Junggesellenabschied – Tradition und Spaß

Hintergründe zum Junggesellenabschied und lustige Spielideen. Der Junggesellenabschied wird immer häufiger gefeiert. Woher diese Tradition kommt und welche netten Ideen es für möglichst viel Spaß gibt, zeigt dieser Artikel.

Der Junggesellenabschied geht ursprünglich auf eine griechische Tradition zurück. Damals war es aber kein Abend voller Spaß, Kneipenwanderungen und diversen Spielen, sondern eher eine ernste Angelegenheit im Vorfeld der Hochzeit. Der Junggesellenabschied war dafür da, dass der Mann beim Vater der zukünftigen Braut um deren Hand anhält und der Schwiegervater ihm so gesehen seine Tochter übergibt. Nicht selten wurde der Abend begleitet von vielen Reden, die gehalten wurden, um dem Bräutigam seine Pflichten und Aufgaben klarzumachen.

Der Wandel des Junggesellenabschieds

Heutzutage hat sich der Junggesellenabschied zu einer lustigen Veranstaltung gewandelt, bei der vor der Eheschließung nochmal so richtig unter den Freunden und ein letztes Mal „in Freiheit“ gefeiert werden soll. Dabei gibt es verschiedene Varianten, die von einem gemütlichen Abendessen unter Freunden bis hin zu durchzechten Nächten in der Großstadt und aller ihrer Kneipen reicht. Da heute ein solcher Junggesellenabend als letzte Möglichkeit gefeiert wird, unverheiratet die Sau rauszulassen, hat sich der gemeinsame Trip durch die Kneipen als häufigste Form herauskristallisiert. So ziehen sowohl die Braut mit Freundinnen als auch der Braut mit seinen Freunden durch die Stadt, während in den meisten Fällen von den Fast-Verheirateten diverse Spiele und Aufgaben gemeistert werden müssen. In der Regel sind die Trauzeugen oder beste Freunde für die Planung ohne Mitwissen des Junggesellen verantwortlich.

Spiele und Aufgaben während des Junggesellenabschieds

Eine weit verbreitete Auffassung ist die Annahme, dass an einem solchen Abend der Verlobte beziehungsweise die Verlobte die Kosten des Junggesellenabschieds übernimmt. Da man das auch aufgrund der steigenden Preise und dem Wunsch nach möglichst viel Verköstigung während der Feier aber kaum verlangen kann, gibt es verschiedene Aufgaben, die nicht nur der Belustigung dienen sondern teilweise auch für die Geldbeschaffung bestimmt sind. So bekommen die Gefeierten oft einen Bauchladen umgehängt mit diversen Objekten, die verkauft werden müssen, um mit dem verdienten Geld die Getränke bezahlen zu können. Die Ware erstreckt sich dabei von kleinen Schnapsflaschen über Kondompackungen bis hin zu roten Rosen oder sonstige Kleinigkeiten, die vielleicht auch eher peinlich sind zu verkaufen als dass es etwas schönes ist, um auch wieder ein wenig mehr Spaß auf Kosten des Gefeierten zu haben. Teilweise trifft man auch auf schwer tragende Männer, die eine eigene Cocktailbar umgehängt haben, um selbst gemischte Drinks zu verkaufen.

Andere Spiele sind auch das Sammeln von Unterschriften auf einem eigens für diesen Anlass angefertigten T-Shirts oder von Etiketten von Unterwäsche der Passanten, natürlich des jeweils anderen Geschlechts. Um rein optisch schon für einen Riesenspaß zu sorgen, wird der Junggeselle beziehungsweise die zukünftige Braut oft auch verkleidet. das reicht von einem einfachen T-Shirt bis hin zu der Aufgabe, mit Flossen oder sogar Skiern durch die Straßen zu wandern.

Gleiche T-Shirts für gemeinsamen Spaß

Für die Planung und Gestaltung des Junggesellenabschieds sind in der Regel die Trauzeugen oder beste Freunde zuständig, alles natürlich ohne Mitwissen des Junggesellen. Der hat ja auch genug mit den Hochzeitsvorbereitungen zu tun. Das Schönste an einem solchen Abend sowohl für den Junggesellin oder die Junggesellin als auch für die Mitfeiernden ist die Tatsache, dass man zusammen in der Gruppe einen wunderschönen Abend mit sehr viel Spaß erlebt. Um noch mehr Zusammengehörigkeitsgefühl zu zeigen, gibt es den schönen Brauch, dass alle aus der Gruppe mit denselben T-Shirts rumlaufen, was gleichzeitig auch eine schöne Erinnerung an den Abend ist. Besonders schön ist dann immer ein Foto der gefeierten Person, die dadurch noch mehr in den Mittelpunkt rückt, wo sie ja auch hingehört. Dazu kommen dann oft ein netter Spruch wie zum Beispiel die Entschuldigung an alle Männer, dass die Braut weg ist vom Markt. Nett ist auch die Beschriftung „die Braut zahlt“, während bei der Braut aber dann „ich bin die Braut“ steht, so dass auch diese Angelegenheit deutlich geklärt ist.

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