Honig – die süße Medizin

Über den Wert des Honigs gibt es geteilte Meinungen.

Manche idealisieren ihn und schreiben ihm alle möglichen Heileffekte zu. Andere wiederum sehen in Honig nichts weiter als „teuren Zucker“. Betrachtet man allerdings die Zusammensetzung, lässt sich folgendes ableiten:

Die zahlreichen Inhaltsstoffe, die neben dem Zucker im Honig enthalten sind, müssen in irgendeiner Form wirken. Dass die heilkräftigen Inhaltsstoffe nur in geringen Mengen enthalten sind, ist kein Grund, ihnen die Wirkung abzusprechen. Es werden immer wieder neue günstige Wirkungen von Stoffen entdeckt, die in Nahrungsmitteln nur in geringen Mengen enthalten sind. Auch wenn auf diesem Gebiet noch weitere Forschungen nötig sind, ist es nach den heutigen Erkenntnissen vertretbar, dem Honig heilkräftige Wirkung zuzusprechen.

Bei diesen Leiden kann Honig helfen

  • Bei Verstopfung (wegen seiner leicht abführenden Wirkung)
  • Bei Kraftlosigkeit (Asthenie), Nervosität und Erschöpfung
  • Bei Atemwegserkrankungen wirkt Honig sanft schleim- und hustenlösend. Bei regelmäßiger Anwendung (20-30 Gramm pro Tag) kann er bei manchen Personen Asthmaanfälle verhindern. Dieser Effekt wird den im Honig vorkommenden Blütenpollenkörnern zugeschrieben.
  • Bei Schlaflosigkeit verstärken zwei Teelöffel die Wirkung von beruhigenden Heiltees und Muskelkrämpfen wird vorgebeugt.
  • Bei starkem Untergewicht
  • Bei eingeschränkter Lebertätigkeit (Leberinsuffizienz) aufgrund von Hepatitis, Alkoholismus oder anderen Ursachen. Fruchtzucker, der im Honig enthalten ist, fördert die Produktion von Glykogen in den Leberzellen. Diese Substanz ist die Speicherform von Glukose und dient als Energiedepot.
  • Direkt auf die Haut aufgetragen fördert Honig die Heilung infizierter Wunden. Ganz gleich, ob es sich um Geschwüre oder Verbrennungen handelt. Reizungen im Rachen, Mandel- und Rachenentzündungen lassen sich durch gurgeln mit Honig lindern.

Die Vorteile von Honig

  • Honig liefert sehr schnell Energie. Im Honig sind Glukose und Fruktose enthalten und diese müssen im Verdauungstrakt nicht aufgespalten werden. Somit gelangen sie direkt ins Blut. Die Zellen des Körpers werden auf diese Weise schnell mit Energie versorgt.
  • Honig enthält geringe Mengen an B-Vitaminen und Mineralstoffen(Kalzium und Phosphor), die die Verbrennung von Zucker in den Zellen fördern.
  • Honig wirkt antiseptisch. Wird er auf Haut oder Schleimhäute aufgetragen, zerstört Honig krebserregende Keime.
  • Honig besitzt Heileigenschaften.

Die Nachteile von Honig

  • Honig kann Allergien auslösen. Die Symptome äußern sich beispielsweise durch Brennen im Mund, Verdauungsstörungen oder einen anaphylaktischen Schock. Eiweiße aus den Drüsen der Bienen oder auch im Honig enthaltene Pollenkörner können dafür verantwortlich sein.
  • Botulismus: Honig enthält keine krankheitsauslösenden Bakterien, trotzdem kann er Sporen bestimmter Mikroorganismen wie Clostridium botulinum enthalten. In einem günstigen Umfeld (menschlicher Darm) entwickeln sich diese Sporen und sind damit die Verursacher der schweren Krankheit Botulismus. Meist sind nur Säuglinge betroffen, da ihre Abwehrkräfte noch nicht stark genug sind. Kinder unter einem Jahr sollten keinen Honig essen.
  • Honig wird von Diabetikern zwar besser vertragen als weißer Zucker, muss jedoch mit Vorsicht verwendet werden.
  • In sehr seltenen Fällen enthält Honig Alkaloide des Stechapfels oder Glykoside des Fingerhuts, wenn sich die Bienen an diesen Blüten bedient haben.

Die verschiedenen Honigsorten

  • Orangenblütenhonig: wie der Name schon verrät, wird dieser Honig vor allem aus Orangenblüten gewonnen. Sein Geschmack ist sehr fein, und er wirkt besonders beruhigend.
  • Heidehonig: er wirkt entzündungshemmend auf die Harnwege und auch desinfizierend. Heidehonig wird bei Entzündungen der Harnblase, Harnsteinen und Prostataerkrankungen genutzt.
  • Thymianhonig: wirkt antiseptisch und verdauungsfördernd. Deshalb verwendet man ihn bei Entzündungen der Magen- und Darmschleimhaut.
  • Lavendelhonig: man verwendet ihn bei Bronchitis, Katarrhen der oberen Atemwege und nervösem Krampfhusten. Lavendelhonig wirkt antiseptisch, schleimlösend und beruhigend.
  • Eukalyptushonig: er ist sehr hilfreich bei Husten und Atemwegserkrankungen.
  • Kastanienhonig: hat einen etwas strengen Geschmack, liefert aber viel Eisen.

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