Haarglätter: Braun Satin Hair 7 ist Testsieger im Glätteisen-Test

Stiftung Warentest prüfte 12 Glätteisen von BaByliss, Braun, Carrera, ghd, Grundig, Philips, Remington, Rossmann, Russel, Severin, Technostar und Udo Walz.

Die prächtigen Locken der Frauen locken als Lockmittel schon seit Äonen die Männer an, doch nicht alle Frauen frohlocken beim Anblick ihrer Lockenpracht, insbesondere wenn modische Frisurentrends glattes und glänzendes Haar beschwören: Dann greifen Friseur und Friseuse zu Haarglättungsmitteln und Glätteisen, dann greift die Lockendompteuse zu Hause zum elektrischen Haarglätter: Stiftung Warentest testete ein Dutzend elektrische Glätteisen im Preisbereich zwischen etwa 5 und 200 Euro – Sie finden den aalglatten Haarglätter-Vergleichstest in der Juni-Ausgabe 2016 der Verbraucher-Zeitschrift „test“ seit dem 27. Mai 2016 am Kiosk. Ein Glätteisen glättete „sehr gut“, ein Modell „gut“, zwei Haarglätter glätteten „befriedigend“, mit sieben „mangelhaften“ Modellen erleben Lockendompteusen brenzlige Situationen.

Im Halbseitentest wurde die Lockenpracht von 27 Frauen platt gemacht

Haarglätter und Haarglättungsmittel sollen krauses und lockiges Haar glätten und erglänzen lassen: Steckt man seinen Lockenkopf in einen Topf voll kochendes Wasser, kann man eine andauernde Glättung des Haares erreichen, da die Haare um etwa 20 Prozent ihrer Ausgangslänge gedehnt werden: Diesen von vielen Personen als unangenehm und schmerzhaft empfundenen Glättungsprozess umgingen 27 naturwellengeplagte Frauen bei Stiftung Warentest im Halbseitentest, wobei zwei Friseure und ein Lockenexperte nach dem Frisiererlebnis das glatte Frisierergebnis begutachteten. Zusätzlich erfolgte eine 400 Stunden lange Dauerprüfung der Glätteisen, eine Analyse der Haarschädigung und ein Sicherheitstest nach DIN-Norm, um brenzlige Situationen zu vermeiden.

Braun Satin Hair 7 Iontec ES 2 Typ 2546 ist Testsieger

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wollforschungsinstitut (DWI) an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen entwickelte die Firma Braun den Testsieger Satin Hair 7 Iontec ES 2 Typ 2546, das Glätteisen erhielt glatt das Test-Qualitätsurteil sehr gut („1,4“): Butterweich und ohne Widerstand gleitet das Haar während des Glättens durch Nano-Glide-Keramikplatten, ohne die Haare durch allzu große Hitzeeinwirkung zu schädigen. Dabei kann die Temperatur im Bereich zwischen 130 und 200 Grad Celsius eingestellt werden. Die unverbindliche Preisempfehlung des Testsiegers liegt bei 79,99 Euro, am 28. Mai 2016 kostete der Haarglätter im Online-Handel weniger als 50 Euro.

ghd IV styler glättet das Haar gut

Nur um eine wohlgeglättete Haaresbreite verfehlte der ghd IV styler den Spitzenplatz, mit Test-Qualitätsurteil gut („1,6“) belegte das teuerste Glätteisen des Testfeldes Platz zwei – allerdings ist für angehende Popstars mittlerweile nur noch das Nachfolgemodell ghd Gold Classic Styler erhältlich. Das ghd-Modell überzeugte die Warentester durch noch etwas bessere Frisiereigenschaften, allerdings musste der ghd IV styler bei der Sicherheitsprüfung einige geglättete Haare lassen – die Aufschrift auf dem Haarglätter erwies sich als unstylish unbeständig.

BaByliss, Carrera & Udo Walz glätten befriedigend

Mit Test-Qualitätsurteil befriedigend („3,0“ bis „3,2“) folgte das Glätteisen-Trio Udo Walz Creativity Bellissima, BaByliss Pro230 Wet and Dry ST27E und Carrera Pure Lavender Keramik-Glätter: Die Udo Walz- und BaByliss-Modelle zeigten auch noch gute Frisiereigenschaften, allerdings strapazieren die beiden Haarglätter bei einer dauerhaften Anwendung die Haare wesentlich stärker als der Testsieger von Braun: Dies führte in der Test-Disziplin „Haarschädigung“ zur Abwertung. Das Carrera-Modell zeigte dagegen nur befriedigende Frisiereigenschaften.

Ein mangelhafter Haarglätter überhitzt die Haare

Haarglätter und Haarglättungsmittel sollen natürlich nicht die Haare oder Gesundheit schädigen: Während Haarglättungsmittel mit Formaldehyd Allergien auslösen können, schädigen zu heiße Haarglätter das Haar: Dabei ist die so genannte Transitionstemperatur der Haare stark von der Haarfeuchtigkeit abhängig – trockene und zusätzlich gefärbte Haare sollten zum Beispiel keinen Temperaturen über 180 Grad Celsius ausgesetzt werden. Allerdings erhitzt das Glätteisen S9950 Shine Therapy von Remington auf der höchsten Stufe auf 230 Grad Celsius. Das Remington-Modell glättet so das Haar schnell und lässt es auch sehr stark glänzen, doch schädigt die Glättungstherapie mit S9950 Shine Therapy die Haare zu stark – in der Test-Disziplin „Haarschädigung“ führte dies zur Abwertung und zum Test-Qualitätsurteil mangelhaft.

Mangelhafte Glätteisen-Modelle führen zu brenzligen Situationen

Weitere sechs Haarglätter ließen aufgrund gefährlicher Sicherheitsmängel den Warentestern die Haare zu Berge stehen: So heizen Grundig Solid Ceramic Hair Styler Straight and Curls HS 4930 und Russell Hobbs Slimline Haarglätter nicht nur die innen liegenden Stylingplatten auf, sondern gleich das ganze Glätteisen – die Oberflächentemperaturen der Geräte erreichten deutlich mehr als 100 Grad Celsius. Heiß genug, um sich die Kopfhaut, die Ohren und die Finger zu verbrennen; dies ist so unpopulär, wie seinen Kopf in einen Topf voll kochendes Wasser zu stecken. Liegt das Glätteisen unbenutzt herum, sollte eine Abschaltautomatik vor Katastrophen schützen, da durchgeschmorte Kabel oder glühend heiße Platten zu brenzligen Situationen führen. Ein mangelhaftes Test-Qualitätsurteil erhielten deshalb auch Haarglätter ohne Abschaltautomatik. Die weiteren mangelhaften Glätteisen sind: Philips SalonStraight Active Ion HP8310, Rossmann / Ideenwelt Haarglätter, Severin HairCare HC 0614 und Technostar HS 1200 SER.

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