Heilen mit Delfinen, Pferden oder Hunden – Tiergestützte Therapie

Therapeutisches Reiten, Schwimmen mit Delphinen oder Hundgestützte Therapie sind Formen der Tiergestützten Therapie. Was bringen und wie funktionieren sie?

Dass Tiere in der Regel einen positiven Einfluss auf Menschen haben, ist allgemein bekannt. Doch nicht nur Haustiere können ihre Besitzer glücklicher oder zufriedener machen. Es gibt auch eine Reihe anderer Tiere, die zum Einsatz kommen, um die Lebensqualität von Menschen zu verbessern oder sogar im Einsatz gegen Krankheiten helfen.

Was ist Tiergestützte Therapie?

Tiergestützte Therapie gehört der Alternativmedizin an. Sie kann angewendet werden bei Behinderungen, psychologischen oder auch neurologischen Erkrankungen. Dabei dient die Tiergestützte Therapie in einigen Fällen der Linderung von Symptomen und in anderen Fällen kann sie sogar zur Heilung der Erkrankung beitragen. Egal um welche Form der Tiergestützten Therapie es sich handelt, es muss stets klar sein, dass mit Tieren gearbeitet wird und diese sich trotz ihrer Ausbildung auch wie Tiere verhalten können.

Schwimmen mit Delphinen – Delphintherapie ist nicht unumstritten

Die so genannte Delphintherapie ist nicht unumstritten, da ihre Wirkung wissenschaftlich nicht eindeutig nachgewiesen ist. Zudem sind längst nicht alle Delphine so hilfsbereit wie viele Menschen auch aufgrund von Fernsehserien wie „Flipper“ denken. Und auch für die Delphine selbst ist der Einsatz bei der Delphintherapie in den Augen einiger Umweltschützer nicht eben gut für die Tiere. An sich soll die Delphintherapie vor allem Kindern mit Behinderungen helfen. Im Laufe der letzten Jahre hat sich das Schwimmen mit Delphinen jedoch eher zu einer Touristenattraktion auf Urlaubsreisen entwickelt. Dabei werden viele der Delphine jedoch nicht artgerecht gehalten und die Entstehung immer neuer Delphinarien ist in den meisten Fällen eher kritisch zu sehen.

Therapeutisches Reiten – heilpädagogisches Reiten und Voltigieren

Pferde sind nicht nur beim Reit- oder Pferderennsport gefragt. Für Pferde gibt es bei der Tiergestützten Therapie mehrere Einsatzgebiete, die gern mal verwechselt werden. Doch Reiten ist nicht gleich Reiten und je nachdem, welche Erkrankungen oder Probleme mit Hilfe eines Pferdes behandelt werden sollen, sind die Therapieformen unterschiedlich. Beim heilpädagogischen Reiten und Voltigieren steht die Behandlung von psychischen Erkrankungen und Problemen im Vordergrund. Weitere Informationen zum Berufsbild Reittherapeut.

Krankengymnastik auf dem Pferd – Hippotherapie

Bei der Hippotherapie hingegen geht es um eine Form von Physiotherapie, die viele Menschen eher unter dem Begriff Krankengymnastik kennen. Diese findet mit speziell ausgebildeten Therapiepferden statt und wird von so genannten Hippotherapeuten angeleitet. Die Hippotherapie kann bei einer Reihe von Erkrankungen nützlich sein, es gibt jedoch auch viele Erkrankungen, die sie von vornherein ausschließen. Ohnehin gilt für alle Formen der Tiergestützten Therapie, dass eine Absprache mit einem Arzt im Vorfeld unumgänglich ist.

Tiergestützte Therapie mit Hunden oder anderen Tieren

Der Hund ist sprichwörtlich der beste Freund des Menschen. Und es gibt viele verschiedene Wege, auf denen Hunde Menschen helfen können. Rettungshunde, Blindenhunde oder auch Hilfshunde sind bekannte Beispiele. Einige Hunde werden auch speziell für die Hundgestützte Therapie ausgebildet. Auch andere Tiere kommen bei der Tiergestützten Therapie zum Einsatz. Dabei gibt es allerdings nicht immer klare Richtlinien und mitunter ist die Wirksamkeit der Therapie, wie etwa im Fall mit den Delphinen, umstritten. Generell eignen sich auch Lamas für den Einsatz bei der Tiergestützten Therapie. Man kennt sie häufig aus dem Zoo oder als Lieferanten für Wolle. Besonders bekannt ist dabei das Alpaka, das jedoch nicht nur Alpakawolle für Mützen oder andere Kleidungsstücke liefert, sondern aufgrund seiner Eigenschaften auch geeignet für die Tiergestützte Therapie ist. Mehr zu Alpakas in der Tiergestützten Therapie.

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