Gutes Betriebsklima als Motivation

Warum Lachen auch im Berufsleben gesund ist. Verschiedene Studien belegen, dass ein Großteil der deutschen Arbeitnehmer ihren Job bereits innerlich gekündigt hat.

Als Gründe werden u. a. mangelnde Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten im derzeitigen Unternehmen genannt. Es ist jedoch auch festzustellen, dass selbst ein überdurchschnittliches Gehalt und gute Karriereperspektiven nicht allein zur Zufriedenheit im Berufsleben beitragen. Weitere Gründe für die innere Kündigung sind:

· das Gefühl, Arbeiten unter dem eigenen Ausbildungs- und Kenntnisstand erledigen zu müssen,

· das Gefühl, nicht eigenverantwortlich genug arbeiten zu können,

· Arbeitsbedingungen, die einem das Prinzip „Dienst nach Vorschrift“ aufzwingen,

· ein übermäßiges Arbeitspensum, wobei andere, vergleichbare Kollegen für weniger Leistung mehr Anerkennung ernten, finanziell wie auch menschlich,

· ein schlechtes Betriebsklima bis hin zu Mobbing bzw. Bossing.

Insbesondere der letztgenannte Aspekt verdient Beachtung. Viele leitende Angestellte scheinen noch nicht verstanden zu haben, dass zufriedene Mitarbeiter, die sich in ihrem Umfeld wohlfühlen und zudem noch Arbeiten erledigen, die sie in positiver Hinsicht herausfordern, wesentlich produktiver und engagierter sind als Kollegen, die sich, um nicht arbeitslos zu werden, lediglich aus einem Pflichtgefühl heraus jeden Morgen zur Arbeit quälen.

Die Wichtigkeit des Betriebsklimas

Da Vollzeitarbeitnehmer in der Regel mindestens acht Stunden und somit einen Großteil des Tages am Arbeitsplatz verbringen, trägt ein gutes Betriebsklima entscheidend zum Engagement jedes Einzelnen bei. Zu einer positiven Grundstimmung gehört neben Offenheit und Diskussionen auf sachlicher Ebene auch Humor. Nicht umsonst existiert der altbekannte Spruch „Lachen ist gesund!“. Es gibt sicherlich eine Reihe von Führungskräften, die ein positives Miteinander ihrer Arbeitnehmer untereinander fördern, jedoch leider häufig genug auch Vorgesetzte, die Fröhlichkeit und persönliche Beziehungen ihrer Untergebenen zueinander auf verschiedenste Weise mit unterschiedlicher Intensität zu unterbinden versuchen. „Lachen wirft ein schlechtes Licht auf die Firma,“ äußerte einst ein Senior Manager aus dem Wirtschaftsprüfungssektor.

Mit Lachen ist selbstverständlich nicht gemeint, dass Arbeitnehmer acht Stunden am Tag nur gut drauf und lustig sein sollen, aber gerade während anstrengender Projektphasen tut ein Gespräch mit Kollegen, bei dem auch gelacht wird, richtig gut. Entgegen der Meinung mancher Führungskräfte schließen sich Humor und Arbeitsleistung nicht gegenseitig aus, im Gegenteil, sie bedingen einander. Sollte ein Prozess momentan nicht zur Zufriedenheit verlaufen, würde eine negative, verbissene Einstellung eher zu Betriebsblindheit führen, so dass u. U. mögliche Potentiale oder Alternativen nicht erkannt werden. Eine kurze Auszeit von einer schwierigen Situation, bei der die Gedanken nicht nur ständig um das kreisen, was gerade nicht gut läuft, kann helfen, die Situation aus einer anderen Perspektive zu sehen, um daraus neue Möglichkeiten zu entwickeln. Dies ist jedoch nur in einem entsprechenden Umfeld möglich.

Betriebsklima als Motivation

Als Motivationsfaktoren werden nicht nur im Berufsleben vielfach ein angenehmes Umfeld sowie persönliche Neigungen, Fähigkeiten und Begabungen genannt. Vorgesetzte sollten sich ein positives Betriebsklima zunutze machen, um die Motivation ihrer Mitarbeiter dauerhaft zu erhalten oder sogar noch zu stärken. Eine erhöhte Motivation steigert nicht nur die Produktivität und Kreativität, sondern trägt sogar zur Reduzierung des Krankenstandes und ggf. sogar zur Imagesteigerung des jeweiligen Unternehmens bei. Arbeitnehmer, die sich in ihrem Umfeld wohl fühlen, empfehlen Arbeit suchenden Bekannten – entsprechende Qualifikation vorausgesetzt – sicherlich eher ein Unternehmen, in dem sie sich wohlfühlen oder wohlgefühlt haben als Mitarbeiter, die bei ihrem jetzigen oder früheren Arbeitgeber schlechte Erfahrungen gemacht haben. Arbeitgeber sollten nicht die so genannte Mund-zu-Mund-Propaganda unterschätzen, so dass sich sowohl positive als auch negative Erfahrungen – insbesondere, wenn unterschiedliche Personen vom gleichen Phänomen berichten – über das Gespräch mit Freunden und Freundesfreunden schnell verbreiten können.

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