Iljuschin IL-28: erster Strahlbomber in Großserie

Die Iljuschin Il-28 mit dem NATO-Codename: „Beagle“ ist ein früher zweistrahliger Bomber aus der Sowjetunion. Er wurde seit 1949 bei Iljuschin produziert. Insgesamt sollen rund 6.500 Exemplare dieses Typs in der Sowjetunion produziert worden sein. Dazu kommt noch eine größere Zahl von Lizenzbauten in der Volksrepublik China unter der Bezeichnung Harbin H-5 und der Tschechoslowakei. Exportiert wurden Flugzeuge dieses Typs u.a. nach Ägypten, Albanien, UdSSR, DDR, Finnland, Indonesien, Nigeria, Polen, Rumänien und Ungarn. In Nord-Korea sollen bis heute Maschinen dieses Typs einsatzbereit sein.

Geschichte der IL-28

Die IL-28 war ein strahlgetriebener taktischer leichter Bomber. Er wird gern als sowjetisches Gegenstück zur English Electric Canberra gesehen und gehörte zur ersten Generation sowjetischer Strahlflugzeuge und war weltweit der erste Strahlbomber, der in Großserie produziert wurde. Die Entwicklung der IL-28 begann 1947. Der Erstflug fand am 8.07.1948 statt. Die Serienfertigung lief 1949 an. Der Prototyp und die ersten Serienexemplare der IL-28 wurde von zwei Strahltriebwerken RD-45, einer Lizenzversion der Rolls-Royce „Nene I“ mit je 21,6 Kilonewton Schub angetrieben. Das wurde dann durch das leistungsstärkere Klimow WK-1 abgelöst.

Neben dem Einsatz als leichter Bomber wurde die IL-28 auch als Erdkampf- und Aufklärungsflugzeug sowie als Zielkörperschlepper eingesetzt. Daneben gab es eine Variante als Trainer. Charakteristisch für die IL-28 ist der voll verglaste Bug. Dort hat der Navigator vor und unter den Piloten seinen Platz. Ebenso voll verglast ist der Stand für den Bordschützen hinter dem Leitwerk.

Die IL-28 bei der Nationalen Volksarmee

Im Jahr 1959 wurde für die DDR eine Zieldarstellungsstaffel aufgestellt. Die übernahm 1959 zwei Maschinen vom Typ IL-28R vom VEB Flugzeugwerk Dresden. Dort waren sie als Versuchsträger für die Erprobung des Strahltriebwerkes Pirna 014, das für das geplante Strahlflugzeug 152 der DDR vorgesehen war, im Einsatz. Bei den Luftstreitkräften zogen sie dann Luftsäcke als Ziele für die Übungen von Jagdfliegern, der Flugabwehr am Boden und auf See. Außerdem wurden auch Fallschirme erprobt. Für die Ausbildung von Piloten für die IL-28 der Zieldarstellungsstaffel der NVA erhielt die Einheit 1961 eine IL-28U.

Die Mi-24 im Museum

Das Luftwaffenmuseum der Bundeswehr zeigt auf dem ehemaligen Flugplatz Gatow in Berlin eine Iljuschin IL-28 der Zieldarstellungsstaffel. Die IL-28R wurde 1954 gebaut und war dann bei der NVA bis 1982 im Einsatz.

Die Daten der Mi-8T

  • Hersteller: Iljuschin
  • Besatzung: 2 Piloten, 1 Schütze
  • Antrieb: zwei Strahltriebwerke Klimow WK-1 mit je 26,46Kilonewon Schub
  • Höchstgeschwindigkeit: rund 800 km/h im Tiefflug, rund 900 km/h in 4.500 Metern Höhe
  • Dienstgipfelhöhe: 12.500 Meter
  • Reichweite: bis 2.180 Kilometer
  • Länge des Rumpfes: 17,63 Meter
  • Höhe: 6,70 Meter
  • Leergewicht: 12.890 Kilogramm
  • Startgewicht: max. 23.200 Kilogramm
  • Bewaffnung: zwei starre 23-mm-Maschinenkanonen NR-23 im Bug, zwei bewegliche 23-mm-Maschinenkanonen NR-23 im Heck, 1.000 bis 3.000 Kilogramm Bombenlast.

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