Häufige Fehler in Bewerbungen

Oft gemachte Fehler, die in einer guten Bewerbung zu vermeiden sind. Wie man typische Fehler vermeiden kann, die bei einer Bewerbung oft zur Absage führen.

Eine gute Bewerbung ist heutzutage das A und O, wenn man sich beruflich weiterentwickeln möchte. Oft glaubt man, man hätte eine Bewerbung vorzuweisen, die bereits über jeden Zweifel erhaben ist. Ist das wirklich immer so? Neben schlechter Recherche über das Unternehmen gibt es immer wieder einige wiederkehrende Sünden, mit denen sich die Personalchefs jeden Tag herumschlagen müssen, und die nicht selten zum Aus für den Bewerber führen.

Fehler beim ersten Eindruck

Wichtig ist es zu vermeiden, dass die Bewerbungsunterlagen den Eindruck einer Massenbewerbung erwecken, die nur eine von Dutzenden ist. Bewerbungsmappen sollte man nur mehrmals verwenden, wenn keine Abnutzungserscheinungen sichtbar sind. Dasselbe gilt natürlich auch für das Lichtbild. Ebenso auf die richtige Form der Bewerbung (zum Beispiel E-Mail/schriftlich/Online-Formular) ist unbedingt zu achten.

Die Bewerbungsunterlagen müssen Sorgfalt vermitteln

Seriosität in den Bewerbungsunterlagen ist vergleichbar mit dem Aufräumen der eigenen Wohnung. Sorgfalt wird niemandem auffallen. Sie wird als selbstverständlich vorausgesetzt. Nur wenn etwas nicht getan wurde, wird der Betrachter darauf aufmerksam. Es ist deshalb unbedingt darauf zu achten, dass die Bewerbung an keiner Stelle schlampig oder zweitklassig wirkt. Zeugnisse sollten hochwertig kopiert sein und keine schwarzen Ränder enthalten. Fettflecken, Eselsohren und verschmierte Tinte in Anschreiben und Lebenslauf sind genauso tabu wie gefaltete Unterlagen.

Das Schriftbild in der Bewerbung

Wichtig ist es, ein einheitliches Schriftbild zu verwenden. Man muss nicht unbedingt die Standartschriften Arial oder Times benutzen, sollte bei der Wahl der Schriftart aber dennoch eine gewisse Ernsthaftigkeit zeigen. Schnörkelschriften oder allzu Unleserliches sind nicht geeignet. Handgeschriebene Bewerbungen sind nicht mehr zeitgemäß und vermitteln mangelnde Kenntnisse von neuen Technologien. Ausnahmen gibt es hier natürlich, wenn in der Stellenausschreibung ausdrücklich darauf hingewiesen wurde, dass handschriftlich vorgegangen werden muss. Das Datum sollte aktuell sein und dem des Lebenslaufs entsprechen.

Die Wichtigkeit einer guten Rechtschreibung

Bei der äußeren Form sind vor allem Flüchtigkeitsfehler zu vermeiden. Es sollte genauestens kontrolliert werden, ob der Name des Ansprechpartners und die Firmenadresse richtig geschrieben sind. Tippfehler allgemein sind bereits sehr unschön, doch einen Namen falsch zu schreiben ist für die Bewerbung mit ziemlicher Sicherheit das Aus. Es ist sinnvoll, den Entwurf für das Anschreiben und den Lebenslauf in ausgedruckter Form von einem Bekannten gegenlesen zu lassen. Man sollte sich nicht auf die Rechtschreibprüfung seines Schreibprogramms verlassen, sondern im Zweifelsfall lieber direkt zu einem aktuellen Duden greifen.

Auf die Formulierungen achten

Auf eine neutrale „sehr geehrte Damen und Herren“-Formulierung sollte nur zurückgegriffen werden, wenn sich der Name des Ansprechpartners auch mit viel Recherche nicht herausfinden lässt. Sollte der Name im Ausschreiungstext nicht zu finden sein, so lohnt sich ein Anruf im Unternehmen. So kann man sich unter Umständen bereits ins Gespräch bringen. Außerdem wird es immer Pluspunkte geben, wenn man den Personalchef mit Namen anspricht und keine neutrale Bewerbung verschickt. Schleimerei oder Umgangssprache hingegen sind strikt zu vermeiden. Auch typische Phrasen, die man in jedem Ratgeber lesen kann, führen beim Personalchef eher zu Langeweile als Interesse am Bewerber.

Haltlose Behauptungen vermeiden

Selbstanpreisung ist wichtig, dennoch sollte auf Klischee-Adjektive verzichtet werden. Vokabeln wie …

  • kritikfähig
  • innovativ
  • dynamisch
  • kommunikativ
  • teamorientiert
  • interessiert
  • kreativ
  • organisiert

… beispielsweise sollten vermieden werden. Besser ist es, die Eigenschaften im Zusammenhang mit nachweisbaren Situationen oder Leistungen zu beschreiben. Außerdem sollte sparsam mit Eigenlob umgegangen werden. Es ist viel wichtiger, seine Stärken klar herauszustellen und näher zu beschreiben, anstatt in haltloser Selbstbeweihräucherung zu ersticken.

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