Honigsorten – Farben, Geschmack und Konsistenz von Bienenhonig

Menschen schätzen den Bienenhonig als gesund und nahrhaft. Es gibt viele Honigsorten und der Kunde kann sehr gut einen für ihn passenden Honig finden.

Der Geschmack und die Farbe der unterschiedlichen Honigsorten ist abhängig von den Blüten, von denen die Bienen geerntet haben. Zunächst bezeichnet man ihn nach der Art der Gewinnung. Der Imker spricht dann zum Beispiel vom Schleuderhonig oder vom Presshonig. Danach wird der Bienenhonig für den späteren Käufer jeweils nach der Blütensorte eingeteilt.

Welcher Bienenhonig soll es sein? Viele Honigsorten stehen zur Auswahl

Es gibt viele bekannte und ebenso viele weniger bekannte Honigsorten mit entsprechend unterschiedlichen Geschmacksrichtungen, Farben und Konsistenzen. Honig gehört zur gesunden Ernährung. Bei den meisten Menschen findet sich das leckere Honigprodukt auf dem Frühstückstisch, wird als Hausmittel bei verschiedenen gesundheitlichen Problemen verwendet oder als Zuckerersatz genommen.

Honigsorten aus der Nähe

Der Kunde hat die Wahl zwischen den verschiedensten Sorten Bienenhonig von nah und fern. Meistens kommen die folgenden Honigsorten aus Deutschland:

  • Lindenblütenhonig: Der wohl bekannteste und beliebteste Honig in Deutschland. Das am Anfang sirupartige, nahezu durchsichtige, goldfarbene Bienenerzeugnis verändert nach einiger Lagerungszeit seine Konsistenz. Der stark nach Lindenblüten riechende Honig kristallisiert, ohne etwas von seiner Güte einzubüßen. Dieser Bienenhonig wird oft bei Erkältungen oder Grippe als Hausmittel verwendet.
  • Tannenhonig: Der hauptsächlich aus dem Schwarzwald kommende Honig ist eine deutsche Spezialität. Manchmal wird er auch aus Österreich oder Frankreich importiert. Dass zum überwiegenden Teil von den Bienen aus Honigtau produzierte Erzeugnis ist von tiefdunkler Farbe und wird manchmal auch bezeichnet als
  • Waldhonig: Seine Farbe ist meistens nicht ganz so dunkel, weil der gesammelte Nektar von den in den Wäldern wachsenden Blüten (zum Beispiel Heidelbeeren, Brombeeren oder Weidenröschen) stammen kann.
  • Kleehonig: Der fast immer eine feste Konsistenz besitzende Bienenhonig mit dem angenehmen, milden Geschmack wird meist von deutschen Imkern geliefert. In Jahren mit einer sehr hohen Nachfrage stammen die importierten Honigsorten mit der wassergelben bis weißen Farbe aus den nördlichen Territorien der USA und aus Kanada.
  • Rapshonig: Eine helle, flachsfarbene, manchmal auch weiße Honigsorte, die fast ausschließlich aus Norddeutschland kommt. Beim frischen, mild schmeckenden Bienenprodukt setzt die Kristallisation im Gegensatz zum Tannenhonig, der über viele Monate seine flüssige Konsistenz behält, bereits nach einigen Tagen ein. Wird der Rapshonig sehr viel gekauft, sorgen die skandinavischen Länder für Nachschub.
  • Heidehonig: Eine weitere einheimische Honigsorte, die aus den nördlichen und östlichen Teilen Deutschlands kommt, ist der Heidehonig. Im Herbst ernten die Bienen den Honig der im Spätsommer blühenden Heide. Liebhaber wissen, dass er zu den Honigsorten mit einem außergewöhnlichen und nicht verwechselbaren Geschmack gehört. Der Heidehonig, dessen Farbe von einem hellen Braunton bis zu gelb-roten Farbnuancen wechselt, behält länger seine flüssige Konsistenz. Die Kristallisation dauert bei diesem Bienenhonig sehr lange.
  • Salbeihonig: Salbei ist bekannt als Gewürz und Heilkraut. Er ist hilfreich im Tee gegen Entzündungen im Mund- und Rachenraum und wird daher auch sehr gern bei Grippe und Erkältungen genommen. Der hellbraune, zähflüssige Salbeihonig gehört zu den Honigsorten mit einem besonders intensiven Geschmack, an den man sich erst gewöhnen muss.
  • Akazienhonig: Diese helle bis leicht gelbe Honigsorte wird wegen ihres angenehm milden und sehr angenehmen Aromas gern in den Tee genommen. Der Akazienhonig, der lange seine flüssige Konsistenz behält, verleiht Soßen für frische Salate seine besondere Note. Auf Brot und Brötchen lässt sich der Bienenhonig besser verstreichen, wenn er im Kühlschrank aufbewahrt wird und kühl auf den Tisch kommt.

