Heimisches Musikmachen mit dem Computer

Die im Handel verkauften Computer erlauben grundsätzlich das Produzieren von Musik. Wichtig ist nur, dass die dafür notwendige Software vorhanden ist. Grundlegende Software und Geräteausstattung für die Musikproduktion.

Musik produzieren ist im heutigen Computerzeitalter einfacher als nie zuvor – und zudem noch relativ günstig. Damals mussten Tonstudios noch mit einer ganzen Menge von Hardware arbeiten – angefangen von einer Bandmaschine, einem zumeist riesigen Mischpult, einer ganzen Reihe von Samplern und Synthesizern. Professionelle Tonstudios besitzen viele dieser Geräte zwar immer noch, doch die Hauptarbeit geschieht mittels eines PC´s. Dies erleichtert die Musikproduktion enorm und spart außerdem wertvolle Zeit.

Der Computer für die Audioproduktion

Grundsätzlich sind Computer der mittleren Preisklasse dafür geeignet, eine heimische Musikproduktion zu realisieren. Auch die standardmäßig eingebauten Soundkarten erfüllen in der Regel ihren Zweck. Wichtig ist nur, dass die entsprechende Soundkarte Multi-I/O-tauglich ist, was bedeutet, dass sie fähig sein muss, den Sound während des Festplattenrecordings gleichzeitig auch wiederzugeben; oder einfacher ausgedrückt, es muss mit ihr erlaubt sein, Internettelefonie durchzuführen. Des weiteren sollte ein ASIO-Treiber vorhanden sein, was im Normalfall Standard ist.

Ausreichend Arbeitsspeicher für die Musikproduktion

Ansonsten ist nur noch darauf zu achten, über einen großen Arbeitsspeicher zu verfügen. Normalerweise reichen für den Anfang 2 Gigabyte, doch besser wären 4 GB. Wer jedoch mehr in den persönlichen Audio-PC investieren möchte, ist mit 8 GB auf der sicheren Seite. Dass genügend Arbeitsspeicher vorhanden sein muss, ist auf die Echtzeit-Wiedergabe der vielen Effekte zurückzuführen, welche den zu produzierenden Sound erst richtig Power und Stereo-Genuss erlauben.

Zweiter Monitor und Audiointerface sind sinnvoll

Ein entspannteres Arbeiten während der Audioproduktion wird mit einem zweiten Monitor möglich. Das liegt daran, dass auf dem einen Bildschirm das Arrangement beziehungsweise der Sequenzer positioniert werden kann, und auf dem anderen alle notwendigen Software-Synthesizer und Effekt-PlugIns.

Sollte eine reale E-Gitarre zum Einsatz kommen oder gar Gesang mittels Mikrofon, empfiehlt sich zusätzlich das Anschaffen eines Audiointerfaces. Dieses wird üblicherweise per USB oder Firewire an den PC angeschlossen, und bietet weiterhin die Möglichkeit, externes MIDI-Equipment mit einzubinden. Wer tatsächlich mit Gesangsaufnahmen arbeiten möchte, muss dringend darauf achten, dass das Audiointerface zwei Kopfhörerausgänge besitzt, damit einerseits die Sängerin sich wie auch die Musik während der Aufnahme hört und zum anderen der Produzierende.

Sequenzer ermöglicht Mehrspuraufnahmen

Der Sequenzer bietet nicht nur die Möglichkeit Mehrspuraufnahmen zu realisieren, sondern ist zugleich der Arrangeur aller Soundbausteine, die für das finale Musikstück nötig sind. Ein Sequenzer ist quasi ein zeilenorientierter Platzhalter, welcher schlussendlich das Belegen mehrerer Instrumente zulässt – er fungiert sozusagen als virtuelle Band. Vergleichbar ist ein moderner Softwaresequenzer auch mit den klassischen Mehrspur-Recordern, bei denen jedes gespielte Instrument auf einer separaten Spur aufgenommen wird.

Jedem Musiker oder Produzenten ist es freigestellt, ob er mit MIDI-Dateien oder Audiodateien seinen Song komponiert. In der Regel ist das Kombinieren beider Soundformate möglich. MIDI-Dateien werden mit Hilfe von Softwareinstrumenten, den sogenannten VST-Instrumenten, hörbar gemacht. Sie können zusammen mit allen belegten Spuren des Sequenzers als finale Audiodatei abgespeichert werden.

Alternativ kann das Komponieren von Songs zudem mit einer Notationssoftware erfolgen.

Pre-Mastering am PC

Auch das Pre-Mastern ist mit dem heimischen Computer möglich, was mit einer speziellen Software umgesetzt wird. Bei diesem Arbeitsschritt handelt es sich um das Aufbereiten des gesamten Mixdowns. Mit Hilfe von Kompressoren, Lautheitsmaximierern sowie Stereoverbreiterern und sonstigen Effekten erhält der Song noch einmal die Dynamik, welche notwendig ist, um dem heutigen Standard der Musikindustrie gerecht zu werden.

Eine fertig gemasterte Audiodatei (.wav) weist Eigenschaften des RedBook-Formates bei einer Samplerate von 16 Bit (44,1 kHz/Stereo) auf, was der Qualität einer Audio-CD entspricht. Wird jene Finaldatei auf eine CD-R gebrannt, nennt man die entsprechende Disc dann Pre-Master und dient den Presswerken als Vorlage für das Glasmaster.

Im Allgemeinen wird das Pre-Mastering oft auch als Mastering bezeichnet, was jedoch nicht korrekt ist. Vom Mastern spricht man erst dann, wenn vor der CD-Pressung ein Glasmaster angefertigt wird, welches die Vorlage für die spätere Vervielfältigung darstellt.

Professionelle Software beinhaltet die Pre-Mastering Funktion bereits im Sequenzer, nebst VST-Instrumenten und diversen Effektfiltern. Derart Programme verschiedener Hersteller sind ab etwa 700 Euro erhältlich.

Ausreichend Platz auf der Festplatte für die Musikproduktion

Da Audiodateien viel Speicherplatz benötigen, sollte darauf geachtet werden, eine gut dimensionierte Festplatte zu besitzen. Ebenso ist es sinnvoll, für das Harddiscrecording immer eine separate Festplatte zu verwenden – und am besten eine externe.

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