Lange Haare richtig pflegen

Schöne lange Haare sind ein Hingucker. Tipps und Tricks für die Pflege von Langhaarfrisuren.

Lange Haare sehen dann schön aus, wenn sie gesund und voll sind. Was ist bei der Langhaarpflege zu beachten?

Von kurz nach lang: die Haare wachsen lassen

Einen bis anderthalb Zentimeter wachsen die Haare im Monat. Wer lange Haare haben möchte, braucht also ein bisschen Geduld. Das Projekt „Wachsenlassen“ gibt man am besten in die Hände eines Frisörs. Denn die Übergangsphase von kurz auf lang ermöglicht eine Reihe schöner Frisuren, die nicht einfach nach Aussitzen-und-Rauswachsen-lassen aussehen.

Gerade dann, wenn das Haar so lang ist, dass es auf die Schultern stößt, ist die Pflege der Haarspitzen besonders wichtig. Es gibt dafür spezielle Spitzencremes, die Spliss schon in den Anfängen eindämmen können, allerdings enthalten sie Silikone (siehe unten).

Wer den Geldbeutel schonen will und es mit einer selbst angemischten Haarspitzenpflege auf Naturbasis versuchen möchte, kann folgendes Rezept ausprobieren: 80 ml Olivenöl erwärmen und einen Löffel Honig darin auflösen. Anschließend ein Eigelb einrühren. Die Mischung auf die Haarenden auftragen und etwa eine Stunde einwirken lassen. Anschließend gut auswaschen.

Die richtige Haarwäsche

Für jeden Haartyp gibt es das richtige Shampoo. Wie oft man sein Haar waschen muss, ist individuell verschieden. Wenn das Haar jedoch täglich gewaschen werden muss, weil es schnell nachfettet, liegt das häufig an den falschen Pflegeprodukten. Generell gilt: Weniger ist mehr. Die meisten Haare leiden eher an einer Überpflege mit Conditioner & Co.

Das Shampoo nicht direkt auf dem Kopf verteilen, sondern erst in die Hand geben, mit wenig Wasser verrühren, dann im Haar verteilen. Das Wichtigste bei der Haarwäsche ist, das Shampoo so gut auszuspülen, dass das nasse Haar „quietscht“. Das Wasser sollte am besten handwarm sein.

Die Haare nach dem Waschen nicht trockenrubbeln: Nach der Haarwäsche das überschüssige Wasser abstreifen, ein Frottiertuch um den Kopf wickeln und die Flüssigkeit aufsaugen lassen. Besonders die Spitzen sanft behandeln: Nur trockentupfen.

Haare sollten im nassen Zustand nicht gekämmt werden. Dann sind sie besonders empfindlich und Kämme und Bürsten können die Haaroberfläche verletzen.

Silikone in Haarpflegeprodukten

Silikon, der Stoff, den man als Material zum Fugenabdichten kennt, kommt auch in Haarpflegeprodukten zum Einsatz. Mit sogenannten Repair-Produkten und Pflegespülungen legt sich das Silikon wie ein Film um das Haar, so dass es glänzender aussieht und leichter kämmbar wird. Was auf der einen Seite ein Segen ist und angegriffenes Haar wieder gesünder aussehen lässt, ist auf der anderen Seite ein Fluch, denn Silikone lassen sich nicht einfach wieder auswaschen.

Sie reichern sich mit jeder Haarwäsche an. Die Haare werden dadurch schwerer, sehen schneller fettig aus und Styling ist von kurzer Dauer. Beim Färben nehmen die Haare die Farbe nicht richtig an und selbst Dauerwellen halten nicht.

Inzwischen gibt es Clearing Shampoos, mit denen sich das Silikon schnell wieder auswaschen lässt – aber auch die haben ihren Preis, nicht nur, was den Geldbeutel anbelangt, sondern vor allem auch in Anbetracht der enthaltenen Tenside. Fraglich, ob man das, was man ansonsten in Wasch- und Spülmitteln zu vermeiden sucht, unbedingt in die Kopfhaut massieren sollte.

Besser ist es, auf ein Shampoo ohne Silikon umzusteigen. Innerhalb von mehreren Wochen wäscht sich das Silikon langsam wieder aus.

Ganz wichtig: Die richtige Bürste für lange Haare

Wer in eine gute Bürste investiert, tut mehr für seine Haare, als wenn er das Geld für teure Pflegeprodukte ausgibt: Besonders Naturhaarbürsten, die aus dem ersten Wuchs der Wildschweine hergestellt werden, eignen sich gut für die Langhaarpflege. Die Wildschweinborsten verteilen das körpereigene Fett bis in die Haarspitzen und verhindern so ein Austrocknen der Haarenden.

Am besten nicht jeden Tag: Föhnen, Glätten und Toupieren

Wer möglichst oft auf das Föhnen verzichtet, erspart seinen Haaren eine Menge Stress: Vor allem die heiße Temperaturstufe und zu wenig Abstand trocknen das Haar aus und machen es anfällig. Besser ist es, das Haar an der Luft trocknen zu lassen; im Sommer jedoch keinesfalls in der prallen Sonne.

Das Glätteisen zaubert zwar schönes, glänzendes Haar, sollte aber besonderen Gelegenheiten vorbehalten sein. Die extreme Hitze schadet der Haaroberfläche. Das Gleiche gilt für die Verwendung eines Lockenstabes.

Toupieren kommt wieder in Mode, ist aber Gift für das Haar. Keinesfalls ein Trend für jeden Tag – jedenfalls nicht, wenn man sein Haar gesund erhalten möchte. Wer dennoch toupieren möchte, sollte Strähne für Strähne an der Stirn beginnen und immer nur das obere Drittel am Haaransatz toupieren. Danach werden die einzelnen Strähnen schuppenartig übereinandergelegt. Toupiertes Haar muss am Abend gut ausgebürstet werden und sollte sich dann einige Tage wieder regenerieren dürfen.

Selbst wenn die Haarpflegeprodukte in den letzten Jahren ausgereifter und schonender geworden sind, so sind Dauerwellen und chemische Färbemittel dennoch eine Strapaze für die Haare. Zum schonenden Haarefärben gibt es mittlerweile eine gute Auswahl an Pflanzenfarben, die man auch gut zu einem Wunschfarbton mischen kann.

Im Übrigen kommt gesundes Haar auch von innen. Eine ausgewogene Ernährung begünstigt somit auch den Haarwuchs.

Im Langhaarnetzwerk dreht sich alles ums Haar. Hier kann man sich Pflegetipps holen und sich über Haarpflegeprodukte austauschen.

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