Honigsorten aus der Ferne

Nicht nur aus Südeuropa wird Bienenhonig importiert sondern auch vom amerikanischen Kontinent, aus Australien und Neuseeland:

  • Lavendelhonig: Der etwas stärker duftende Honig, den man sowohl in flüssiger als auch in kristallisierter Form kaufen kann, gilt in Spanien und Frankreich als Spezialität. Die Farben des Bienenerzeugnisses liegen zwischen Weiß und Gelb in allen möglichen Schattierungen.
  • Rosmarinhonig: Aus südlichen Gefilden kommt die hellgelbe Honigsorte zu uns. Obwohl es naheliegend wäre, dass der Honig nach dem bekannten Gewürz Rosmarin schmeckt, ist dem trotzdem nicht so. An dem flüssig oder kristallisiert zu kaufenden Produkt der Bienen schätzen Liebhaber das besondere Aroma.
  • Orangenhonig: Die vielen Orangenplantagen machen es möglich, dass die Bienen in den warmen amerikanischen Bundestaaten wie Florida und Kalifornien reichlich Honig aus den Orangenblüten holen. Die Honigsorte mit dem unverkennbaren Duft und dem typischen Orangengeschmack wird auch aus Ländern wie Israel, Italien oder Spanien importiert. Außer auf Brot kann der Bienenhonig zum Backen, in Eistee oder in Cocktails verwendet werden.
  • Eukalyptushonig: Durchsichtig, goldfarben, zähflüssig und etwas nach Hustenbonbons schmeckend, kommt der Honig vom australischen Kontinent zu uns.
  • Manukahonig: Der neuseeländische Importhonig hat eine entzündungshemmende Wirkung. Wissenschaftler der Universität von Waikoto und der Technischen Universität Dresden beschäftigten sich ausführlich mit den besonderen Eigenschaften des Manukahonigs. Ob andere Honigsorten eine ähnliche Wirkung erzielen, wurde bisher nicht untersucht. Man spricht bei diesem neuseeländischen Bienenhonig von seiner charakteristischen, feinsteifen Konsistenz, bei einer eher etwas dunkleren Farbe.

Der Imker teilt den Bienenhonig nicht nur in verschiedene Honigsorten ein

Die Art der Gewinnung ist ein weiteres Kriterium, um den jeweiligen Bienenhonig von anderen Honigsorten zu unterscheiden. Für manche Verbraucher spielt dies eine untergeordnete Rolle, andere Käufer legen großen Wert darauf. Der Imker unterscheidet:

  • Schleuderhonig: Dabei handelt es sich um brutfreien Bienenhonig, der durch die Fliehkraft aus den in eine Schleudervorrichtung gespannten Waben hinausgeschleudert wird.
  • Presshonig: Dieser Bienenhonig wird durch das kalte Auspressen aus einer brutfreien Wabe gewonnen.
  • Wabenhonig/Scheibenhonig: Durch das Zerteilen der Waben werden diese Honigsorten gewonnen.
  • Seimhonig: Ebenfalls durch Pressen bei mäßiger Erwärmung von bis zu 40 Grad, erhält der Imker den sogenannten Seimhonig.
  • Stampfhonig: Noch mit dem Staub der Blüten vermengte Honig, der nur für die Fütterung der Bienen selbst verwendet wird.

Bienenprodukte: Propolis und Gelée Royale

Der Endverbraucher möchte gesund und fit sein und schätzt deshalb den nahrhaften, wohlschmeckenden Honig. Weitere Verwendung finden die Bienenprodukte in Form von Propolis (Bienenharz) im naturmedizinischen Bereich und für die Haut sowie als Gelée Royale (Weiselfuttersaft) im Bereich der Kosmetik.

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