Küchenkräuter im Wandel der Zeit

Frische Kräuter gewinnen immer mehr an Bedeutung. Kennen Sie die Geheimnisse und die schlankmachende Wirkung von Kräutern?

Küchenkräuter sind aus deutschen Küchen nicht mehr weg zu denken. Sie sprechen fast alle unsere Sinne an. Riechen, schmecken, fühlen und sehen kann man sie. Stellen Sie sich den Duft von frischem Basilikum oder Rosmarin, den Geschmack von Pfefferminze und Salbei, das Gefühl von Kamille oder Ringelblume auf der Haut und den Anblick von einem bunten Kräuterstrauß vor. Die vielseitige Wirkung der Kräuter auf unseren Organismus kann man in vielen Büchern, Studien und Artikeln lesen. Im Mittelalter wurde das Wissen um die Heilkraft der Kräuter als Hexerei verpönt.

Kräuter in der Vergangenheit

Die Kenntnisse über die Verwendung von Kräutern gehen bis in die Antike zurück. Aus alten Schriften konnte man entnehmen, dass bereits Kräuter und Gewürze kultiviert wurden. Unter anderem wussten die Ägypter von der Heilwirkung verschiedener Kräuter. Kümmel und Dill wurden zum Beispiel gegen Krämpfe eingesetzt. Für medizinische Zwecke wurden lange vor unserer Zeitrechnung Knoblauch, Zwiebel, Fenchel und Kümmel angebaut. Namen wie Hippokrates (als Vater der Medizin bezeichnet) und Claudius Galenus (der als erster die Kombination von Wirkstoffen verschiedener Heilkräuter empfohlen hatte) sind in der heutigen Medizin noch von Bedeutung. Im europäischen Frühmittelalter ist das Wissen um die Kräuter aus der Antike in der Versenkung verschwunden. Erst im 15. Jahrhundert haben Leute wie Hieronimus Bock oder Paracelsus die heilende Wirkung der Kräuter wieder entdeckt. Der viele Jahrhunderte lang ungelesene Wissensschatz von Hildegard von Bingen (1098-1179) findet heute wieder wachsenden Anklang. Vor allem liegt die ganzheitliche Heilkunde im Trend der heutigen Zeit.

Kräuter und Brauchtum

Der Glaube an die magische Wirkung von Kräutern ist so alt, wie das Wissen um ihre Heilkraft. So bekamen Tote Kräuterkränze (zum Beispiel aus Basilikum) mit auf den Weg ins Jenseits, um vor bösen Geistern beschützt zu werden. Kapuzinerkresse im Amulett schützte Mönche vor Hexerei. Klatschmohn wurde als Liebesorakel verwendet. Mit einem Stäbchen schlug man auf die Blätter und je nach dem, wie laut es klatschte, so groß war die Liebe des Angebeteten. In einigen Regionen ist es Brauch, bei der Hochzeit einen Granatapfel auf den Boden zu werfen, so dass er platzt. Die Anzahl der Kerne gibt Auskunft über eine glückliche und nachkommenreiche Zukunft oder eben nicht. Lorbeerblätter werden noch heute geräuchert, je geräuschvoller die Blätter verbrennen, desto mehr Glück verheißt die Zukunft. Jedem Kraut wird eine Magie zugeschrieben. Daher hier nur einige Beispiele.

Kräuter bei der Gewichtsreduktion

Dass gegen jedes Zipperlein ein Kraut gewachsen ist, ist weitgehend bekannt, auch dass den Kräutern eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt wird. Wussten Sie, dass Kräuter eine Wunderwaffe gegen zu viele Pfunde sind und sogar die Haut straffen? Bei vielen Übergewichtigen ist der Stoffwechsel im Keller. Da sind frische Küchenkräuter wie unter anderem Schnittlauch, Petersilie, Basilikum, Oregano, Rosmarin und Salbei genau richtig. Sie kurbeln den Stoffwechsel an. So unterstützen zum Beispiel Kräuter wie Bärlauch, Schnittlauch, Kapuzinerkresse die Eiweißverdauung, Koriander, Petersilie und Dill die Kohlenhydratverdauung und Rosmarin, Salbei und Beifuß die Fettverdauung. Brennnessel in Form von Tee ist für die Entwässerung bekannt. Der regelmäßige Gebrauch von Kräutern reguliert den Cholesterinspiegel, stärkt das Immunsystem und ist auch noch entzündungshemmend. Alle Küchenkräuter sind basisch. Dies wirkt sich positiv auf unseren Säure-Basen-Haushalt aus.

Bei dem Verzehr von Kräutern sollte darauf geachtet werden, dass sie nicht in großen Mengen (ein bis zwei Esslöffel pro Mahlzeit genügen), dafür aber regelmäßig zu sich genommen werden. Spricht noch etwas gegen den Kräutergarten auf der Fensterbank?

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