Homöopathie, alternative Behandlung bei Grippe

Kann man eine Virusgrippe oder echte Grippe homöopathisch bekämpfen?

Homöopathische Mittel wurden in der Vergangenheit erfolgreich bei der echten Virusgrippe eingesetzt. Auch vorbeugend können die unterschiedlichen Globuli hilfreich sein.

Die Grippe bricht in regelmäßigen Abständen immer wieder als Epidemie aus, meist in den Wintermonaten. Gelegentlich nimmt sie eine schlimmere Ausprägung an und tritt als Pandemie auf, mit Beginn in den späten Sommer-, frühen Herbstmonaten.

Grippeviren besitzen eine besondere Fähigkeit zur Mutation und verändern sich ständig. Um einen neuen, angepassten Impfstoff herzustellen, dauert es dann ungefähr ein halbes Jahr. Viele Menschen stehen einer Impfung kritisch gegenüber, da es zu unerwünschten Nebenwirkungen und wenn auch selten, zu schlimmeren Schäden kommen kann.

Was vermag Homöopathie?

Dass Homöopathie erfolgreich bei Grippe eingesetzt werden kann, zeigen zahlreiche Berichte aus den USA von 1918-1920, als die spanische Grippe wütete. Während es überall zu extrem vielen Todesfällen kam und die Krankenhäuser aus allen Nähten platzten, verloren die Homöopathen so gut wie keine Patienten. Während die Wirtschaft daniederlag, da die Firmen aufgrund der Grippeerkrankungen geschlossen werden mussten, wurde in einer Firma mit 8.000 Mitarbeitern nur ein einziger Todesfall registriert. Gelsemium war praktisch das einzige Mittel, das die Mitarbeiter bekamen.

Der österreichische Mediziner Anton Rohrer berichtet im pressetext-Interview : „Große US-amerikanische und schwedische Analysen von dokumentierten Erkrankten an der Spanischen Grippe 1917 und 1918 zeigen, dass die Sterberate junger Menschen bei homöopathischer Behandlung mit rund 1,5 Prozent deutlich niedriger war als bei der damaligen schulmedizinischen Behandlung, wo dieser Anteil 30 Prozent betrug. Der Vorteil lag besonders im besseren Ansprechen bei Lungenentzündung, die oft die eigentliche Todesursache war.“

Wie findet man das richtige homöopathische Mittel?

Bei Epidemien oder Pandemien treten bei allen Erkrankten ähnliche Krankheitszeichen auf. Das bedeutet, dass man bei Ausbruch der Erkrankungen die Symptome aufnimmt, an Hand derer dann 2-3 homöopathische Mittel eruiert werden können, die bei allen Patienten wirken. Dies nennt man den Genius Epidemicus.

Anzeichen einer Grippe

  • Die Inkubationszeit beträgt normalerweise 2 Tage, die Spannbreite reicht allerdings von 1-7 Tagen.
  • Die Symptome brechen im Allgemeinen plötzlich aus, alles andere ist atypisch.
  • Erste Kennzeichen sind häufig Kopfschmerzen, allgemeines Schwächegefühl, Fieberhaftigkeit oder frösteln.
  • Zu den weiteren Merkmalen gehören Temperaturanstieg (38° und höher), trockener Husten, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, oft brennende Augen, verstopfte Nase und Sekret, Halsentzündung. Seltener tritt Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auf.
  • Ohne Komplikationen dauert das akute Stadium 3-5 Tage. Das Fieber kann 1-6 Tage anhalten; es kann auch abklingen, um dann wieder leicht anzusteigen. Wenn das Fieber länger als 4 oder 5 Tage hoch bleibt, besteht die Gefahr einer Lungenentzündung.
  • Schwäche, Abgeschlagenheit und Depression können noch mehrere Wochen nach der Grippe anhalten.

Gibt es eine homöopathische Grippeprophylaxe?

Es entspricht nicht der klassischen homöopathischen Lehre, Globuli vorbeugend einzunehmen, da die Mittel gegeben werden, ohne dass die dem Mittel entsprechenden Symptome aufgetreten wären. Laut dem verstorbenen Schweizer Arzt und Homöopathen Pierre Schmidt können Personen, die sich in der Umgebung einer Epidemie oder Pandemie befinden jedoch dadurch so sensibilisiert und unterstützt werden, dass die Krankheit besser abgewehrt wird.

Unterschiedliche Homöopathen empfehlen zur Grippeprophylaxe Oscillococcinum C30 o. C200 zu Beginn der Epidemie 1x pro Woche und Influenzinum C200 3 Dosen im Abstand von 8 Std., zu Beginn der Epidemie. Tuberculinum, Aconitum, Ferrum phosphoricum, Camphora, Gelsemium wurden ebenfalls befürwortet.

Mögliche homöopathische Mittel bei einem Grippeausbruch

Bei plötzlichem Ausbruch der Grippe können die Patienten fast zielgenau die Stunde angeben, wann die Grippe bei Ihnen angefangen hat. Gewöhnlich beginnt sie mit einem plötzlichen Anfall von Fieber, dem sehr schnell Kopfschmerzen, Frösteln und Muskelschmerzen folgen. Die passenden Mittel dazu sind: Aconitum, Arsenicum, Baptisia, Belladonna, Eupatorium perfoliatum, Ipecacuanha, Lycopodium, Natrium sulphuricum, Nux vomica, Phosphorus, Phytolacca, Veratrum album.

Bei einem langsameren Grippeausbruch zeigt sich meist ein zunehmendes, allgemeines Unwohlsein, eventuell mit Laufnase oder trockenem Husten. Man spürt, dass etwas im „Anmarsch“ ist. Hier sind die dazu passenden Mittel: Antimonium tartaricum, Bryonia, Causticum, Chelidonium, Gelsemium, Rhus toxicodendron, Spongia.

Die weitere Auswahl der Mittel hängt davon ab, welche anderen Symptome auftreten. Ist Fieber oder Frösteln vorherrschend; ist Herpes vorhanden, Husten, Heiserkeit oder Schnupfen; kommt es zu Gliederschmerzen, Kopfweh, Schwindel oder Magen-Darm-Beschwerden?

Die Behandlung der Grippe selbst gehört in die Hand des homöopathisch arbeitenden Arztes. Heilpraktikern ist die Behandlung von Infektionskrankheiten untersagt.

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