Gastritis – Entzündung der Magenschleimhaut

Eine Gastritis ist eine Entzündung der Magenschleimhaut, die akut und chronisch auftreten kann. Eine Gastritis wird mit Hilfe einer Diät behandelt.

Eine Gastritis ist eine akute (plötzlich auftretende) oder chronische (immer wiederkehrende) Entzündung der Magenschleimhaut. Der Magen (Gaster) liegt direkt unter dem Zwerchfell, ist 25 Zentimeter lang, 12 Zentimeter breit und je nach Füllzustand acht Zentimeter dick. Der Magen ähnelt in seiner Form einem Dudelsack und schließt oben mit seinem Eingang (Kardia) an die Speiseröhre (Ösophagus) und unten mit dem Ausgang, beziehungsweise dem Magenpförtner an den Zwölffingerdarm (Duodenum) an. Der Magenpförtner ist eine, durch eine Schleimhautfalte gebildete Verengung, die von einem Ringmuskel (Sphinkter oder Pförtnerklappe) verschlossen wird. Der Sphinkter hat die Funktion, den Rückfluss (Reflux) des Mageninhaltes in die Speiseröhre zu verhindern.

Ursachen einer akuten Gastritis

  • Alkohol
  • verdorbene Nahrungsmittel (Toxine = Gifte, Bakterien, Viren)
  • extrem kalte Speisen
  • Arzneimittel
  • Operationen
  • Traumen
  • Infektionen
  • Röntgenbestrahlung
  • allergische Zustände
  • Lungen-, Herz- und Lebererkrankungen
  • neurologische Erkrankungen und psychische Faktoren

Symptome einer akuten Gastritis

Eine Gastritis geht mit verschiedenen Symptomen einher. Betroffene klagen über Appetitlosigkeit, einen pappigen Geschmack im Mund, über Übelkeit, einen drückenden Schmerz im Oberbauch, der sich bei der Nahrungsaufnahme verstärkt und bei Wärmeanwendung (Wärmflasche zum Beispiel) vermindert, über gelegentliches, fauliges Aufstoßen, Mattigkeit, über immer wiederkehrende Kopfschmerzen, Brechreiz, Erbrechen und über zum Teil sehr heftigen Durchfall (Diarrhoe).

Behandlung einer akuten Gastritis

Diätetisch wird eine Gastritis behandelt, indem die auslösenden Ursachen ausgeschaltet werden und die Ernährung an die Begleiterscheinungen angepasst wird. Die Kost ist also zunächst sekretorisch und motorisch nicht reizend, das heißt, die Nahrung sollte den Magen nicht dazu bringen, die Verdauung durch vermehrten Ausstoß von Sekreten oder viel Bewegung zu bewerkstelligen. Erbricht der Patient, muss er für einen Tag komplett auf Nahrung verzichten (Nahrungskarenz). Am nächsten Tag erfolgt die Gabe von leicht zubereitetem Tee (Kamille, Pfefferminz, Fenchel, Kümmel) ohne Zucker. Am zweiten Tag kann etwas Traubenzucker zugegeben werden und im Anschluss an die Zeit, in der ausschließlich Tee getrunken werden darf, erfolgt eine wenige Tage andauernde Schleim-Suppen-Kost. Die Schleime und Suppen werden anfangs nur mit Wasser gekocht und bestehen aus Reis-, Hafer- oder Stärkemehlschleim. Später können die Schleime und Suppen mit Milch oder magerer Brühe (Kalb, Rind, Huhn) gekocht werden. Angereichert und gewürzt wird mit Eigelb, Butter, Salz und Zucker.

Sobald die Beschwerden nachgelassen haben, wird im allgemeinen erst auf eine Breikost und anschließend auf eine Erweiterte Grunddiät übergegangen.

Chronische Gastritis

Eine chronische Gastritis ist eine immer wiederkehrende Entzündung der Magenschleimhaut. Je nach Ursache werden die Typen A, B und C unterschieden. Der Typ A entsteht durch eine gestörte Immunfunktion, die zu einer Rückbildung der Magenschleimhaut (Atrophie) führt. Der Typ B entsteht durch eine Infektion der Magenschleimhaut mit dem Keim Helicobacter Pylori. Dieser Typ der chronischen Gastritis macht eine Behandlung mit Antibiotika erforderlich. Der Typ C entsteht durch die Einwirkung verschiedener Gifte. Hauptverantwortlich sind hier Alkohol, Nikotin und die dauerhafte Einnahme von Medikamenten.

Symptome einer chronischen Gastritis

Diese Form der Gastritis verläuft oft ohne Symptome und muss in dem Fall auch nicht behandelt werden. Es können aber auch Druck- und Völlegefühl im Oberbauch, Magenbrennen und in seltenen Fällen Schmerzen auftreten. Sollten Beschwerden bemerkbar werden, nehmen diese meistens mit steigender Nahrungsaufnahme zu.

Behandlung einer chronischen Gastritis

Die Behandlung gestaltet sich so, dass die bekannten oder vermuteten Gifte (Noxe) ausgeschaltet werden und die Ernährung an das bestehende Beschwerdebild angepasst wird. Hierzu werden häufige, kleine Mahlzeiten, bestehend aus leicht verdaulichen Nahrungsmitteln und Speisen verabreicht. Das Nahrungsmittelangebot sollte möglichst breitgefächert sein, Verbote sollten vermieden werden, da selbige einer Mangel- oder Fehlernährung Vorschub leisten und eventuelle Unverträglichkeiten (Intoleranz) müssen unter genauer Beobachtung stehen.

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