gegen viele Augen- und Hautkrankheiten. Grünes in der Küche schont den Magen, bei Übersäuerung zum Beispiel, deshalb ist es ratsam, viel grüne Erbsen, Bohnen, Broccoli, frische Kräuter und grünen Salat zu essen.

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