Gesunde Nüsse kurbeln Fitness und Konzentration an

Nüsse sind ein wertvoller und gesunder Snack. Im Herbst haben die Kraftpakete Hochsaison. Ein Überblick über die vielfältigen Energielieferanten.

Was wir leichthin alles so als Nuss bezeichnen, ist nach den strengen Richtlinien der Botaniker nicht unbedingt korrekt benannt. Botanisch betrachtet ist nicht jede Nuss eine echte Nuss. Erst wenn alle drei Schichten der Fruchtwand verholzt sind, kann man von einer echten Nuss sprechen. So gehört die Erdnuss zu den Hülsenfrüchten (wie Erbse und Linse), die Cashewnuss wie Kokosnuss, Macadamia, Mandel und Pistazie zu den Steinfrüchten, und die Paranuss ist streng genommen eine Kapselfrucht. Wer echte Nüsse knacken will, muss sich auf Haselnuss, Marone, Walnuss und Pecannuss konzentrieren. Doch egal, ob es sich um eine “korrekte“ Nuss handelt, oder ob sie nur so genannt wird: Nüsse sind gesund. Das liegt an ihrem hohen Gehalt an Eiweiß, Fett, Mineralien, Ballaststoffen.

Hier ein Überblick über die vielfältigen Energielieferanten:

Cashew

Die Cashewnuss ist der üppig dicke Fruchtstiel des Cashewapfels, einer Scheinfrucht des Cashewbaums. Im botanischen Sinne ist sie gar keine Nuss, sondern die Steinfrucht dieses Baumes. Die nierenförmige Cashewnuss hat einen feinen, sahnig-milden Geschmack. In orientalischen Gemüsegerichten wird sie gerne als Fleischersatz verwendet. Sie weist einen hohen Gehalt an Vitamin A, D und E auf.

Erdnuss

Erdnüsse wachsen unterirdisch, sie zählen zu den gehaltvollen Hülsenfrüchten. Erdnüsse schmecken süßlich-würzig. Das in ihnen enthaltene Fett soll cholesterinsenkend wirken. Bei Erdnüssen besteht eine erhöhte Allergiegefahr. In vielen asiatischen Gerichten dürfen ganze Erdnüsse oder als Paste zerrieben nicht fehlen. Und Erdnussbutter gehört nicht nur in Amerika aufs Toastbrot. Obwohl sie in Europa offiziell so nicht heißen darf. Hier wird sie Erdnussmark oder Erdnussmus genannt. Geröstet und meist salzig sind Erdnüsse eine beliebte Knabberei.

Haselnuss

Eine echte Nuss und auch noch besonders hartschalig. Ihr Geschmack ist aromatisch-süßlich, sie besitzt viel Kalium, Eisen, Phosphor und Magnesium. Ihr Vitamin B wirkt positiv auf das Nervensystem und senkt den Cholesterinspiegel. Die Haselnuss ist mit ihrer Konzentration von 61 Prozent Öl eine Kalorienbombe. Pur gehört die Nuss ins Müsli. Köstlich ist sie in Saucen, gehackt, gehobelt oder gerieben. Und Backwaren sind ohne sie kaum zu denken, geschweige denn Nougat oder Nutella…

Macadamia

Die Macadamia gilt als Königin unter den Nüssen und wird auch “australische Nuss“ genannt (sie wurde dort entdeckt). Sie hat ein buttrig-süßliches Mandelaroma, eine zarte Textur und sie zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an Kalzium, Eisen, Magnesium und Kalium aus. Die Zusammensetzung der ungesättigten Fettsäuren soll Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Die Schale der Macadamianuss ist so hart, dass sie für den Hausgebrauch nur fertig geschält angeboten werden.

Süße Mandel

Die süße Mandel hat eine bittere Note. Diese Steinfrucht ist reich an B-Vitaminen, die fit machen und die Nerven stärken, ihr Vitamin E ist ein Radikalenfänger und Folsäure unterstützt die Zellteilung. Der typische Geschmack der Mandel kommt von Amygdalin, dessen Verdauungsspaltprodukt die hochgiftige Blausäure ist. In der süßen Mandel ist es allerdings sehr viel geringer enthalten als in der Bittermandel (Bittermandeln enthalten drei bis fünf Prozent Amygdalin). Süße Mandeln sollen bei Sodbrennen helfen. Ohne Mandeln gebe es kein Marzipan (das aus zwei Teilen Mandeln, einem Teil Zucker besteht).

Pinienkerne

Pinienkerne sind die delikaten, länglichen Samen eines speziellen Pinienzapfens. Sie haben ein süßes, feinharziges Mandelaroma. Pinienkerne sollen den Stoffwechsel und die Blutbildung anregen, Nerven und Immunsystem stärken. Sie haben viel Kalzium, Kalium, Magnesium, Phosphor sowie Eisen, Jod, Fluor und Zink. Die weißen Pinienkerne sind weich, glänzend und fettig (47 Prozent Fettgehalt). Sie verfeinern ein italienisches Pesto ebenso wie einen Obstsalat. Begehrt ist auch das teure Öl der Pinienkerne.

Pistazien

Pistazien sind eine nährstoffreiche Steinfrucht. Ihr Geschmack ist würzig, mandelähnlich und süßlich. Sie sollen aufgrund ihres hohen Eiweißgehaltes und der ungesättigten Fettsäuren stressmindernd wirken und den Säure-Basen-Haushalt ausgleichen. Die besten Pistazien kommen aus Sizilien und der Türkei. Einer neuen Studie zufolge können sie sogar vor Lungenkrebs schützen.

Walnuss

Die Walnuss ist eine echte Nuss. Das buttrig-milde Nussaroma der Walnuss ist wahrscheinlich der bekannteste Nussgeschmack. Der Walnussbaum zierte schon die Gärten des Königs Salomon. Walnüsse sind reich an Folsäure, Vitamin E (gegen rheumatische Erkrankungen), Magnesium (Herz, Nerven, Kreislauf) und Eisen (Blut).

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