Wie gesund ist Kaffee? Der Muntermacher ist besser als sein Ruf

Wie wirkt Kaffee auf Herz, Gehirn, Magen und Darm? Schützt Kaffee vor Alzheimer, Demenz, Krebs und Diabetes?

Kaffee galt lange Zeit als ungesundes Laster. Mittlerweile weiß man aber, dass Kaffee eine positive Wirkung auf Herz, Gehirn, Magen und Darm haben kann. Warum der schwarze Muntermacher besser ist als sein Ruf, verraten wir Ihnen an dieser Stelle.

Kaffee ist gut fürs Herz

Lange Zeit hieß es, zu viel Kaffee würde das Herzinfarktrisiko erhöhen. Diese Vermutung ist mittlerweile längst überholt. Neueste Studien stellten fest, dass es keinen Zusammenhang zwischen Kaffeegenuss und Herzproblemen gibt. Im Gegenteil: Zwei bis vier Tassen täglich können bei älteren Menschen das Herzinfarkt-Risiko sogar senken. Das zeigten Untersuchungen der Universität in Athen.

Die im Kaffee enthaltenen Antioxidantien schützen den Körper vor freien Radikalen. Außerdem verbessert Kaffee die Durchblutung der Aorta.

Kaffee ist gut für den Kreislauf und verbessert die Konzentrationsfähigkeit

Kaffee entzieht dem Körper Flüssigkeit. Dies ist einer der am weit verbreitetsten Irrtümer, der mittlerweile längst widerlegt wurde. Kaffee ist als tägliches Getränk völlig unbedenklich und hilft, den täglichen Flüssigkeitsbedarf des Körpers zu decken.

Kaffee steigert die Konzentrationsfähigkeit

Das im Kaffee enthaltene Koffein regt die Durchblutung und somit den Kreislauf an. Allerdings ist es besser, mehrere Tassen über den Tag verteilt zu trinken. Dadurch nimmt der Körper das Koffein gleichmäßiger auf, als wenn man beim Frühstück gleich zwei oder drei Tassen konsumiert.

Tomografische Untersuchungen haben ergeben, dass Kaffeetrinker sich auch besser konzentrieren können. Durch die vielen anregenden Wirkstoffe werden im Gehirn Bereiche stimuliert, die für Aufmerksamkeit und Konzentration zuständig sind. Ein ähnlicher Effekt wie beim Genuss von Traubenzucker.

Schützt Kaffee vor Diabetes?

In der Tat zeigten Studien, dass vier bis sieben Tassen Kaffee pro Tag vor dem gefährlichen Typ-2-Diabetes, an dem besonders ältere Menschen erkranken, schützen können. Das Heißgetränk verbessert die Insulin-Empfindlichkeit. Allerdings gibt es noch keine genaueren Erklärungen für diesen Effekt.

Hilft Kaffee bei der Verdauung?

Nach einem guten Essen trinken viele Menschen gerne noch einen Kaffee. Schließlich hilft Kaffee bei der Verdauung, oder? Stimmt! Das Heißgetränk beschleunigt den Stoffwechsel und sorgt dafür, dass Nahrung kürzer im Magen verweilt. Kaffee enthält zudem hohe Mengen an Ballaststoffen, die schnell verdaut werden und nicht dick machen. Das ist auch für den Darm gut. Aufgrund der positiven Wirkung auf die Verdauung werden Schadstoffe schneller wieder aus dem Körper befördert.

Schützt Kaffee vor Darmkrebs?

Studien aus Japan zeigten, dass bei Frauen, die mehr als drei Tassen Kaffee pro Tag tranken, das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, sank. Der Wiener Krebsforscher Professor Siegfried Knasmüller stellte sogar die Behauptung auf, Kaffee würde besser vor Krebs schützen als Obst und Gemüse. Dafür seien vor allem die enthaltenen Antioxidantien verantwortlich.

Schützt Kaffee vor Alzheimer und Demenz?

Eine Studie der Universität von North Dakota kam zu dem Ergebnis, dass schon eine Tasse Kaffee am Tag ausreicht, um das Gehirn vor gefährlichen Eiweißablagerungen zu schützen. Diese entstehen durch einen erhöhten Cholesterinspiegel. Das ist für die sogenannte Blut-Hirn-Schranke gefährlich, die normalerweise das Gehirn vor genau solchen Ablagerungen schützt. Somit kann Kaffee dazu beitragen, Demenz und Alzheimer vorzubeugen.

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